u/ManyBeyond1397

Hi zusammen,

ich stehe gerade an einem Punkt in meiner Karriere, an dem ich nicht so richtig weiß, wie es weitergehen soll, und würde mich über ehrliche Einschätzungen und Erfahrungen freuen.

Zu mir:

- 32 Jahre alt

- Bachelor in BWL (duales Studium, inkl. Auslandssemester)

- Seit Ende 2018 im B2B-Vertrieb (Medien-/Marketingbranche)

- Großteils Außendienst (klassischer „Hunter“), ca. 1,5 Jahre auch im Vertriebsinnendienst

- Aktuell: Senior Vertriebsposition

Gehalt & Rahmen:

- Ca. 86.000 € brutto im letzten Jahr (inkl. Dienstwagen)

- Sehr hoher variabler Anteil (nur ca. 40 % Fixum)

- Starke Schwankungen: von >10k in guten Monaten bis ~3,5k in schwachen

- Arbeitszeit im Schnitt eher entspannt (~30h/Woche)

Aktuelle Situation:

- Unternehmen entwickelt sich negativ (Benefits werden gestrichen, Ziele steigen, Ton wird rauer, viele kündigen)

- Keine realistische Perspektive auf eine Führungsposition intern

- Das variable Gehalt stresst mich zunehmend

- Ich habe ehrlich gesagt keine große Lust mehr auf viel Kaltakquise (aktuell ca. 80% Neukunden)

Mein Problem:

Ich habe das Gefühl, in einem „goldenen Käfig“ zu sitzen.

Einerseits ist das Gehalt (potenziell) gut, andererseits:

- möchte ich mehr Planbarkeit und Stabilität

- weniger Kaltakquise und Druck

- langfristig eine Entwicklungsperspektive (z. B. Richtung Führung)

Ich wäre auch bereit, etwas weniger zu verdienen, wenn es dafür stabiler und nachhaltiger ist. Was mir jedoch wichtig wäre ist ein Dienstwagen, ich denke ein Blick auf die Spritpreise ist Erklärung genug.

Was ich aktuell überlege:

  1. Key Account Management

Mehr Kundenbetreuung und Ausbau mit kleinere. Akquiseanteil

  1. Teamleiter Vertrieb

    → Problem: keine offizielle Führungserfahrung

    → Wie realistisch ist ein externer Einstieg?

  2. Area Sales / Bezirksleiter (z. B. FMCG)

    → Klingt spannend, aber ich habe Zweifel beim Gehalt

Was ich suche:

- Weniger „Hunter“-Rolle, mehr Kundenentwicklung

- Stabileres Gehalt (weniger variable Schwankungen)

- Perspektivisch Entwicklung Richtung Führung

- Gute Work-Life-Balance (kein Übernachten, regional wäre ideal)

Meine Fragen an euch:

Welcher Bereich/Rolle wäre für einen Wechsel naheliegend in Bezug auf die aktuelle Vita?

Ist Key Account wirklich „entspannter“ oder einfach nur anders stressig?

Wie realistisch ist eine Teamleiterstelle ohne direkte Führungserfahrung?

In welche Branchen könnte man mit meinem Background gut wechseln?

Ich freue mich über ehrliche Meinungen und Erfahrungen, sehr gerne auch kritisch.

Danke euch! :)

reddit.com
u/ManyBeyond1397 — 15 days ago

Hallo zusammen,

ich hätte gerne mal eine Einschätzung von euch zu einem Ausschnitt aus meinem Zwischenzeugnis (siehe Bild).

Kurz zu mir:

Ich arbeite seit ca. 7,5 Jahren im Vertrieb im gleichen Unternehmen, davon etwa 1,5 Jahre im Innendienst und rund 6 Jahre im Außendienst.

Ich habe meine Ziele über die Jahre hinweg immer übertroffen.

Beispiele:

2024: 106 % Zielerreichung

2025: 176 % Zielerreichung

Auch in den Jahren davor habe ich konstant überperformt. Aktuell (seit Anfang diesen Jahres) hänge ich meinen Zielen allerdings etwas hinterher.

Jetzt zu meiner Frage:

Ich habe den Zeugnis-Ausschnitt mal durch zwei KIs gejagt und bekomme komplett unterschiedliche Einschätzungen:

Claude: eher 2- bis 3+

ChatGPT: eher 2+

Vor allem dieser Satz scheint entscheidend zu sein:

„stets zu unserer vollen Zufriedenheit … und entspricht unseren Erwartungen in jeder Hinsicht gut“

Wie würdet ihr das nach klassischer Zeugnissprache bewerten?

Würdet ihr an meiner Stelle versuchen, Formulierungen anzupassen?

Mir geht’s vor allem darum zu verstehen, wie das Ganze bei einem potenziellen neuen Arbeitgeber ankommt.

Danke euch :)

u/ManyBeyond1397 — 15 days ago

Hallo zusammen,

ich (M32) stehe vor einer komplexen Situation und würde gerne Meinungen und Erfahrungen hören.

Meine Eltern besitzen eine abbezahlte Doppelhaushälfte in NRW (BJ Mitte 80er, aktueller Marktwert ca. 400.000–450.000 €) und möchten sie mir in den nächsten Wochen per notarieller Schenkung übertragen. Ich gehe davon aus, dass ich mit meiner Verlobten (bis dahin Ehefrau) in den kommenden 10 Jahren dort einziehen werde.

Ich werde als Eigentümer ins Grundbuch eingetragen, meine Eltern erhalten ein lebenslanges Nießbrauchrecht.

Soweit so gut.

Das Problem: Meine Eltern möchten eine Klausel ins Grundbuch eintragen lassen, nach der das Haus im Falle meines Todes an eine dritte Person geht – nennen wir sie „meine Schwester” (W Mitte 30).Sie ist weder leiblich noch offiziell adoptiert verwandt mit mir, lebt aber seit gut 20 Jahren bei meinen Eltern. Sie verdient ca. 2.600 € netto, hat keine Ersparnisse und kein eigenes Vermögen. Sie wird definitiv keine Partnerschaften in ihrem Leben eingehen und dadurch immer Alleinverdienerin bleiben. Sobald meine Eltern mal nicht mehr sein sollten, wird sie sich dementsprechend eine eigene Wohnung anmieten.

Ich sehe mehrere ernste Probleme mit dieser Konstruktion und frage mich, ob ich falsch liege:

Problem 1 – Erbschaftssteuer: Da meine Schwester keine anerkannte Verwandte ist, fällt sie in Steuerklasse III mit nur 20.000 € Freibetrag. Bei einem Hauswert von 425.000 € würde das eine Erbschaftssteuer von ca. 120.000 € bedeuten, die sie mit ihrem Einkommen schlicht nicht stemmen kann.

Sie müsste das Haus notverkaufen.

Problem 2 – Bankfinanzierung: Ich plane, das Haus für ca. 150.000-200.000 € zu renovieren (Dach, PV-Anlage, Heizung, Bäder etc.). Ein Rückfallrecht im Grundbuch dürfte die Kreditwürdigkeit bzw. den Zinssatz erheblich verschlechtern, weil das Haus für die Bank keine vollwertige Sicherheit mehr darstellt. Liege ich da richtig?

Problem 3 – Meine zukünftige Frau: Ich bin verlobt. Meine Verlobte und meine Eltern verstehen sich leider nicht gut, was ehrlich gesagt auch (so vermute ich) ein wesentlicher Grund für diese Rückfallklausel ist.

Wenn das Haus per Grundbucheintrag nach meinem Tod an meine Schwester übergeht, ist es aus dem Nachlass herausgelöst – meine Frau hätte keinen Pflichtanteilsanspruch daran. Damit geht sie bei der Immobilie komplett leer aus, was ich ihr gegenüber für unfair halte.

Dazu kommt, dass wir wie gesagt planen dort einzuziehen und größere Modernisierungen vornehmen möchten. Somit droht die Gefahr, dass sie im Falle meines Todes das Haus in dem sie wohnt verlieren würde oder als plötzliche Alleinverdienerin Mietkosten hätte, die sie alleine nicht tragen könnte.

Zudem würde sie gemeinsam mit mir den Renovierungskredit abbezahlen. Somit würde sie eine erhebliche Summe in das Haus investieren und stände ggf. am Ende mit nichts (bezogen auf die Immobilie) dar.

Noch schlimmer wäre es natürlich, wenn der Kredit zum Zeitpunkt meines Ablebens nicht vollständig getilgt wäre. Dann hätte sie zusätzlich noch die Schulden am Hals.

Meine Fragen:

•	Habe ich die rechtlichen und steuerlichen Konsequenzen korrekt eingeschätzt?

•	Welche Alternativen gibt es, um meine Schwester trotzdem abzusichern, ohne meine Frau zu benachteiligen? (Mein erster Gedanke: Risikolebensversicherung zugunsten der Schwester)

•	Hat jemand Erfahrung mit solchen Konstruktionen und kann sagen, wie Banken damit umgehen?

Ich möchte weder meine Eltern gegen mich aufbringen noch meine zukünftige Frau benachteiligen.

Mir ist auch wichtig zu erwähnen, dass meine Schwester und ich ein gutes Verhältnis haben. Ich werde immer für sie da sein und sie finanziell unterstützen, sollte sie Hilfe benötigen. Sie wird im Erbe meiner Eltern definitiv bereits anderweitig berücksichtigt, ich finde eben nur diese Rückfallklausel sehr problematisch.

Vielen Dank vorab für eure Einschätzungen.

reddit.com
u/ManyBeyond1397 — 18 days ago

Hallo zusammen,

ich (M32) stehe vor einer komplexen Situation und würde gerne Meinungen und Erfahrungen hören.

Meine Eltern besitzen eine abbezahlte Doppelhaushälfte in NRW (BJ Mitte 80er, aktueller Marktwert ca. 400.000–450.000 €) und möchten sie mir in den nächsten Wochen/Monaten per notarieller Schenkung übertragen. Ich gehe davon aus, dass ich mit meiner Verlobten (bis dahin Ehefrau) in den kommenden 10 Jahren dort einziehen werde.

Ich werde als Eigentümer ins Grundbuch eingetragen, meine Eltern erhalten ein lebenslanges Nießbrauchrecht.

Soweit so gut.

Das Problem: Meine Eltern möchten eine Klausel ins Grundbuch eintragen lassen, nach der das Haus im Falle meines Todes an eine dritte Person geht – nennen wir sie „meine Schwester” (W Mitte 30).Sie ist weder leiblich noch offiziell adoptiert verwandt mit mir, lebt aber seit gut 20 Jahren bei meinen Eltern. Sie verdient ca. 2.600 € netto, hat keine Ersparnisse und kein eigenes Vermögen. Sie wird definitiv keine Partnerschaften in ihrem Leben eingehen und dadurch immer Alleinverdienerin bleiben. Sobald meine Eltern mal nicht mehr sein sollten, wird sie sich dementsprechend eine eigene Wohnung anmieten.

Ich sehe mehrere ernste Probleme mit dieser Konstruktion und frage mich, ob ich falsch liege:

Problem 1 – Erbschaftssteuer: Da meine Schwester keine anerkannte Verwandte ist, fällt sie in Steuerklasse III mit nur 20.000 € Freibetrag. Bei einem Hauswert von 425.000 € würde das eine Erbschaftssteuer von ca. 120.000 € bedeuten, die sie mit ihrem Einkommen schlicht nicht stemmen kann.

Sie müsste das Haus notverkaufen.

Problem 2 – Bankfinanzierung: Ich plane, das Haus für ca. 150.000-200.000 € zu renovieren (Dach, PV-Anlage, Heizung, Bäder etc.). Ein Rückfallrecht im Grundbuch dürfte die Kreditwürdigkeit bzw. den Zinssatz erheblich verschlechtern, weil das Haus für die Bank keine vollwertige Sicherheit mehr darstellt. Liege ich da richtig?

Problem 3 – Meine zukünftige Frau: Ich bin verlobt. Meine Verlobte und meine Eltern verstehen sich leider nicht gut, was ehrlich gesagt auch (so vermute ich) ein wesentlicher Grund für diese Rückfallklausel ist.

Wenn das Haus per Grundbucheintrag nach meinem Tod an meine Schwester übergeht, ist es aus dem Nachlass herausgelöst – meine Frau hätte keinen Pflichtanteilsanspruch daran. Damit geht sie bei der Immobilie komplett leer aus, was ich ihr gegenüber für unfair halte.

Dazu kommt, dass wir wie gesagt planen dort einzuziehen und größere Modernisierungen vornehmen möchten. Somit droht die Gefahr, dass sie im Falle meines Todes das Haus in dem sie wohnt verlieren würde oder als plötzliche Alleinverdienerin Mietkosten hätte, die sie alleine nicht tragen könnte.

Zudem würde sie gemeinsam mit mir den Renovierungskredit abbezahlen. Somit würde sie eine erhebliche Summe in das Haus investieren und stände ggf. am Ende mit nichts (bezogen auf die Immobilie) dar.

Noch schlimmer wäre es natürlich, wenn der Kredit zum Zeitpunkt meines Ablebens nicht vollständig getilgt wäre. Dann hätte sie zusätzlich noch die Schulden am Hals.

Meine Fragen:

•	Habe ich die rechtlichen und steuerlichen Konsequenzen korrekt eingeschätzt?

•	Welche Alternativen gibt es, um meine Schwester trotzdem abzusichern, ohne meine Frau zu benachteiligen? (Mein erster Gedanke: Risikolebensversicherung zugunsten der Schwester)

•	Hat jemand Erfahrung mit solchen Konstruktionen und kann sagen, wie Banken damit umgehen?

Ich möchte weder meine Eltern gegen mich aufbringen noch meine zukünftige Frau benachteiligen.

Mir ist auch wichtig zu erwähnen, dass meine Schwester und ich ein gutes Verhältnis haben. Ich werde immer für sie da sein und sie finanziell unterstützen, sollte sie Hilfe benötigen. Sie wird im Erbe meiner Eltern definitiv bereits anderweitig berücksichtigt, ich finde eben nur diese Rückfallklausel sehr problematisch.

Vielen Dank vorab für eure Einschätzungen.

reddit.com
u/ManyBeyond1397 — 18 days ago