Facharztausbildung Anästhesie - DE vs. CH
Hallo zusammen :)
Ich mache im Moment mein PJ, hatte mein erstes Tertial in DE in der Anästhesie und bin jetzt fürs 2te in der Schweiz. Mir gefällt es hier sehr gut und auch wenn ich es vorher nicht für möglich gehalten hätte drängt sich bei mir der Gedanke auf, für die Facharztausbildung (und vielleicht sogar darüber hinaus) in der Schweiz zu bleiben.
Über die klassischen Hürden (z.B. Mebeko, Stellensituation an A1-Spitälern), Vorteile und Nachteile (50h-Woche, weniger Arbeitnehmerschutz, etc.) hab ich mich schon informiert.
Was mir allerdings schwer fällt ist die Einschätzung, wo ich die bessere Ausbildung bekommen werde. Mir ist es wichtig ordentlich ausgebildet und geteached zu werden, anstelle einfach reingeschmissen zu werden und ohne große Anleitung zu arbeiten, wie ich es bei den Assistenten in DE leider oft erlebt habe. Auch der Unterschied in der Arbeitsweise (z.B. Aufrechterhaltung der Anästhesie durch die Pflege) würde mich interessieren.
Von daher meine Fragen insbesondere an Anästhesisten, die sowohl in DE als auch der Schweiz gearbeitet haben (aber auch an alle anderen, die Input geben können):
- Habt ihr das Gefühl, dass ihr in der Schweiz besser ausgebildet wurdet? Wo habt ihr mehr Teaching anstelle von "mach mal, klappt schon" bekommen?
- Wie sieht der Arbeitsalltag eines Weiterbildungsassistenten in einer Schweizer Anästhesie aus? Verbringt ihr noch viel Zeit mit Aufrechterhaltung oder seid ihr primär für Einleitung, Ausleitung und Regionalverfahren stechen zuständig? Wie sehr unterscheidet sich das, wenn man besonders kranke vs. junge gesunde Patienten hat?
- Wie viel dürft ihr praktisch selber machen, quasi alles oder wird viel primär von den Oberärzten übernommen?
Falls jemand hier Erfahrungen mit der Anästhesie im Luzerner Kantonsspital hat oder sogar aktuell dort arbeitet, bitte schreibt mir eine PN, zu dem Haus hab ich noch konkretere Fragen :)
Liebe Grüsse und ein schönes Wochenende euch allen!