Sonstige Vorsorgeaufwendungen - unbeschränkt abziehbare Sonderausgaben
Hallo,
ich verstehe einen Teil des Steuerbescheids nicht und hoffe ihr könnt mir weiterhelfen. Ganz normale Steuererklärung, gemeinsame Veranlagung mit meiner Frau. Keine Selbständigkeit, beide gesetzliche KV und über ELSTER Online abgegeben.
Im Vergleich Steuererklärung und Berechnung des Finanzamtes ist in der Zeile "ab unbeschränkt abziehbare Sonderausgaben" eine Differenz von -281 Euro. Ich verstehe nicht zu 100% wo das her kommmt.
Ich denke, es hängt mit dieser Erläuterung zusammen:
"Sie haben sonstige Vorsorgeaufwendungen (z. B. Beiträge für Wahlleistungen oder Haftpflichtversicherungen) angegeben. Diese Aufwendungen konnte ich nicht berücksichtigen, da dergesetzliche Höchstbetrag bereits durch Ihre Beiträge zu Basiskrankenversicherungen und gesetzlichen Pflegeversicherungen ausgeschöpft wurde."
Wenn ich Google richtig verstehe, dann gibt es einen Höchstbetrag von 1900 Euro. Die KI meint dann auch noch: "Ihre Basisbeiträge (Kranken- und Pflegeversicherung) lagen bereits über diesem Höchstbetrag. Da diese Basisabsicherung jedoch vom Gesetzgeber in voller Höhe (also auch über dem Höchstbetrag) anerkannt werden muss, ist das Limit für weitere private Versicherungen (wie Haftpflicht, Unfall oder Wahlleistungen) damit blockiert."
Ich verstehe das so, dass die Aufwendungen für gesetzliche KV und PV schon über den 1900 Euro (x2 da verheiratet?) liegen, das Finanzamt dies voll anerkennen muss und dann weniger für private Versicherungen abgezogen werden kann. Aber wie kommen die auf den konkreten Wert?
KV und RV liegen bei >17k. Das ist doch weit jenseits der 2x1900 Euro. Warum wird dann doch noch ein Teil der privaten Versicherungsausgaben anerkannt?
Zusatzfrage: Warum weiß ELSTER das nicht und setzt die "unbeschrankt abziehbaren Sonderausgaben" in der Beispielrechnung zu hoch an?