r/Steuern

Finanzamt neue Tatsachen

Hallo zusammen!

Ich möchte vorab sagen, dass ich selbstverständlich selbst Verantwortung für meine Situation trage und niemand anderem die Schuld geben möchte. Trotzdem wollte ich einfach mal schildern, wie es überhaupt dazu gekommen ist und vielleicht hat jemand ähnliche Erfahrungen oder einen Rat.

Ich bin damals mit 18 Vater geworden. Die Mutter meines Sohnes arbeitet bei der Stadt und natürlich wurde der Unterhalt entsprechend konsequent eingefordert, was ja auch legitim ist. Allerdings hatte ich damals noch Schule/Ausbildung und wurde vom Jugendamt teilweise massiv unter Druck gesetzt. Ich wurde teilweise 10–15 Mal am Tag angerufen und bekam Schreiben in einem extrem harten behördlich-juristischen Tonfall. Dadurch hat sich bei mir über die Jahre tatsächlich eine richtige Angst bzw. Vermeidungsverhalten gegenüber Behörden, Briefen und Bürokratie entwickelt.

Meine Familie hat mir damals zwar geholfen, wodurch keine größeren Unterhaltsschulden entstanden sind, aber rückblickend hat das leider auch dazu geführt, dass ich nie richtig gelernt habe, mich solchen Themen selbst zu stellen.

In den letzten Jahren habe ich aber sehr vieles aufgearbeitet. Mein Briefkasten ist nicht mehr voll, Krankenversicherungsschulden und andere Rückstände habe ich geregelt bzw. bezahlt. Eigentlich gibt es nur noch ein großes Thema: Steuern.

Ich hatte ein Gewerbe, konnte dieses aber durch Corona faktisch nicht mehr ausüben. Die letzten Einnahmen daraus hatte ich Anfang 2021. Das Problem war nur, dass ich das Gewerbe damals nicht ordentlich abgemeldet habe. Dadurch hat das Finanzamt weiter Einkommen geschätzt, obwohl faktisch gar keine Tätigkeit mehr bestand.

Jetzt habe ich es geschafft, das Gewerbe rückwirkend zum Jahr 2021 abzumelden und habe dafür inzwischen auch die Bestätigung erhalten. Ich habe außerdem alle Steuererklärungen nachgereicht und erklärt, dass das Gewerbe tatsächlich seit Anfang 2021 nicht mehr genutzt wurde.

Das Problem ist jetzt: Viele Bescheide wurden damals geschätzt und teilweise bestandskräftig oder vollstreckt, weil ich mich schlicht nicht gekümmert bzw. überfordert war. Ich habe jetzt beantragt, die Sachen wegen neuer Tatsachen nochmal zu prüfen, weil ja jetzt offiziell feststeht, dass das Gewerbe seit 2021 gar nicht mehr aktiv war.

Allerdings wurde das erstmal wegen „grober Fahrlässigkeit“ abgelehnt.

Teilweise kann ich das sogar verstehen. Gleichzeitig muss ich aber auch sagen, dass 2021 für mich persönlich komplett eskaliert ist. Mein Vater hatte einen schweren Schlaganfall und wäre fast gestorben. Ich war als einziger Angehöriger neben Vollzeitjob plötzlich komplett für Pflege, Organisation usw. verantwortlich. Ende 2023 ist er dann verstorben.

Zusätzlich hatte ich durch den ganzen Dauerstress irgendwann selbst gesundheitliche Probleme und war psychisch und körperlich komplett am Limit. Es war wirklich eine Art Dauerkrisenmodus über mehrere Jahre.

Dann kam Ende 2023 noch dazu, dass mir mein Arbeitgeber sechs Tage vor Weihnachten einen Aufhebungsvertrag vorgelegt hat.

Ich weiß, vieles davon klingt wie Ausreden, aber ich versuche einfach ehrlich zu erklären, warum ich damals so funktioniert bzw. eben nicht funktioniert habe.

Meine Frage wäre jetzt:

Wie seht ihr die Chancen bei so einem Einspruch? Gerade vor dem Hintergrund, dass ich jetzt die rückwirkende Gewerbeabmeldung nachweisen kann und damit eigentlich belegt ist, dass die damaligen Schätzungen auf falschen Annahmen beruhten.

Vielen Dank fürs Lesen und eure Hilfe.

LG

reddit.com
u/DerHDo — 1 day ago

Zweites Restaurant eröffnen: GmbH, GbR oder andere Strategie? Erfahrungen gesucht

Hallo zusammen,

meine Eltern betreiben seit mehreren Jahren ein Restaurant. Jetzt überlegen wir, den nächsten Schritt zu gehen: Wir möchten eventuell eine Immobilie im Bereich Gastronomie kaufen und dort ein zweites Restaurant eröffnen. Langfristig wäre auch ein drittes Restaurant denkbar.

Meine Frage ist: Was wäre aus eurer Sicht die sinnvollste Vorgehensweise, besonders steuerlich ? Sollte man das zweite Restaurant über eine GmbH führen? Vielen Dank im Voraus

reddit.com
u/Altruistic-Job-1520 — 14 hours ago

Einzelne Position zurückziehen bei laufender Nachfrage des Finanzamts?

Hallo zusammen,

ich bin Masterstudent in Erstausbildung ohne reguläres Arbeitseinkommen (lediglich ein Minijob, der pauschal versteuert wird) und habe für das Steuerjahr 2025 eine Steuererklärung eingereicht. Meine einzigen relevanten Einkünfte sind Kapitalerträge, auf die meine Bank Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag einbehalten hat. Die Günstigerprüfung beantragt.

Als Werbungskosten habe ich neben üblichen Pauschalen (Arbeitsmittel, Telefon, Kontoführung etc.) auch Fahrtkosten und Verpflegungspauschalen für Lerngruppen geltend gemacht.

Das Finanzamt hat nun zu den Lerngruppen nachgefragt und fordert Nachweise mit Ort, Datum, Teilnehmern, Unterschriften aller Teilnehmer sowie Begründung der beruflichen Relevanz. Das Problem: Es handelte sich um universitär zugeteilte Pflichtgruppen, d.h. ich hatte keinen Einfluss auf die Zusammensetzung. Die Mitglieder nachträglich zu kontaktieren und Unterschriften wäre sehr anstrengend und ehrlich gesagt unangenehm.

Meine Überlegung:

Da mein zu versteuerndes Einkommen ohnehin deutlich unter dem Grundfreibetrag liegt, würde ich durch die Günstigerprüfung die gesamte einbehaltene Steuer zurückerhalten, unabhängig davon, ob die Lerngruppen anerkannt werden oder nicht. Die Studienkosten sind in meiner Situation also steuerlich irrelevant.

Meine Fragen:

Ist es sinnvoll und problemlos möglich, die Lerngruppen-Positionen im Rahmen der Antwort ans Finanzamt zurückzuziehen, um den Nachweisaufwand zu vermeiden?

Wirkt ein solcher Rückzug verdächtig oder könnte er andere Positionen meiner Erklärung in den Fokus rücken?

Gibt es steuerrechtlich etwas zu beachten, wenn man im laufenden Prüfungsverfahren einzelne Positionen zurücknimmt?

Vielen Dank für eure Einschätzung!

reddit.com
u/Far_Present5254 — 15 hours ago

Welchen Arbeitsweg für Steuer angeben?

Ich mache demnächst meine Steuer für letztes und vorletztes Jahr. Dabei stellt sich mir jetzt die Frage, welche Arbeitsstrecke ich für die Pendlerpauschale angeben muss.

Zu den Spezifika:

Es gibt 3 Strecken, die mir via google maps vorgeschlagen werden.

Strecke 1, die "normale" Strecke wäre 28.9KM (einfach) lang. Auf dieser Strecke sind jetzt aber seit 4 Jahren immer auf verschiedenen Teilen durchgehend Baustellen, die die Strecke dann für mich komplett blockieren. Deswegen kann ich diese Strecke seit 4 Jahren nicht fahren. Auch ohne diese Baustelle nehme ich diese Strecke im Winter aber nicht, da hier immer erst geräumt wird, nachdem ich bereits am Arbeitsort bin.

Strecke 2 ist 30.2KM (einfach) lang. Diese läuft aber über zum Teil geteerte Bauernwege (heißt 2 Autos passen nicht vorbei, zum Teil Schotter und überall Schlaglöcher die 10cm+ tief sind). Auch wird hier im Winter einfach nicht geräumt. Heißt, diese Strecke fahr ich auch nicht, da es zeitlich, aber auch aus Sicherheitsgründen keinen Sinn ergibt.

Strecke 3 hingegen ist dafür bei 35km (einfach). Zeitlich gesehen macht die Strecke sogar am meisten Sinn, da ich hier Überholmöglichkeiten habe. Und bei den anderen beiden Strecken es in 20% der Fällen so ist, dass ich 10km+ Traktoren hinterher dackel.

Aufgrund dessen fahre ich grundsätzlich seit 4 Jahren die 3te Strecke. Sobald die Baustellen aufhören, würde ich aber außerhalb des Winters auch wieder Strecke 1 fahren (Aber das ist für die letzten 2 Jahre ja jetzt nicht relevant).

Kann mir jemand sagen, welche Strecke ich hier jetzt angeben soll?

reddit.com
u/Sinsai33 — 1 day ago

Lohnt sich für mich überhaupt eine Steuererklärung?

Ich höre im Bekanntenkreis ständig „eine Steuererklärung lohnt sich immer“. Wenn ich dann aber genauer nachfrage, werden teilweise irgendwelche Kurse oder Dinge angegeben, die faktisch nie stattgefunden haben. Das kommt für mich natürlich nicht infrage.

Deshalb mal meine ehrliche Situation:

- ca. 75.000 € Jahresbrutto
- Steuerklasse 1
- nicht verheiratet
- Mietwohnung
- kaum haushaltsnahe Dienstleistungen
- 6 km Arbeitsweg
- Jobrad
- nur ca. 6 Tage Homeoffice im Jahr
- Gewerkschaftsmitglied
- keine größeren Fortbildungen
- keine Spenden

Ich frage mich ernsthaft, wie man mit einem relativ normalen Angestelltenprofil legal deutlich über die Werbungskostenpauschale kommen soll.

Übersehe ich typische Dinge oder ist es bei so einem Profil eher normal, dass am Ende kaum etwas zurückkommt?

reddit.com
u/Reasonable-Analyst37 — 4 days ago

1942€ Erstattung?

Hallo zusammen, das ist meine erste Steuererklärung.

Habe bei einer App meine Lohnabrechnung reingestellt & es weitgehend Automatisch ausfüllen lassen?

Ich verstehe die Rechnung oben leider nicht ganz. Scheinbar ist da etwas mit der Einkommenssteuer?

Ich werde definitiv im Bekanntenkreis etc. noch rumfragen aber schonmal vorab:

Ich habe keine Erfahrungswerte diesbezgl. aber so viel Rückerstattung kann doch nicht stimmen oder?

Zu mir:

24, kein Studium, Selbstversichert, von Juli bis Dezember gearbeitet, wohne bei den Eltern in Mietwohnung.

u/Finanzbrot_ka — 1 day ago

Werdegang Steuerrecht.

Hallo zusammen,
Erstmal hoffe ich dieser Post wird hier geduldet und ich erhalte Ratschläge/ Hilfe durch Berufstätige im Steuerrecht.

Falls das der falsche Kanal für eine solche Frag ist, gerne Hinweise wo das ganze besser passt!

Bei diesem Post geht es mir um Berufschancen bzw. hilfe beim finden des gesuchten Jobs.
Ich habe bereits einige Semester BWL mit Schwerpunkt Steuerrecht studiert. Das war mir leider zu wenig steuerliches Fachwissen. Dadurch befinde ich mich aktuell in einem Steuerrecht Studium und werde damit meinen Bachelor of Law im Steuerrecht erhalten. Ich bin derzeit in einer Kanzlei berufstätig aber finde das Ganze ziemlich langweilig und würde sehr gerne mehr Steuerfachwissen häufiger verwenden.
Meine Frage, nun: gibt es einen speziellen Beruf (Bezug auf angestrebter Steuerberater)der dann wirklich explizit steuerliches Fachwissen anwendet beziehungsweise nicht nur normale Fälle, sondern eigentlich nur konkret schwierige Fälle bearbeitet? Ich blühe regelrecht auf komplexe Steuersachverhalte zu lösen und das erlebe ich in der Kanzlei sehr selten vor allem in Bezug auf Buchhaltung oder Einkommensteuer.

Ich habe gesehen es sind einige Steueberater unterwegs die mir hoffentlich weiterhelfen können!

Vielen Dank im voraus!

reddit.com
u/Crafty-Rhubarb905 — 1 day ago

Kaufnebenkosten

Moin,

ich besitze mit meiner Exparterin eine Eigentumswohnung in der wir 3 Jahre gelebt haben. Nach Trennung habe ich alle Verpflichtungen übernommen und die Wohnung vermietet. Zusätzlich habe ich den Eigenkapital Anteil gestellt (ca. 75.000€)
Zusammen mit der alleinigen finanziellen Verantwortung (5 Jahre) ergibt sich ein hoher
Ausgleichsanspruch.
Zusätzlich ist eine Restschuld von 155.000€ offen.

Kann ich bei notariellem Kauf einen Kaufpreis von 20.000€ angeben der als Ausgleichszahlung gedacht ist?
Ich rechne die Restschuld gegen und meinen Ausgleichsanspruch an sie.

Ist das in Ordnung, wenn das im Notarvertrag so vermerkt wird, oder interessiert das Finanzamt wirklich nur der Immobilienwert ohne Restschulden usw?

Vielen Dank!

reddit.com
u/Itchy-Artist-6605 — 3 days ago

Wann denkt ihr, ist die KI soweit, dass sie einem verlässlich die Steuererklärung machen kann?

Sorry an alle Steuerberater*innen für die Frage.

reddit.com
u/sgtmccoy — 1 day ago

Steuerrecht erlernen als Jurist?

Hallo, ich bin Jurist und würde gerne das Steuerrecht erlernen, spezifisch für den Bereich der Immobiliensteuern. Ziel ist es, zumindest in diesem Teilbereich fit genug zu sein, um auch steuerliche Klauseln und Gestaltung in Immobilientransaktionen bewerkstelligen zu können.

Ich bin mir bewusst, dass das ein wirklich sehr schweres, mehrjähriges Unterfangen wird, und das gesamte Steuerrecht so groß sein dürfte wie eines der drei klassischen Rechtsgebiete ZivR ÖffR StrafR, mit seinen eigenen Logiken, eigener Gerichtsbarkeit und dem zudem nötigen betriebswirtschaftlichen Wissen.

Ich bringe nur sehr begrenztes steuerliches Randwissen mit aus meiner zivilrechtlichen Arbeit. An der Uni etc. lernte ich das nicht. Essentiell fange ich also bei 0 an, außer meine allgemeine juristische Ausbildung.

Trotzdem würde ich gerne an die Runde fragen, wie ich am besten vorgehen sollte. Gäbe es einen möglichen Fahrplan, eine sinnvolle Reihenfolge, was man als Autodidakt machen sollte? Welche Literatur empfiehlt sich? Ich wäre für Anregungen dankbar - leider kenne ich niemanden aus dem Tax-Bereich persönlich.

reddit.com
u/NewYesterday133 — 18 hours ago

Kleinunternehmer + Reverse Charge

Hintergrund: Ich war 2025 Kleinunternehmer und habe in Q4 2025 Meta Ads geschaltet. Daraufhin hat mich das Finanzamt angeschrieben, dass ich wegen des Reverse-Charge-Verfahrens eine Umsatzsteuervoranmeldung (UStVA) abgeben muss.

Mein Problem: Ich habe im selben Zeitraum verschiedene Tools abonniert (ChatGPT, etc.) und dabei meine USt-IdNr. nicht hinterlegt. Deshalb wurden mir diese Tools mit deutscher Mehrwertsteuer in Rechnung gestellt – also nicht über Reverse Charge, sondern „normal".

Meine Fragen:

  1. Müssen diese Tool-Abos trotzdem in die UStVA (auch wenn keine Reverse Charge greift)?
  2. Oder kann ich sie einfach als Betriebsausgabe in der EÜR absetzen und muss sie in der UStVA gar nicht erwähnen?
reddit.com
u/Eastern_Syrup_2362 — 1 day ago

Hilfe bei Buchhaltung: Wie verbuche ich „Prämien“ für Autos, die ich offiziell nur gemietet habe? (DriiveMe)

Hallo zusammen,

​ich brauche mal eure steuerliche Einschätzung, weil ich glaube, ich habe mich da in was reingeritten.

​Ich bin Kleinunternehmer (Fahrzeugüberführungen) und habe in letzter Zeit öfter Aufträge über die Plattform DriiveMe gemacht. Jetzt sitze ich vor meiner Buchhaltung und raufe mir die Haare, weil ich nicht weiß, wie ich das dem Finanzamt erklären soll.

​Das Problem:

Eigentlich bin ich ja als Dienstleister dort angemeldet (mit Gewerbeschein etc.). Aber die Plattform schickt mir keine normalen Auftragsbestätigungen für eine Transportleistung. Stattdessen läuft jeder Auftrag rechtlich als „Mietvertrag“.

​Ich kriege eine Gutschrift über eine „Prämie“, weil ich das Auto von A nach B bringe.

​Gleichzeitig stehe ich im Vertrag aber als Mieter des Fahrzeugs.

​Ich stelle also keine Rechnung für meine Arbeit, sondern kriege diese „Miet-Prämie“.

​

​Dienstleistung oder Miete? Ich darf das Auto gar nicht wie ein Mieter nutzen. Ich habe knallharte Vorgaben, wann ich wo sein muss (z.B. nur 8 Std. Zeitfenster für 6 Std. Fahrt). Wenn ich zu spät komme, gibt es fette Geldstrafen. Beifahrer mitnehmen ist verboten. In Campervans darf ich nicht mal schlafen.

​Wie verbuche ich das? Ich bin doch als Gewerbe hingefahren, um Geld zu verdienen. Aber auf dem Papier sieht es so aus, als hätte ich privat ein Auto gemietet und dafür zufällig Geld bekommen. Das passt doch vorne und hinten nicht zusammen, oder?

​Umsatzsteuer/EÜR: Wenn das Finanzamt das prüft und sieht, dass ich gewerblich Autos überführe, aber nur „Miet-Gutschriften“ ohne ordentliche Leistungsbeschreibung habe – kriege ich da Ärger?

​Ehrlich gesagt fühlt sich das mittlerweile so an, als würde die Plattform dieses „Miet-Konstrukt“ nur nutzen, um keinen Mindestlohn zahlen zu müssen und sich um die Sozialabgaben zu drücken. Die tarnen meine Arbeit als privates Vergnügen, aber ich habe den Stress und das Risiko (Haftung als Mieter!).

​Hat jemand von euch schon mal so ein Modell auf dem Tisch gehabt? Kann ich das überhaupt sauber als Betriebseinnahme verbuchen oder ist das ganze System steuerlich eine tickende Zeitbombe für mich?

​Danke für eure Hilfe!

reddit.com
u/Gloomy_Ad_9370 — 3 days ago

Keine rechtzeitige Informationsweitergabe vom Steuerberater und Ghosting

Ich habe ein großes Problem mit meinem Steuerberater und hoffe auf euren Rat. Ich habe durch eine Veräußerung einer Unternehmensbeteiligung eine hohe Steuernachzahlung für das Jahr 2023. Im Juli 2024 wurde abschließend über die Steuererklärung 2023 gesprochen und mir wurde von dem Steuerberater ein Ausdruck zu der zu erwarteten Steuerbelastung mitgegeben. Dieser Ausdruck erhielt einen Stempelaufdruck "Vorläufig". Seitdem habe ich auf den Steuerbescheid 2023 gewartet und öfters mal beim Steuerbüro nachgefragt. Ich sollte aber Geduld haben, dass so eine Prüfung andauert.

Letzte Woche Dienstag fragte ich wieder mal durch Zufall nach. Daraufhin erklärte mir die Sachbearbeiterin im Steuerbüro, dass der Bescheid schon vorliegt und das sich schon eine ganze Weile. Konkret ist er auf den 9.4.26 terminiert. Sie habe etwas für die Prüfung gebraucht. Sie wollte ihn mir dann zusenden, was ich aber mit Hinweis auf den Zeitablauf verneinte und auf Emailzusendung bestand.

Mit dem Steuerbescheid habe ich dann erfahren, dass das Finanzamt die Steuerlast um fast 50% zu dem vom Steuerberater geschätzten Wert erhöht hat. Außerdem enthielt der Bescheid einen Hinweis auf ein Schreiben vom November 2025, von dem ich aber nie erfahren habe. Nach mehrmaligen Anrufen und Emails habe ich jetzt ein Gespräch in der nächsten Woche mit dem Steuerberater. Auch habe ich nach einigen Tagen per Email das Schreiben des Finanzamts vom November erhalten. Darin ist eindeutig die Tendenz erkennbar, dass das Finanzamt die vom Steuerberater angesetzten Werte nicht akzeptiert und die auch jetzt im Bescheid aufgelisteten hohen Nachzahlungswerte annehmen will.

Die Antwort des Steuerberaters auf dieses Schreiben des Finanzamts versuche ich seit Tagen von der Mitarbeiterin zu erhalten, aber es passiert nichts. Ich hatte nach Erhalt des Steuerbescheides und der kurzen verbleibenden Einspruchsfrist sofort, letzte Woche Dienstag, den Steuerberater aufgefordert Einspruch einzulegen und eine Aussetzung der Vollziehung für die Differenzen zu beantragen. Es gibt eine Einzugsermächtigung für das Finanzamt. Mittwoch ist die Abbuchung, aber ich habe keine Ahnung, welcher Betrag nun eingezogen wird.

Ich kenne den Steuerberater schon seit 20 Jahren, er war auch schon der Steuerberater meiner Eltern, aber ich bin so sauer und enttäuscht.

Wie kann es sein, dass mir nicht schon im November 2025 mitgeteilt wurde, dass nun eine deutlich höhere Steuerzahlung auf mich zukommt? Warum wird so auf Zeit gespielt und mir die Unterlagen nicht zugesendet? Soll ich jetzt mitten im Einspruchsverfahren einen anderen Steuerberater beauftragen? Danke fürs lesen und eure Tipps.

reddit.com
u/homehh — 2 days ago

Sonstige Vorsorgeaufwendungen - unbeschränkt abziehbare Sonderausgaben

Hallo,

ich verstehe einen Teil des Steuerbescheids nicht und hoffe ihr könnt mir weiterhelfen. Ganz normale Steuererklärung, gemeinsame Veranlagung mit meiner Frau. Keine Selbständigkeit, beide gesetzliche KV und über ELSTER Online abgegeben.

Im Vergleich Steuererklärung und Berechnung des Finanzamtes ist in der Zeile "ab unbeschränkt abziehbare Sonderausgaben" eine Differenz von -281 Euro. Ich verstehe nicht zu 100% wo das her kommmt.

Ich denke, es hängt mit dieser Erläuterung zusammen:

"Sie haben sonstige Vorsorgeaufwendungen (z. B. Beiträge für Wahlleistungen oder Haftpflichtversicherungen) angegeben. Diese Aufwendungen konnte ich nicht berücksichtigen, da dergesetzliche Höchstbetrag bereits durch Ihre Beiträge zu Basiskrankenversicherungen und gesetzlichen Pflegeversicherungen ausgeschöpft wurde."

Wenn ich Google richtig verstehe, dann gibt es einen Höchstbetrag von 1900 Euro. Die KI meint dann auch noch: "Ihre Basisbeiträge (Kranken- und Pflegeversicherung) lagen bereits über diesem Höchstbetrag. Da diese Basisabsicherung jedoch vom Gesetzgeber in voller Höhe (also auch über dem Höchstbetrag) anerkannt werden muss, ist das Limit für weitere private Versicherungen (wie Haftpflicht, Unfall oder Wahlleistungen) damit blockiert."

Ich verstehe das so, dass die Aufwendungen für gesetzliche KV und PV schon über den 1900 Euro (x2 da verheiratet?) liegen, das Finanzamt dies voll anerkennen muss und dann weniger für private Versicherungen abgezogen werden kann. Aber wie kommen die auf den konkreten Wert?

KV und RV liegen bei >17k. Das ist doch weit jenseits der 2x1900 Euro. Warum wird dann doch noch ein Teil der privaten Versicherungsausgaben anerkannt?

Zusatzfrage: Warum weiß ELSTER das nicht und setzt die "unbeschrankt abziehbaren Sonderausgaben" in der Beispielrechnung zu hoch an?

reddit.com
u/ambf001 — 8 hours ago

Pain Points Buchhaltung ?

Was sind eure Pain Points (Schmerzpunkte) die euch bei der FiBu ständig stören?

Ob Software, Belege oder ähnliches?

reddit.com
u/Far_Future_8936 — 2 days ago

Steuernachzahlung falsch?

Hallo, ich habe letztens über Steuerbot meine Lohnsteuer abgegeben, deren Berechnung lag bei ca. 470€ Rückerstattung. Nun kam der Bescheid vom Finanzamt zurück und ich muss dem Finanzamt 40€ zahlen…

Wie kann das sein?
Kurz zu mir, ich war bis zum 09.2025 beim Bund als FWDLer und seit dem 09.2025 studiere ich im öffentlichen Dienst bei einer Behörde (flüssiger Übergang).

u/tyler350v2 — 17 hours ago

Kfz-Kosten absetzen

Hallo

Ich habe vor zwei Jahren einen Gebrauchten gekauft, den ich zu 90% für die Fahrt zur Arbeit nutze. Ich möchte zumindest die Laufleistung gelten machen, habe allerdings kein Fahrtenbuch.

Allerdings habe ich von der HUK die Telematik -App, die alle Fahrten, Start, Ziel und Kilometer aufzeichnet

Hat jemand Erfahrungen damit, ob das FA App-Screenshots anerkennt?

Danke

Edit: ich bin angestellt

reddit.com
u/Fluid_Phase5436 — 3 days ago

Erfahrungen mit Steuerhilfeverein

Ich mache gerade meine allererste Steuererklärung. Weil ich Kapitalerträge über einen nicht-deutschen Broker habe, habe ich mir Hilfe bei einem Steuerhilfeverein gesucht. Das Erstgespräch wirkte eigentlich zuverlässig, aber danach hat es fast einen Monat gedauert, bis mein Berater mir einen Entwurf zur Freigabe geschickt hat. Nachdem ich die Unterlagen kurz durchgeschaut habe, habe ich jetzt allerdings ein paar Bedenken.

Erstens habe ich gar nicht die eigentliche Steuererklärung zum Prüfen bekommen, sondern nur allgemeine Infos dazu, was abgesetzt bzw. angegeben werden soll. Und vor allem fehlen dort meine Kapitalerträge komplett. Außerdem stehen da ein paar Dinge drin, denen ich nie zugestimmt habe.

Bezahlt habe ich bisher noch nichts, allerdings habe ich den Mitgliedschaftsvertrag schon unterschrieben.

Jetzt habe ich irgendwie das Gefühl, dass der Verein etwas sketchy ist, aber ich weiß nicht, ob das einfach meine Unerfahrenheit ist oder ob sowas bei denen normal ist.

Kann ich deren Dienstleistung an diesem Punkt noch ablehnen oder ist es dafür schon zu spät und ich muss zahlen?

Ich habe schon sehr gemischte Meinungen über solche Vereine gehört, deshalb würde ich mich über Einschätzungen freuen.

reddit.com
u/Quiet_Environment318 — 3 days ago
▲ 0 r/Steuern+1 crossposts

KI Buchhaltung

Hallo,
ich wollte mal in die Runde nachfragen was ihr von einer vollautomatisierten Buchhaltung mithilfe von KI hält?

Sprich, Beleg hochladen bzw. Importieren lassen und als Ergebnis fertig kontierter Beleg in euerer Buchhaltungssoftware wie Lexoffice, sevdesk oder sogar Datev ?

Gerne Ideen und Anregungen geben.

reddit.com
u/Far_Future_8936 — 3 days ago

Gewinn aus Kartenspielturnier

Hi ich hab letztens bei einem großen Kartenspielturnier (TCG). Karten im Wert von ungefähr 20.000€ gewonnen. Diese würde ich gerne verkaufen, leider weiß ich nicht wie sich das steuerrechtlich auswirkt.
Müsste ich ein Gewerbe dafür anmelden, ich habe vor in der Zukunft weiter an Turnieren teilzunehmen.
Zählt sowas als Glückspiel?
Wahrscheinlich ist es am besten einmal mit einem Steuerberater darüber zu reden, aber wollte mal sehen was hier gesagt wird.

reddit.com
u/john-natu — 3 days ago