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Unterlassene Hilfeleistung im Flugzeug durch Crew

Liebe Schwarmintelligenz,

Auf meinem Flug hat sich soeben - ca. nach 40 Minuten, 20 Minuten to go - ein unschönes Ereignis ergeben.

Älterer Herr, Synkope.

Ich hab es mitbekommen, weil ich mich nach hinten umgedreht hab wegen Toilettenschlange.

Lag auf dem Boden, hier schon ca. 1 Minute bewusstlos gewesen.

Ich hin, selbst Ärztin.

Sage das natürlich auch laut an. Der Mann ist immernoch bewusstlos. Ich sage: „is he breathing?“ Keine Antwort. Ich frage nochmal. Die Stewardess, die vor ihm kniet, sagt ja. Nun gut, er kommt langsam zu sich. Ich will eigentlich mit ihm sprechen, Puls tasten etc.

Die stewardess: „we do not need you, we are all medically trained.“ Schroffer Tonfall.

Ich bin sehr junge Ärztin, aber schon mit einem guten Jahr Berufserfahrung Innere+ mehreren Monaten ZNA. Habe dann geschaut, er war rosig, wach, ansprechbar. Bin erstmal etwas eingeschüchtert auf meinen Platz.

Neben dem Patienten saß zufällig eine Pilotin privat unterwegs, die fassungslos war über die Situation. Wir haben dann Kontakt gehalten und der Patient wollte mich dann auch sprechen.

Super lieber Herr, hatte keinerlei red flags, denke a.e. konvulsive orthostatische Synkope, voll orientiert, keine Prellmarke. Ich empfehle dennoch die ZNA.

Die Stewardess grätscht wieder rein, dass das alles nicht nötig sei und sie „medically trained“.

Am ende frage ich ob denn ein RTW gerufen wurde: „we are in controll, this is not your job.“

Die privat reisende Pilotin hat sich dann mit den Flugkapitänen unterhalten, dass das ja so nicht geht.

Kurzum habe ich draußen der Polizei Bescheid gegeben und die haben dann nen RTW gerufen.

Haben mich sogar gefragt, ob ich Anzeige wegen unterlassener Hilfeleistung erstatten möchte.

Mehrere Passagiere sind danach auf mich zugekommen und waren erschüttert über das Procedere des Personals.

Was meint ihr: ist die Airline anschreiben sinnvoll? doch Anzeige erstatten? inwiefern hätte ich was anders machen können/sollen?

Danke euch!

EDIT: vielen lieben Dank für die ganzen aufbauenden Nachrichten. Ich bin nach wie vor fassungslos. Ich glaube tatsächlich seid ihr auf der richtigen Spur, dass man mir das Ärztin sein nicht so richtig glauben wollte (also alles wie immer…). Vielen Dank auch für die konstruktive Kritik, tbh wär ich so schnell auf englisch aber auch nicht dabei gewesen, die Stewardess „zurecht zu weisen“.

Mit der Anzeige überlege ich noch.

  1. EDIT zur Situation: der Pat. Ist beim Aufstehen aus seinem Sitz synkopiert! Er lag auf dem Gang. Ich hab es halt nur beim blick nach hinten gesehen, weil ich eigentlich gucken wollte, ob eine Schlange vorm Klo ist. Als er da lag und ich kam, war er noch bewusstlos. Nachdem er zu Bewusstsein kam, haben ihn alle zusammen auf seinen Platz gesetzt. Und dann wurde ich wie oben beschrieben nochmals von der privat reisenden Pilotin gebeten zu kommen.
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u/inolino28 — 18 hours ago
▲ 34 r/medizin

Wie viel kann man denn im Flugzeug real helfen?

Bezugnehmend auf den Beitrag der Ärztin, die im Flugzeug in die Situation kam einem Patienten zu helfen, wobei die Flugbegleiterin ein Helfen unterbunden hat, habe ich mich gefragt, wie viel man als Arzt/Ärztin in einem Flugzeug überhaupt helfen kann, abseits von BSL und Sicherheit vermitteln? Da ist man doch total aufgeschmissen, oder? Gibt es im Flieger mehr als einen AED und Ambu-Beutel? Was waren da so eure Erfahrungen bisher?

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u/FlashyBamby — 12 hours ago

Überstundenzwang

Ich habe eine Karriere ausserhalb der Medizin, aber denke nun darüber nach noch mal zurück zur Uni zu gehen und Medizin zu studieren.

Mich würde interessieren wie es zustande kommt, dass sich so viele Ärzte, die im Krankenhaus arbeiten, über lange Arbeitszeiten und unbezahlte Überstunden beklagen.

In meiner bisherigen Karriere haben Vorgesetzte manchmal versucht mich zu unbezahlten Überstunden zu überreden, aber ich bin dann einfach immer pünktlich nach Hause gegangen bis doch Budget gefunden wurde und auch dann hab ichs nicht übertrieben mit den Überstunden.

Gibt es als Arzt besondere Regeln die einen daran hindern nach der vetraglich vereinbarten Tagesarbeitszeit nach Hause zu gehen, weil Menschenleben auf dem Spiel stehen könnten? Oder ist das Problem eher dass die meisten Leute das einfach mit sich machen lassen, obwohl sie nicht müssten?

Also wenn ich eines Tages als Assistenzart in einem Krankenhaus mit einem 40h Stunden Vertrag arbeite und dann jeden Tag nach 8h nach Hause gehe, was für Konsequenzen hätte das? Ich verstehe natürlich das es Dienste gibt, das ist nochmal was anderes, ich meine jetzt nur an normalen Tagen ohne extra Dienst.

Ich würde das wahrscheinlich eher in der Schweiz machen, also falls sich da jemand auskennt wäre das interessant, aber mich interessiert auch wie es in Deutschland funktioniert.

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u/norbertog2 — 6 hours ago
▲ 15 r/medizin

ich fühle mich zerrissen.

Guten Tag,

ich fühle mich zerrissen.

Ich bin Facharzt Kardiologie und 37 Jahre alt.

>70% der Weiterbildungszeit war ich auf Kardio-ITS in einem sehr gut ausgestellten modernen voll digitalisierten Krankenhaus.

Ich liebe ITS und Notfälle und ich war sehr gut.

Aufgrund Chefarzt-Wechseln kam ich mit dem neuen Chef nicht zu Recht.

Nun bin ich seit 1 Jahr in einem "alten nicht modernen teilweise immer noch Papier" Krankenhaus als Facharzt und nicht als Oberarzt tätig, wo ITS nicht der Kardiologie gehört sonder Anästhesie.

Deswegen habe ich mich entschieden Elektrophysiologie zu lernen.

ABER

die Lernkurve ist nicht optimal und sehr langsam ! UND ich muss nebenbei Normalstation ca. 10 Pat. betreuen.

Mir ist sicher. Wenn ich Geduld habe, werde ich Elektrophysiologie in 5-6 Jahre beherrsche.

Hier ist das Problem, ich habe überhaupt kein Geduld !

TÄGLICH kommt die Idee, dass ich Elektrophysiologie aufhöre und kehre zurück zu ITS.

Das zweite Problem ist die finanzielle Lage. Das Leben wird teurer und ich will gerne auch Oberarzt werden um mehr Geld zu verdienen.

Ich such Ratschläge.

Liebe Grüße.

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u/redaazzam — 12 hours ago

Frage zu erstem Job: ist das legitim (Kostenlose Einarbeitung?)

Ich hatte letztens ein Vorstellungsgespräch für meine erste Stelle in einer Praxis als Assistenzarzt in der Augenheilkunde. Umso mehr ich über das nachdenken, was zum Gehalt und Berufseinstieg besprochen wurde, umso verwirrter bin ich.

Haltet ihr folgende Regelung für legitim, oder geht es nur darum möglichst günstig eine Arbeitskraft zu bekommen?

Weil man mich bei der KV melden müsse, und das etwas dauert, müsste ich die ersten 2 Wochen hospitieren. Ohne Gehalt natürlich. Sie suchen dringend jemanden. Sobald ich bei der KV gemeldet bin (was auch immer das heißen soll) bekomme ich ein Gehalt von 4200€.

Zum 01.01.2027 soll meine Stelle dann von der KV gefördert werden und ich bekäme nach Tarif 5.800€.

Das die Praxis ohne Förderung keine Lust hat einen kompletten Anfänger nach Tarif zu bezahlen kann ich noch verstehen. Und ob es wirklich erst möglich ist die Stelle ab Anfang nächsten Jahres durch die KV fördern zu lassen klingt für mich auch plausibel.

Aber das man mich erst anstellen/bezahlen kann wenn irgendein Vorgang bei der KV durch ist, klingt für mich sehr nach kostenloser Einarbeitung für den Arbeitgeber.

Sind natürlich alles Fragen die man im Gespräch hätte Stellen sollen, aber da habe ich in dem Moment nicht dran gedacht.

Mich würde eure Einschätzung interessieren ob des normale und legitime Gründe sind, oder der Arbeitgeber ordentlich Geld sparen möchte.

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u/MrMulock — 5 hours ago
▲ 14 r/medizin

Rückkehr nach Deutschland als Kardiologe – realistisch ohne invasive Tätigkeit?

Hallo zusammen,

ich bin Facharzt für Kardiologie mit PhD und überlege aktuell, nach Deutschland zurückzukehren. Ich habe bereits eine deutsche Approbation und habe vor etwa zehn Jahren ungefähr anderthalb Jahre in Deutschland gearbeitet.

In den letzten Jahren habe ich einen recht breiten beruflichen Hintergrund aufgebaut: Ich habe in der Universitätsmedizin gearbeitet, war in der Forschung tätig, habe Erfahrung in der Pharmaindustrie gesammelt und sowohl in kleineren als auch in großen Krankenhäusern gearbeitet. Zusätzlich habe ich mehrere Jahre Erfahrung in der kardiologischen Rehabilitation. Aktuell bin ich als niedergelassener Kardiologe tätig und arbeite ausschließlich im ambulanten Bereich.

Ich beherrsche die Echokardiographie sicher, habe viel Erfahrung mit Holter-EKG, Ergometrie sowie mit Schrittmacherabfragen und einfacher Programmierung. Was ich allerdings nicht mehr machen möchte, sind invasive Eingriffe, intensivmedizinische Tätigkeiten oder belastende Dienste, insbesondere Nachtdienste.

Langfristig stelle ich mir eher eine Tätigkeit in einer kleineren Stadt oder in einer eher ländlichen Umgebung vor.

Mich würde interessieren, wie realistisch es ist, in Deutschland als Oberarzt in der Kardiologie zu arbeiten, ohne invasive Tätigkeiten übernehmen zu müssen. Außerdem frage ich mich, wie die Chancen für ausländische Ärzte stehen, eine Stelle in der kardiologischen Rehabilitation zu bekommen, da mich dieser Bereich sehr interessieren würde.

Ich wäre sehr dankbar für ehrliche Einschätzungen und Erfahrungen.

Vielen Dank!

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u/borosandras — 18 hours ago
▲ 11 r/medizin

MD PhD

Gibt es hier jemanden der seine Erfahrungen zu einem MD PhD teilen könnte? Ich bin aktuell im dritten Assistenzarztjahr und habe die Möglichkeit einen MD-PhD in einer sehr guten Abteilung mit spannender Forschung zu machen. Das Programm geht 4 Jahre mit 2 Jahre 100% Forschung und 2 Jahre 100% Klinik. Ich bin noch etwas hin und her gerissen weil sich dadurch natürlich auch meine Assistenzarztzeit verlängern würde und mein Gehalt für die Zeit halbiert wäre…

Danke für eure Infos!

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u/hiphiphurra1 — 17 hours ago

Facharztausbildung Anästhesie - DE vs. CH

Hallo zusammen :)

Ich mache im Moment mein PJ, hatte mein erstes Tertial in DE in der Anästhesie und bin jetzt fürs 2te in der Schweiz. Mir gefällt es hier sehr gut und auch wenn ich es vorher nicht für möglich gehalten hätte drängt sich bei mir der Gedanke auf, für die Facharztausbildung (und vielleicht sogar darüber hinaus) in der Schweiz zu bleiben.

Über die klassischen Hürden (z.B. Mebeko, Stellensituation an A1-Spitälern), Vorteile und Nachteile (50h-Woche, weniger Arbeitnehmerschutz, etc.) hab ich mich schon informiert.

Was mir allerdings schwer fällt ist die Einschätzung, wo ich die bessere Ausbildung bekommen werde. Mir ist es wichtig ordentlich ausgebildet und geteached zu werden, anstelle einfach reingeschmissen zu werden und ohne große Anleitung zu arbeiten, wie ich es bei den Assistenten in DE leider oft erlebt habe. Auch der Unterschied in der Arbeitsweise (z.B. Aufrechterhaltung der Anästhesie durch die Pflege) würde mich interessieren.

Von daher meine Fragen insbesondere an Anästhesisten, die sowohl in DE als auch der Schweiz gearbeitet haben (aber auch an alle anderen, die Input geben können):

- Habt ihr das Gefühl, dass ihr in der Schweiz besser ausgebildet wurdet? Wo habt ihr mehr Teaching anstelle von "mach mal, klappt schon" bekommen?

- Wie sieht der Arbeitsalltag eines Weiterbildungsassistenten in einer Schweizer Anästhesie aus? Verbringt ihr noch viel Zeit mit Aufrechterhaltung oder seid ihr primär für Einleitung, Ausleitung und Regionalverfahren stechen zuständig? Wie sehr unterscheidet sich das, wenn man besonders kranke vs. junge gesunde Patienten hat?

- Wie viel dürft ihr praktisch selber machen, quasi alles oder wird viel primär von den Oberärzten übernommen?

Falls jemand hier Erfahrungen mit der Anästhesie im Luzerner Kantonsspital hat oder sogar aktuell dort arbeitet, bitte schreibt mir eine PN, zu dem Haus hab ich noch konkretere Fragen :)

Liebe Grüsse und ein schönes Wochenende euch allen!

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u/1_Medizinstudent — 14 hours ago
▲ 9 r/medizin+1 crossposts

Sportmedizin Vereinsbetreeung Kampfsport

Hallo,

Ich überlege die Weiterbildung zum Sportmediziner (in BaWü) zu machen. Da ich meinen Fokus auf Kampfsport richten möchte, würde ich gerne die 120 Studen Vereinsbetreuung auch dort machen. Hat irgendjemand Infos wie so etwas abläuft, also wie genau ich die Zeit dort verbringe oder mir aufschreibe etc. Z.b. könnte ich einfach in einem kleinen Studio für Verletzungen bereitstehen oder zu Turnieren mitkommen?? Würde mich über jeden, auch gerne ausführlichen Bericht, (auch aus anderen Sportarten/Vereinen)freuen

LG

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u/GovernmentTricky5157 — 21 hours ago
▲ 10 r/medizin

Quereinstieg Allgemeinmedizin als Gynäkologin

Hallo liebe Kolleginnnen und Kollegen

Derzeit lerne ich für den Facharzt Gynäkolologie. Ich habe an einem sehr großen Haus über fünf Jahre gearbeitet, durfte chirurgisch viel machen und in der Geburtshilfe bin ich wahrscheinlich auch sehr gut aufgestellt.

Tatsächlich wäre eine Oberarztstelle nach dem Facharzt denkbar.

ABER: leider konnte ich mich mit meinem Fach irgendwie nie so richtig identifizieren. Zudem bin ich teils auch traumatisiert von schlechten Verläufen in der Geburtshilfe. Ich möchte bei solchen Katastrophen nicht involviert sein. Bisher ist der Kelch trotz >500 Geburten glücklicherweise immer an mir vorbeigegangen, aber es natürlich nur eine Frage der Zeit, bis mal wirklich etwas passiert.

Warum Gyn? Hatte mir von Anfang an in den Kopf gesetzt, dass ich etwas „Chirurgisches“ machen möchte (denke, es steckten ein paar Egoprobleme dahinter!). Leider der Knackpunkt - mir macht das Arbeiten im OP einfach keinen Spaß mehr. Ich erwische mich immer häufiger dabei, wie ich anderen den Vortritt lassen möchte.

Außer Acht gelassen habe ich bei der Facharztwahl, dass mir im

Studium am allermeisten die Ansätze in der Allgemeinmedizin zugesagt haben. Famulatur, PJ, Hausarztpraktikum - alles hat mir extrem viel Spaß gemacht und ich denke so gerne an die Zeit damals zurück.

Nun erwäge ich, nach dem Facharzt, den ich in einem halben Jahr machen kann, einen Quereinstieg in die Allgemeinmedizin. Ein Fokus darf ja gerne „Frauengesundheit“ sein.

Eine reine Gynpraxis kann ich mir irgendwie noch schlechter als eine OA Stelle vorstellen. Habe nie so richtig gerne „allgemeine Gynäkologie“ gemacht in den letzten Jahren…

Das ich um eure Meinungen bitten? Plan wäre Quereinstieg Allgemeinmedizin nach dem Facharzt, ggfs. noch eine Rotation in die interdisziplinäre Notaufnahme, um nochmal Wissen der Inneren zu boostern. Bzgl chirurgischer Anteile fühle ich mich sicher, ggfs. könnte ich auch mal noch ein paar Wochen bei einem Orthopäden hospitieren…

Ich bin w, 35 und wir haben eine kleine Tochter (2 Jahre). Ihr möchte ich auch viel mehr gerecht werden. Durch Dienste (und bis zu 3 Wochenenden pro Monat, an denen ich arbeite), kommt das Familienleben oft zu kurz 😥

Ich bin Hauptverdienerin der Familie. Viel weniger als jetzt dürfte ich nicht verdienen bzw. müssten es schon ca 7000 Euro brutto sein nach dem Facharzt. Ist das überhaupt realistisch?

Hat jemand Erfahrungen? Ich bin wirklich äußerst verzweifelt und suche so dringend nach einem Hoffnungsschimmer

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u/Ok_Ferret_3710 — 22 hours ago

Wie schnell Zusage an Uniklinik?

ich war in einer Bewerberrunde mir 3 anderen, es lief gut und es hieß, sie werden sich in den kommenden Tagen melden.

Es sind bereits 3 Tage vergangen. Würdet ihr eher mit einer Absage rechnen? Wird der Favorit noch am selben Tag angerufen und sonst nur die Nachrücker?

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u/Brilliant-Shirt-5479 — 7 hours ago

Zukunftsunsicherheit nach WB

Liebe Kolleg:innen,

ich brauche eure Einschätzung und würde mich über Erfahrungen freuen.

Ich arbeite seit gut einem Jahr in der Neuroradiologie an einer großen Uniklinik. Davor war ich 2 Jahre in der Neurologie an einer anderen Uniklinik und 2 Jahre als Neurologe in einem multidisziplinären MVZ in meinem Herkunftsland. Am zufriedensten war ich ehrlich gesagt im ambulanten Bereich: viele verschiedene Patient:innen am Tag, längere Begleitung, viel Kommunikation und direkte Beteiligung an der Behandlung.

Die Bedingungen an meiner aktuellen Stelle in der Neuroradiologie sind eigentlich gut: nettes Team, 1–3 12/24h-Dienste im Monat und relativ viel Forschungszeit, was mir bei der Stellensuche sehr wichtig war und in der ich gerade einige spannende Projekte betreue. Trotzdem merke ich: Wenn ich an die Zukunft denke (mehr Angios, hochgradige Dienste, eigene Forschungsgruppe etc.), kann ich mir nicht vorstellen, das als FA/OA mein ganzes Berufsleben lang zu machen. Radiologie macht mir insgesamt weniger Spaß als die Neurologie damals, vor allem weil mir der direkte Patientenkontakt fehlt. Gleichzeitig habe ich in der Neurologie mitbekommen, wie belastend die OA-Tätigkeit ist, und das schreckt mich ebenfalls ab.

Eine Kollegin aus der Neuro ist nach dem Facharzt in die Praxis gewechselt und dort sehr zufrieden. Ich selbst habe aktuell keine realistische Möglichkeit, das ambulante Arbeiten in Deutschland zu „schnuppern“, und bin daher unsicher: Klinik/universitäre Laufbahn mit Forschung vs. Praxis/MVZ? Forschung macht mir Spaß, aber der ständige Drittmittelkampf, insbesondere in Kombination mit Vollzeit-Klinik, erscheint mir langfristig sehr anstrengend. Andererseits weiß ich aus meiner MVZ-Zeit, wie spannend und erfüllend es für mich war, viele verschiedene Fälle ambulant zu sehen und Patient:innen über längere Zeit zu begleiten. Gleichzeitig fände ich es schade, kaum noch komplexe Diagnostik und Therapiekonzepte bei schwierigen Fällen zu machen, die ja meist in der Klinik bzw. Spezialambulanzen landen.

Daher meine Fragen an euch:

• Wer von euch stand vor einer ähnlichen Entscheidung zwischen Uniklinik/Forschung und Praxis?

• Wer ist aus der Klinik in die Praxis gegangen – bereut ihr es oder würdet ihr es wieder so machen?

• Was waren im Rückblick eure wichtigsten Argumente pro/contra Praxis vs. Unikarriere?

• Und was würdet ihr persönlich empfehlen: Beine stillhalten, FA Radiologie fertig machen und schauen, ob es mit zunehmender Erfahrung besser wird? Zurück in die Neurologie an eine passendere Uniklinik mit gutem Forschungsschwerpunkt? Oder nach Promotion etc. in die Praxis und die Unis mit ihrem Wettbewerb und teils narzisstischen Chefs einfach hinter sich lassen?

Ich freue mich über jede Erfahrung und Meinung. Sorry für viel Text und Danke!

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u/Dry-Measurement-1354 — 14 hours ago

Finanzielle Mittel Forschungsaufenthalt Schweiz

Ich plane einen 6-monatigen Forschungsaufenthalt in der Schweiz als EU-Bürger und habe kurz ein paar Fragen zum Visum:

Wie hoch ist aktuell der geforderte finanzielle Nachweis ?

Sind 6 Monate problemlos möglich oder wird nur eine 1-Jahres-Bewilligung ausgestellt?

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u/Future-Macaroon-9413 — 15 hours ago

Angst vor Fehlern, bin ich ungeeignet?

Hi! Ich weiß der chat ist für medizin und nicht pharmazie, aber vielleicht sind hier auch ein paar pharmazie-studenten unterwegs bzw ich denke, dass dieses thema auch bei medizin studenten präsen ist

wie geht ihr mit der großen Verantwortung um, die ihr später mal im beruf tragen werdet? Macht ihr euch darüber Gedanken, ob ihr der Verantwortung gewachsen seid? Ich studiere Pharmazie und natürlich habe ich mir über das Thema im Vorhinein auch schon gedanken gemacht, aber irgendwie hat sich in letzter zeit die angst verstärkt, dass mich der beruf deswegen nicht glücklich machen wird...ich bin ein sehr gewissenhafter Mensch, aber halt auch nur ein Mensch...

man muss ja quasi perfekt sein und darf sich keinen fehler erlauben, das lässt mich zweifeln ob ich dem druck gewachsen bin bzw überhaupt geeignet bin für den Beruf, ich steh noch relativ am anfang des Studiums, vielleicht kann wer berichten, ob es mit Wissen und Erfahrung besser wird, also dass man mehr Selbstvertrauen in sein Können hat?

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u/unilife3 — 16 hours ago

Stellensituation Innere NRW

Hi zusammen!

Ich bin aktuell nach einem Jahr Anästhesie auf der Suche nach einer neuen Stelle in der Inneren. Ich würde gerne an ein peripheres Haus und bin leider auf eine Stadt festgelegt, habe auch kein Auto zum pendeln. Hat sich jemand in letzter Zeit in der Inneren im städtischen Bereich in NRW beworben und kann mir sagen, wie so ungefähr die Stellensituation aussieht? Oder hat vielleicht Einblicke in die Personalsituation der eigenen Klinik?

Ich würde mich sehr freuen, danke im Voraus!

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u/let_go_1772 — 9 hours ago
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