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Drogenprobleme und Traumata: Neue Studie untersuchte Zusammenhang bei Cannabis und Opioiden
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Drogenprobleme und Traumata: Neue Studie untersuchte Zusammenhang bei Cannabis und Opioiden

Es ist lange bekannt, dass Menschen mit mehr traumatischen Erfahrungen auch mehr psychoaktive Substanzen/Genussmittel/Drogen konsumieren: das heißt, oft mehrere Mittel aber auch in höheren Mengen. Stärkerer Konsum führt häufiger zu unerwünschten Wirkungen.

Für diese neue Studie untersuchten US-Forscher, vor allem vom Center for Disease Control and Prevention in Atlanta, den Zusammenhang dieser beiden Faktoren: Wie viele der unerwünschten Wirkungen lassen sich statistisch durch traumatische Erfahrungen erklären? Letztere wurden hier als belastende Kindheitserfahrungen (Adverse Childhood Experiences, ACEs) erhoben.

Dafür wurden die Daten von rund 25.000 Erwachsenen aus den US-Bundesstaaten Arizona und Massachusetts ausgewertet. Neben Cannabiskonsum stand auch der in den USA stärker verbreitete, doch auch in Europa zunehmende Konsum von Opioiden im Fokus.

Von den 25.000 Personen gaben 18% an, Cannabis nicht-medizinisch zu verwenden, 6% Opioide und 2% beides. Diejenigen, die unerwünschte Wirkungen angaben, hatten fast immer zwei oder mehr belastende Kindheitserfahrungen (89%, 82%, 84% für die drei genannten Gruppen).

Im Ergebnis berichten die Forscherinnen und Forscher, dass 63% der unerwünschten Wirkungen bei den Cannabiskonsumierenden und 64% bei den Opioid-Konsumierenden auf belastende Kindheitserfahrungen zurückgeführt werden können. Daher ziehen das Fazit:

>"Die Vermeidung von belastenden Kindheitserfahrungen könnte die substanzbedingten Schäden im Erwachsenenalter erheblich reduzieren." (Aslam et al., 2026)

Meiner Meinung nach folgt daraus auch eine wichtige Konsequenz für die Therapie und Drogenpolitik: Strafen treffen vor allem diejenigen, die ohnehin schon schlechtere Startbedingungen im Leben haben; bei der Therapie von Substanzkonsum sollte an das Vorliegen traumatischer Erfahrungen gedacht werden.

Einschränkung: Die Studie liefert, wie fast immer, keinen 100% Beweis einer Ursache-Wirkungs-Beziehung. Aber der Zusammenhang liegt nahe. Und natürlich werden damit nicht 100% der Probleme beim Substanzkonsum auf frühere belastende Erfahrungen zurückgeführt, doch ein großer Teil von ihnen.

Quelle (open access): Aslam, M. V., Rooks-Peck, C., Florence, C., Barnett, S. B. L., Gaffney, C., & Swedo, E. A. (2026). Adverse Effects of Non-Medical Use of Cannabis or Opioids Associated with Adverse Childhood Experiences. International Journal of Environmental Research and Public Health, 23(5), 574.

u/Stephan_Schleim — 3 days ago
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„Weniger problematischer Cannabiskonsum, weniger Schlafstörungen und weniger Angstsymptome meldeten die Teilnehmenden der Studie «Züri Can – Cannabis mit Verantwortung». Körperliche Beschwerden hätten ebenfalls abgenommen, berichteten sie, weshalb sie seltener Ärztinnen und Ärzte aufsuchten. Und: Die Werte für Depressionen und allgemeine chronische Gesundheitsprobleme seien stabil geblieben, teilte die Stadt Zürich am Dienstag mit.

Die Forschenden der Universität Zürich führen die Verbesserungen auf die begleitenden Massnahmen zur Schadensminderung zurück. Dazu zählen die individuelle Beratung durch Fachpersonal, klare THC-Grenzwerte und strikte Kauflimiten.

Die Ergebnisse würden darauf hinweisen, dass der legale Zugang dazu beitragen könne, bestehenden Konsum risikoärmer zu gestalten“ […].

„Mehr als 3100 erwachsene Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben im Rahmen der Studie Cannabisblüten und -harz mit klar definierten THC-/CBD-Konzentrationen über diesen legalen und kontrollierten Weg bezogen.

Die Ergebnisse würden wichtige empirische Grundlagen für die aktuelle Diskussion um das geplante Cannabisproduktegesetz (CanPG) liefern. «Cannabis ist ungesund, aber der Konsum eine Realität. Regulierung stärkt den Gesundheitsschutz und den Jugendschutz deutlich und entzieht dem Schwarzmarkt den Boden», wird Stadtrat und Gesundheitsvorsteher Andreas Hauri (GLP) in der Mitteilung zitiert. Bisher war geplant, die Studie, die 2023 startete, bis 2026 durchzuführen.

Der Zürcher Stadtrat beantragte letztes Jahr die Verlängerung des Cannabis-Verkaufs bis 2028. Der Versucht läuft auch vor dem Hintergrund von Diskussionen auf Bundesebene. Voraussichtlich wird das Parlament 2027 über das Bundesgesetz über Cannabisprodukte entscheiden.“

__________________________

—> https://www.swissinfo.ch/ger/konsumierende-der-zürcher-cannabis-studie-schlafen-besser/91365391?nab=1

u/Aight1337 — 7 days ago
▲ 22 r/weedmob

Fakenews: FAZ

„Der hessische Innenminister Roman Poseck (CDU) findet klare Worte: Die Teillegalisierung von Cannabis sei „ein Fehler, der uns als Gesellschaft geschadet hat“. Das ist eine Aussage, die man in dieser Vehemenz stehen lassen kann oder auch nicht – aber man kann sie nicht einfach ignorieren. Denn Poseck steht mit dieser Einschätzung nicht allein. Die Innenministerkonferenz unter Führung von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hat das Thema ganz oben auf die Tagesordnung gesetzt. Und auch im polizeilichen Alltag mehren sich die Stimmen, die von einem Gesetz berichten, das mehr Probleme schafft, als löst.

Die Polizei ächzt unter dem bürokratischen Aufwand, den das Cannabisgesetz mit sich bringt. Abstandsgebote nachmessen, Mengen prüfen, legal von illegal unterscheiden – das kostet Zeit und Personal. Dazu kommt die unbequeme Wahrheit, dass der Schwarzmarkt keineswegs verschwunden ist, wie es die frühere Ampelkoalition im Bund als Konsequenz aus der umstrittenen Haschischfreigabe verheißen hatte. Im Gegenteil: Kriminelle nutzen die legalen Grauzonen zur Tarnung. Und im Straßenverkehr steigt die Zahl der Fahrten unter Cannabiseinfluss – ein Sicherheitsrisiko, das besonders in Kombination mit Alkohol schwer kalkulierbar ist.
Schwarzmarkt nicht ausgetrocknet
Man muss kein Prohibitionist sein, um diese Argumente ernst zu nehmen. Wer sie als bloße Rhetorik unverbesserlich altmodischer Politiker abtut, macht es sich zu leicht. Denn die Frage stellt sich mit zunehmender Dringlichkeit: Wenn so viele Sicherheitspolitiker – von der Landes- bis zur Bundesebene – an der Grundlage dieser Entscheidung zweifeln, warum wird sie dann nicht korrigiert?
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Die Antwort lautet in der Regel: politische Kosten. Eine Rücknahme käme einem Eingeständnis gleich, das kein Politiker gern macht. Doch genau das wäre jetzt gefragt, nicht als Niederlage, sondern als Zeichen politischer Reife. Gesetze sind kein Selbstzweck. Sie müssen sich an der Realität messen lassen, und wenn diese Messung unbequeme Ergebnisse liefert, muss nachgesteuert werden.

Die Innenministerkonferenz hat konkrete Schritte gefordert: niedrigere Besitzmengen, strengere Auflagen für Cannabis Social Clubs, mehr Konsumverbotszonen. Das sind keine weltfremden Forderungen, sondern pragmatische Korrekturen an einem Regelwerk, das in seiner jetzigen Form offenkundig nicht funktioniert.
Cannabis gehört auf Wiedervorlage. Nicht um eine ideologische Debatte neu zu entfachen, sondern um eine sachliche Bilanz zu ziehen. Die Politik hat die Pflicht und die Verantwortung, das zu tun – auch wenn es unbequem ist.“

archive.is
u/Julz-Rulz — 2 days ago
▲ 24 r/weedmob

Die BÄK will auf dem Ärztetag eine Rücknahme der Teillegalisierung beschließen lassen

Die Niedersächsische Ärztekammer hat den Antrag eingereicht. Wie einflussreich sind solche Beschlüsse der Ärztekammern bzw. der Bundesärztekammer? Ich mache mir etwas Sorgen, dass die SPD sich davon umstimmen lässt bzw. Warken sich genötigt sieht, schnell zu handeln und einen Gesetzentwurf zur Rücknahme vorzulegen ähnlich wie bei den MedCan-Verschärfungen nach der GMK letztes Jahr.

130daet.baek.de
u/SunnySnuser — 2 days ago
▲ 2 r/weedmob+3 crossposts

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u/TSBsmallbuds_com — 5 days ago
▲ 49 r/weedmob

Da der Artikel von RP-Online mittlerweile hinter einer Paywall steckt, hier noch eine alternative Version: Neuss soll ein Fachgeschäft für Cannabis bekommen – Europe Says


Geplanter Cannabis-Shop in Neuss für Forschungszwecke:

In Neuss planen Experten, einen Cannabis-Shop zu eröffnen, dessen Kunden gleichzeitig an einer wissenschaftlichen Studie teilnehmen werden. Ziel des Projekts ist es, den legalen Konsum von Cannabis zu erforschen.

  • Ein Team von Fachleuten möchte in der Neusser Innenstadt einen Cannabis-Shop eröffnen.
  • Kunden, die den Shop besuchen, müssen sich registrieren und regelmäßig Fragebögen ausfüllen und sind damit Teil einer Studie.
  • Die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf unterstützt das Projekt, indem sie die Datenerhebung übernimmt.
  • Die Forschung soll helfen, den Schwarzmarkt zu reduzieren, die gesundheitliche Prävention zu fördern und die öffentliche Debatte über Cannabis zu versachlichen.
  • Mögliche Forschungsfragen beinhalten: Erhöht sich der Konsum bei legaler Verfügbarkeit? Gibt es Unterschiede zwischen Alters- und Geschlechtergruppen? Wie verändert sich der Konsum anderer Drogen?
  • Es sind Erfahrungen aus Ländern wie den USA und Kanada vorhanden, die jedoch nicht direkt auf Deutschland übertragbar sind.
  • Der Zeitraum für das Projekt wird auf fünf Jahre geschätzt.
  • Die Experten suchen Unterstützung von der Politik und haben erste Gespräche mit der SPD geführt.
  • Cannabis kann in Deutschland seit der Teillegalisierung auf zwei Arten konsumiert werden: Selbstanbau (maximal drei Pflanzen) oder durch Cannabis Social Clubs (CSC).
  • Der CSC Neuss hat bereits begonnen, Cannabis anzubauen, und hat aktuell 230 Mitglieder.

Das geplante Fachgeschäft in Neuss vereint den Konsum von Cannabis mit wissenschaftlicher Forschung, um wichtige Fragen zum legalen Konsum zu klären und die Auswirkungen auf Gesellschaft und Gesundheit zu untersuchen.

u/Yo24hua-Base — 9 days ago
▲ 0 r/weedmob+1 crossposts

Servus Leute,
ich habe ein paar Fragen an euch.

Ich würde liebend gerne zum Alkohol auf Wiedersehen sagen und stattdessen am Wochenende max. 1 Gramm rauchen. Jedoch bin ich 24 Jahre alt und noch 1 Jahr in der Probezeit… bedeutet in Zukunft könnte es problematisch werden da ich über diese 3,5 ng komme.
Ich möchte nicht bekifft Auto fahren, ich möchte einfach nach einem harten Wochenende, mir gerne ein rauchen und chillen.
Zudem muss ich sagen ich fange hier nicht mit dem kiffen an, sondern ich stell es nur ein weil ich meinen Lappen nicht verlieren will.
( was ich sagen möchte, ich besitze genügend Verantwortung und Disziplin um zu kiffen.)

Zu meinen Fragen:

Gibt es unter euch Leute die wissen wie man kiffen kann ohne den Führerschein zu gefährden?

Kann man Cannabis-Patient werden ohne diesen langen Weg zu gehen? (Tabletten,Therapien usw.)

Schönes Wochenende und danke für jede hilfreiche Information :)

reddit.com
u/Immediate-Magazine43 — 12 days ago
▲ 25 r/weedmob+1 crossposts

Zusammenfassung – Auswirkungen der geplanten Erstattungskürzung für Cannabisblüten:

Die Bundesregierung plant, die Erstattung von Cannabisblüten durch gesetzliche Krankenkassen abzuschaffen, um jährlich über 100 Millionen Euro zu sparen. Dies könnte negative Folgen für schwerkranke Patienten haben, die auf diese Behandlung angewiesen sind.

  • Kürzung der Erstattung: Zukünftig sollen nur noch Cannabis-Extrakte und Fertigarzneimittel erstattet werden, während Patienten für Cannabisblüten selbst bezahlen müssen.
  • Finanzielle Belastung: Für schwerkranke Menschen kann dies eine enorme finanzielle Belastung darstellen, da die Kosten für Blüten oft hoch sind.
  • Stellungnahme des DHV: Der Deutsche Hanfverband (DHV) hat die vorgeschlagene Änderung kritisiert und erklärt, dass die prognostizierten Einsparungen nicht realistisch sind. Cannabisblüten sind in der Regel günstiger als Extrakte. Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen teilt diese Bedenken.
  • Politische Gespräche: Der DHV führt Gespräche mit Politikern, um die Gefahren einer Streichung der Kostenübernahme zu betonen.

Gesetzesrahmen:

Im GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz sind neben der Streichung der Kostenübernahme für Cannabisblüten auch viele weitere bedeutende Änderungen enthalten, die umfassende Auswirkungen auf das Gesundheitssystem haben könnten.

Was ihr tun könnt:

Betroffene Patienten sollen ermutigt werden, persönliche Geschichten und Erfahrungen an ihre Bundestagsabgeordneten zu schreiben, um die Bedeutung der Kostenübernahme zu verdeutlichen. Dabei soll darauf geachtet werden, dass lokale Bezüge zu den Abgeordneten hergestellt werden.

Eine Liste der Kontakte von CDU, CSU und SPD-Abgeordneten ist auf der Seite des DHV ebenfalls vorhanden, um das Schreiben zu erleichtern.

u/Yo24hua-Base — 6 days ago

An einer Berliner Universität läuft aktuell eine Online-Studie dazu, wie Menschen 🥦 im Alltag, in Beziehungen und im persönlichen Erleben wahrnehmen. Gefragt wird nach persönlichen Einschätzungen und (phänomenologisch-qualitativen) Erfahrungen.

Gesucht werden Personen ab 18 Jahren, die selbst 🥦 konsumieren – aber sonst keine anderen Substanzen oder Medikamente regelmäßig nutzen (Ausnahmen: Nikotin und Alkohol im geringen Ausmaß). Auch Personen, die nicht regelmäßig sondern eher gelegentlich konsumieren, können teilnehmen.

Dauer: 20-30 Minuten
Wer möchte, kann danach eine Aufwandsentschädigung von 8 € bekommen. Alternativ kann man natürlich auch einfach so teilnehmen, und die Forschung an dem Thema unterstützen.

Unter dem Link im Kommentar gibt es weitere Informationen zur Studie und den Teilnahmevoraussetzungen.

reddit.com
u/DirtyCocoabean — 10 days ago
▲ 14 r/weedmob

An der Maastricht University untersuchen wir, wie Cannabis verschiedene Symptome beeinflusst.

Egal, ob es sich um Schmerzen, Angstzustände, Schlafprobleme oder andere Beschwerden handelt – Eure Erfahrungen sind wichtig! Die Umfrage dauert 10–30 Minuten und wurde von unserer Ethikkomission genehmigt.

Unterstützt uns dabei, mehr mehr wissenschaftliche Erkenntnisse über dieses Thema zu gewinnen!

Für mehr Informationen und Teilnahme: https://maastrichtuniversity.eu.qualtrics.com/jfe/form/SV_bPjuH5TOeCIAhMO

Vielen Dank!

PS: Die Umfrage ist auf Englisch

reddit.com
u/Maas_Psychedelica — 9 days ago