Hilfe bei Buchhaltung: Wie verbuche ich „Prämien“ für Autos, die ich offiziell nur gemietet habe? (DriiveMe)
Hallo zusammen,
ich brauche mal eure steuerliche Einschätzung, weil ich glaube, ich habe mich da in was reingeritten.
Ich bin Kleinunternehmer (Fahrzeugüberführungen) und habe in letzter Zeit öfter Aufträge über die Plattform DriiveMe gemacht. Jetzt sitze ich vor meiner Buchhaltung und raufe mir die Haare, weil ich nicht weiß, wie ich das dem Finanzamt erklären soll.
Das Problem:
Eigentlich bin ich ja als Dienstleister dort angemeldet (mit Gewerbeschein etc.). Aber die Plattform schickt mir keine normalen Auftragsbestätigungen für eine Transportleistung. Stattdessen läuft jeder Auftrag rechtlich als „Mietvertrag“.
Ich kriege eine Gutschrift über eine „Prämie“, weil ich das Auto von A nach B bringe.
Gleichzeitig stehe ich im Vertrag aber als Mieter des Fahrzeugs.
Ich stelle also keine Rechnung für meine Arbeit, sondern kriege diese „Miet-Prämie“.
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Dienstleistung oder Miete? Ich darf das Auto gar nicht wie ein Mieter nutzen. Ich habe knallharte Vorgaben, wann ich wo sein muss (z.B. nur 8 Std. Zeitfenster für 6 Std. Fahrt). Wenn ich zu spät komme, gibt es fette Geldstrafen. Beifahrer mitnehmen ist verboten. In Campervans darf ich nicht mal schlafen.
Wie verbuche ich das? Ich bin doch als Gewerbe hingefahren, um Geld zu verdienen. Aber auf dem Papier sieht es so aus, als hätte ich privat ein Auto gemietet und dafür zufällig Geld bekommen. Das passt doch vorne und hinten nicht zusammen, oder?
Umsatzsteuer/EÜR: Wenn das Finanzamt das prüft und sieht, dass ich gewerblich Autos überführe, aber nur „Miet-Gutschriften“ ohne ordentliche Leistungsbeschreibung habe – kriege ich da Ärger?
Ehrlich gesagt fühlt sich das mittlerweile so an, als würde die Plattform dieses „Miet-Konstrukt“ nur nutzen, um keinen Mindestlohn zahlen zu müssen und sich um die Sozialabgaben zu drücken. Die tarnen meine Arbeit als privates Vergnügen, aber ich habe den Stress und das Risiko (Haftung als Mieter!).
Hat jemand von euch schon mal so ein Modell auf dem Tisch gehabt? Kann ich das überhaupt sauber als Betriebseinnahme verbuchen oder ist das ganze System steuerlich eine tickende Zeitbombe für mich?
Danke für eure Hilfe!