






Karriere in der CDU:
Ingo Behnel ist als Spahns Chef-Maskenbeschaffer für Steuerschäden
in Milliardenhöhe mitverantwortlich. Als Konsequenz wurde er zum Staatssekretär im Familienministerium befördert, wo er jetzt Demokratieprojekten die Gelder streicht.
Das Förderprogramm unterstützt Projekte für demokratische Bildung, für Vielfalt und gegen Rassismus. Der aktuelle Umbau des Programms unter Ministerin Karin Prien (CDU) wird als überhastet kritisiert und sorgt in vielen
Initiativen für große Unsicherheit. Als Staatssekretär im Ministerium ist Behnel für den Umbau von „Demokratie leben“ zuständig.
Einer dieser Maskendeals: der 750 Millionen Euro schwere Auftrag an das Unternehmen Emix. Pro Maske erhielt Emix im Durchschnitt 5,58 Euro – ein Wucherpreis zulasten der Steuerzahler*innen. Eingefädelt wurde der Emix-Deal von Andrea Tandler, Tochter eines früheren CSU-Ministers. Sie und ihr Partner kassierten 48 Millionen Euro Provision.
Der Spiegel berichtete auf Basis von internen Chats über eine angeblich enge Beziehung zwischen Tandler und Behnel. Behnel soll demnach eine wichtige Rolle beim Emix-Deal gespielt. Das Gesundheitsministerium weist das allerdings zurück und betont: Behnel habe sich nie für Emix verwendet.
Laut Bericht der Sonderermittlerin Sudhoff wurden 48 % der Emix-Masken als mangelhaft eingestuft, viele wurden nicht rechtzeitig geliefert. Trotzdem erkannte das Ministerium einen Großteil als mangelfrei an und gewährte großzügige Nachlieferfristen. Bei anderen Lieferanten betrieb das Ministerium dagegen großen Aufwand, um nicht zu zahlen.
Ingo Behnel war als Chef-Maskenbeschaffer also mitverantwortlich für Milliardenschäden an den Steuerzahlern und einem beispiellosen Vertrauens-verlust in die Politik. Die Konsequenz? Eine Beförderung zum Staatssekretär im Familienministerium, wo er jetzt Demokratieprojekten die Gelder streicht.
Berichte zur immer noch nicht aufgeklärten Maskenaffäre: https://www.tagesschau.de/investigativ/ndr-wdr/corona-masken-sudhof-bericht-100.html