r/hundeschule

Ich will meine Hündin nicht mehr haben

Anonym aus Gründen.

Das wird jetzt etwas länger.

Meine Hündin (wahrscheinlich was mit Schäferhund mix) ist 2020 im Dezember geboren und kam 2021 mit ca 7 Monaten aus Rumänien zu mir.

Sie wurde lediglich als etwas schüchtern beschrieben. Hier stellte sich aber raus, dass sie ein absoluter Angsthund ist. Ich dachte mir ich schaffe das, ich wollte sie haben also arbeiten wir dran.

4 Wochen hat sie sich in einem Regal versteckt, kam wenn nur nachts raus, hat gebissen wenn man versucht hat sie anzufassen, das volle Program. Mir hat damals eine Hundetrainerin geraten sie zur not auch gewaltsam aus dem Regal zu holen, den Platz zu versperren nur noch aus der Hand füttern und mit 3-facher Sicherung nach draussen zu gehen. Sie quasi einfach zu allem Zwingen. Gesagt getan. Ich wurde natürlich gebissen und sie fand alles richtig scheisse aber danach wurd es etwas besser.

Ich habe sie bestimmt 4 Monate nur aus der Hand gefüttert. An Hundeschule oder anderweitige Vergesellschaftungen mit Menschen oder Tieren war überhaupt nicht zu denken aufgrund ihrer Angst.

Ich hatte somit auch immer nur vereinzelt Hilfe von unterschiedlichen Trainern.ö

Draussen war sie so gestresst, dass sie fast nur im Kreis gerannt ist und erst nach ca 5 Monaten wurd es so, dass sie "normal" gelaufen ist.

Sie ist aber nie verträglich mit anderen Hunden oder mit Menschen geworden. Es gab leichtere Beisvorfälle und in allen Lebensbereichen irgendwie nur Stress. Sie ist absolut reaktiv, bleibt nicht gut alleine und hat total einen eigenen Kopf. Sie hat kein Interesse an aportieren, zerlegt alles an Spielzeug und versuche mit dem Futterbeutel o.ä zu trainieren interessiert sie nicht, sie bleibt da einfach nicht am Ball.

Durch ihre Angst und ihr ausweichen allen anderen gegenüber wurde uns immerwieder von insgesamt 3 Trainern geraten ihr einen sehr Souveränen Rüden an die Seite zu stellen, an dem Sie sich orientieren kann und der ihr Sicherheit gibt.

Im letzten Jahr hat sich unsere Wohnsituation geändert und wir konnten das Vorhaben mit dem zweiten Hund endlich umsetzen.

Dieser Hund ist ein Traum. Super gelassen, total gefestigt lieb und süß und je mehr er sich zu einem tollen Hund entwickelt desto weniger kann ich mit meiner Hündin anfangen. Mir fällt auch jetzt im täglichen Vergleich auf was für eine Hexe sie eigentlich ist und wie eigensinnig und bitchig. Die Hunde verstehen sich an sich Prima aber manche ihrer sowie schon schlechten Eigenarten haben sich total verstärkt.

Ich würde sie am liebsten abgeben, bringe es aber einfach nicht übers Herz. Ich vermute, dass sie eine Unvermittelbare werden würde.

Ich weiss nicht so recht was ich tun soll, nur das ich so nicht mehr weitermachen will.

Ich erhoffe mir einfach ein paar Meinungen, Sichtweisen und Input aus der Bubble hier.

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u/Ok_Relief_6368 — 10 hours ago

Reisen mit Hund

Hi zusammen,

ich bin bisher noch nie alleine mit Hund gereist.

Die Frage die ich mir stelle ist: Wie geht man mit den Toilettenpausen um? Also die für den Menschen.

Ich kann den Hund ja währenddessen nicht im Sommer im Auto lassen. Und auf Toilette mitnehmen könnte je nach Toilette auch schwierig/dreckig werden.

Wie handhabt ihr das?

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u/Alternative_Bear_976 — 8 hours ago

Sind manche Hunde wirklich nie krank?

Hallo,

wir haben nun seit 2 Jahren unseren ersten eigenen Hund, einen Airedale Terrier. Er eigentlich ein gesunder, normalgewichtiger Hund, aber wir sind schon alle 3-4 Monate mal beim Tierarzt, weil irgendwas ist.

Einmal war es eine entzündete Pfote, die er sich an einem Fels aufgerissen hatte. Einmal ein Bienenstich im(!) Auge und der Stachel musste in der Tierklinik entfernt werden. Aktuell haben wir "Spaß" mit Parasiten. Obwohl das ziemlich eindeutig war, mussten wir für den Kottest und Medikamente natürlich auch zum Tierarzt. Das waren die letzten 6 Monate.

Dann treffe ich Leute in der Hundeschule, die mir allen Ernstes erzählen, dass sie immer nur zum Impfen zum Tierarzt gehen, ihr Hund wäre ja erst 5 und eine gesunde Rasse. Bamm...

Woher kommt das? Gehen die Leute nicht mit ihren Hunden raus und reduzieren so das Verletzungsrisiko? Anders kann ich mir das nicht erklären.

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u/Fit-Vegetable-9286 — 14 hours ago

Was füttert ihr eurem Hund?

Welches Futter kauft ihr oder was kocht ihr?

Ich kaufe immer das" Premium Nassfutter" von den Supermarkt Eigenmarken, aber mein Hund verträgt es irgendwie nicht mehr gut.

Muss mich dringend umorientieren. Leider verträgt er auch kein Huhn.

Danke im Vorraus!n

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u/honeylipstick — 10 hours ago

Mein Hund hasst es, seine Krallen geschnitten zu bekommen. Was kann ich machen?

Wie der Titel schon sagt scheut sich mein Hund sehr davor, wenn ich ihm die Krallen schneiden möchte. Habt ihr ähnliche Probleme erlebt? Was kann ich machen, damit er die scheu davor verliert?

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u/Nagelkratzer — 13 hours ago

Hündin kann nicht alleine bleiben

Zuerst möchte ich mich schonmal für alle Tipps usw. bedanken, nur bitte ich euch meinen Post zuerst zu lesen, bevor ihr schreibt xD.

Also, ich habe eine 8 Monate alte Weiße Schweizer Schäferhund - Hündin. Wir haben sie ende Oktober abgeholt, als sie 11 Wochen alt war. Wir haben sofort Grenzen gesetzt, und auch mit dem alleine bleiben Training begonnen. Begonnen haben wir mit dem typischen "Wir beginnen mit Sekunden und steigern uns langsam". Mit dieser Methode sind wir Monate lang auf höchstens 5 min gekommen. Mehr nicht. Danach haben wir unsere Hundetrainerin gefragt, was wir machen könnten. Sie hat gesagt, wir sollten sie für eine halbe Stunde alleine lassen (in der Box) und das durchziehen, bis sie es kann. Haben wir dann auch getan. Hat tatsächlich auch funktioniert. Innerhalb der Box kamen wir auf ca 2h. Nur ist es außerhalb der Box nicht gut. Keine 2 min schafft sie da. Sie macht sogar die Tür auf, weshalb wir sie zu sperren mussten. In der Box läuft es aber auch immer schlechter, weshalb ich hier jetzt nach Hilfe frage.

Kurz noch einige Infos, die evtl. nützlich sein könnten:

  1. Momentan muss sie nie alleine bleiben außer beim Training.

  2. Leider gibt es in meiner Gegend keine Homeoffice Jobs, Hundesitter & die Familie die mir hier bleibt, lebt bei mir zu Hause. Freunde sind leider fast alle weg gezogen.

  3. Sie hat keine schlechte Beziehung zu ihrer Box. Sie liebt sie über alles. Sie benutzt sie immer als Rückzugsort, oder als Ort für Nickerchen. Sie steht neben meinem Bett bei mir zu Hause, da das so mit meiner Familie abgesprochen wurde. Eine so große Box hat in keinem anderen Raum platz. In unserem Schlafzimmer fühlt sie sich aber am wohlsten im ganzen Haus.

  4. Seit sie in der Pubertät ist, ist sie ziemlich unsicher geworden.

  5. Haben wir schon versucht andere Trainer zu sagen, aber uns wurde fast immer nur das gesagt, was wir schon wussten/versucht haben.

  6. Auslastung haben wir natürlich auch schon versucht. Anfangs mit Training, danach mit Schnüffelarbeit. Nur seit sie in der Pubertät ist, ist ihre Aufmerksamkeitsspanne so winzig, sodass das nicht richtig funktioniert. Plus hat man ja auch nicht jeden Tag Zeit sie 3h auszulasten.

  7. Sie läuft uns nicht ständig in der Wohnung hinterher, sondern geht oft freiwillig sogar in andere Räume und legt sich dort zum chillen hin, oder spielt dort.

  8. Wenn sie alleine sein muss (außerhalb der Box) ist ihr Verhalten wie folgt: Sie stellt sich vor die Tür/setzt sich vor sie hin, manchmal versucht sie die Tür zu öffnen, dann geht sie im Zimmer herum, winselt ein wenig, legt sich in unser Bett, 2 min später steht sie wieder auf, geht wieder herum, geht wieder zur Tür, legt sich wo anders hin, winselt wieder zwischendurch, usw. Es ist immer das selbe was sie tut.

So eine Situation hatte ich noch nie mit einem Hund in meiner Familie, egal welche Rasse, Geschlecht oder Alter. Also sind wir alle ziemlich Ratlos. Ich bin dankbar für jeden Tipp, denn langsam fühle ich mich so als würde es nur bei mir so schlimm sein und als würde es nie besser werden. Ich weiß, dass diese Rasse sehr sensibel ist und auch sehr Menschenbezogen. Jedoch kenne ich andere die auch so einen Hund haben & diese Probleme nie hatten.

Bitte schreibt mir jeden Tipp, Ratschlag, oder Erfahrung. Nur eine Sache kann ich nicht tun, und zwar Aufgeben. Das ist weder meiner Hündin gegenüber gerecht, noch mir gegenüber gerecht.

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u/supphiresunrise — 1 day ago

Althündin frisst nicht nach Welpeneinzug

Hallo!

Ich habe eine kleine 5 Jährige Yorkshire-Hündin, die lange Zeit etwas depressiv gewirkt hat und apathisch, weswegen ich mich dazu entschloss einen zweiten Hund zu adoptieren.

(Vorher haben wir viel mit Spiel oder Bewegung probiert; aber konnten da wenig Erfolg erzielen. Gesagt sei auch, dass ich im HomeOffice arbeite und daher eigtl. die Kleine nie allein ist. Gerade, wenn mein Partner noch nicht hier gewohnt hat und er für die Woche nach Hause fuhr wirkte sie besonders ruhig und ließ sich kaum animieren.)

-> Nun habe ich am Freitag eine kleine Mischlingshündin (7 Monate) aus dem Tierheim adoptiert. Ich war schon gewohnt, dass meine Maus etwas braucht, um sich mit anderen Hunden einzulassen. Meine Eltern und auch Freunde haben Hunde; und wenn diese für Urlaube bei mir blieben dauerte es meist ein paar Stunden, ehe alles geklärt war.

Nun ist die Hündin aus dem Tierheim natürlich noch sehr verspielt, aufgeweckt und ich muss sie erziehen. Stubenrein ist sie noch nicht und heute hat sie es auch schon geschafft, meine Blumen auf der Terrasse auszubuddeln - zwei Mal!

Eigentlich dachte ich, dass es wie bei den anderen Hunden wird. Eine Hand voll von Stunden und alles ist geklärt. So weit ist das auch der Fall - sie liegen zusammen auf der Couch, wenn mein Partner und ich abends fern sehen und wenn Hündin 2 der Hündin 1 etwas zu wild ist, dann korrigiert sie das verhalten und Hündin 2 passt sich an.

Jedoch scheint sie hier etwas mehr Probleme zu haben. Meine Hündin 1 tut sich etwas schwer mit dem Fressen. Sie war vorher schon kein Hund mit guten Appetit (das hatte ihr Vater auch, woraufhin meine Mutter einen Welpen adoptierte und das Gemüt und die Gesundheit ihres Hundes sich verbessert hat). Aber effektiv seit Samstag habe ich Mühe überhaupt ihr reguläres Futter in sie zu kriegen. Leckereien funktionieren. Aber das Nassfutter, was sie sonst frisst, meidet sie.

Sie hat vorher nur bedingt Trockenfutter bekommen (es stand halt dauerhaft rum), was aktuell gar nicht der Fall ist, da Hündin 2 zu regulären Zeiten gefüttert wird.

Hat jemand schon ähnliche Erfahrungen gemacht oder Tipps, wie ich Hund 1 zu ihrem Nassfutter/Trockenfutter animieren kann? Gerade sitzt sie mit 3 Schüsseln (altes Trockenfutter, Trockenfutter Hündin 2 und Nassfutter) mit mir im Arbeitszimmer und wenn ich sie vor eine der drei Schüsseln setze, dann schnüffelt sie kurz, zögert und läuft dann doch wieder zum Körbchen.

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u/chita_mw — 1 day ago

Wann und wie oft füttert ihr eure Hunde?

Kurzer Abriss zu Balu

Aus Rumänien, aktuell 11 Monate alt, seit 5 Monaten bei uns.

Er bekommt eine Mischung aus Trocken- und Nassfutter.

Bis vor 2 Mon. war sein Essverhalten normal.

Vor ca. 2 Monaten hatte er Spulwürmer, diese sind behandelt wurden und anschließend hatte er eine Darmaufbaukur. Seitdem hat er hat die Eigenschaft meistens die Hälfte seines Essens stehen zu lassen, wodurch er nicht auf seine Tagesmenge kommt.. nach Rücksprache mit der Tierärztin ist sein Gewicht noch vertretbar. Er bekommt frühs und abends eine Mahlzeit. Wir haben auch schon probiert das er eine Zwischenmahlzeit bekommt, aber das lässt er meistens ganz stehen. Nach 30min wird das Essen meist weg gestellt.

Wenn er frisst, dann nicht so als wäre er hungrig (er stürzt sich nicht aufs Futter). Sobald der Futternapf aber da steht geht er hin und beginnt mit Fressen.

Habt ihr Tipps und Empfehlungen?

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u/Rare-Contact-4243 — 2 days ago

Was für ein Hundebett habt ihr?

Mein Zwergpudel ist fast ausgewachsen und ich bin auf der Suche nach einem neuen Bett für ihn. Er ist nicht besonders groß und mir ist aufgefallen, dass es Hundebetten in verschiedenen Preisklassen gibt, von 40€ bis 200€. Ein Beispiel für ein teureres Bett ist dieses hier mit Gelenkschutz und Matratze (https://www.williamwalker.de/products/orthopaedisches-hundebett-luxe?variant=52452484481291). Ich frage mich, ob man so ein Bett wirklich braucht und ob es ihm wirklich hilft, länger schmerzfrei zu bleiben und sich gut bewegen zu können? Hat damit jemand Erfahrung?

u/luiglu — 2 days ago

Ängstliche Hündin freilaufen lassen?

Hallo ihr Lieben ❤️

Meine Hunde haben ziemliche Probleme mit Fremden. Bitte seid lieb zu mir, ich habe sicherlich Fehler gemacht, jedoch immer mein bestes gegeben.

Ich habe 2 Berner Sennenhündinnen. Beide 3 Jahre alt.

Ihre Namen sind Koko und Kira. Der Vollständigkeit halber, muss ich ihre Vorgeschichte erzählen und kurz etwas zum Charakter der beiden erklären, damit ihr sie auseinanderhalten könnt:

Kira ist schon immer aufgeschlossener, selbstbewusster und als Welpe frecher gewesen. Sie lernt Kommandos schneller als Koko und ist bei weitem nicht so Berner Sennenhund-stur wie es öfter mal der Fall ist 😅

Koko dagegen ist eine sehr sensible Hündin. Sie ist schnell ängstlich, ist fremden Menschen, vor allem Männern sehr skeptisch gegenüber (zum Grund komme ich gleich) und ist in der Vergangenheit bei stressigen Situationen nicht immer zuverlässig ansprechbar gewesen. Sie braucht mehr Zeit zum lernen und ist SEHR anhänglich an mich.

Beide sind fremden Menschen gegenüber skeptisch. Kira näher sich an Frauen jedoch relativ schnell an und lässt sich nach einiger Zeit auch streicheln und kriegt dann nicht mehr genug 😅

Koko bleibt eher auf Abstand, wenn sie jemanden nicht kennt. Bei Kindern sind die beiden lieb und lassen sich problemlos streicheln und füttern.

Nun zur Vorgeschichte:

Als Welpen haben die beiden eine doofe Erfahrung mit meinem Schwiegervater gemacht. (Mein Mann, unsere Tochter und ich wohnen im gleichen Haus, wie meine Schwiegereltern)

Mein Schwiegervater ist immer ein Drittel des Jahres im Ausland, so dass er eines Tages nach Hause kam und sich, wie jeder andere aus unserem Umkreis auch, die Welpen anschauen wollte. Bei absolut jeder Person sind Kira und Koko am Welpengitter hochgesprungen, oder sind sofort hingegangen um zu schnuppern, wenn sie nicht im Welpengehege waren. Bei allen, außer meinem Schwiegervater. Er kam rein und sofort sind beide Welpen abgehauen und haben sich hinter mir in eine Ecke des Raumes gedrückt. Kira hat meinen Schwiegervater nicht aus den Augen gelassen, während Koko direkt in der Ecke lag und gezittert hat. Zu dem Zeitpunkt hatte mein Schwiegervater noch nichts gemacht, außer uns Hallo zu sagen. Ich war von der Reaktion der Welpen sehr überrascht. Ich sagte ihm, er soll sich erst mal auf Abstand auf den Boden setzen und ihnen ein paar Leckerchen hinwerfen. Die Leckerchen wollte er aber nicht anfassen. Er war sehr ungeduldig und hat sich lustig darüber gemacht, dass die Hunde so schlecht sozialisiert seien, dabei war sowas vorher noch nie vorgekommen.

Ich war mit den Hunden im Kindergarten meiner Tochter, wo 12 Kinder gleichzeitig um sie herumgewuselt sind, habe Freunde und Familie eingeladen, war in der Hundeschule, an öffentlichen Plätzen usw. Nirgendwo gab es Probleme.

Ich sagte ihm, er solle einfach ein bisschen warten und sie dann vorsichtig mit hoher Stimme ansprechen. Er hat mich überhaupt nicht ernstgenommen und die beiden dann "aus Spaß" absichtlich angeknurrt. Kira ist darauf völlig eingefroren und Koko hat an Ort und Stelle gepinkelt vor Angst. Ihm war das dann zu affig, ist aufgestanden, gegangen und hat dabei die Tür zugeknallt.

Danach habe ich vermutlich einen Fehler gemacht. Ich hatte den Impuls sie trösten zu müssen, aber nach dem was ich hinterher so gelesen habe, hätte ich das vielleicht nicht tun sollen. Ich habe mich zu ihnen gesetzt, ihnen ruhig zugeredet und versucht sie zu streicheln. Auf diese Art habe ich vielleicht ihre Angst "belohnt".

Kira ist nach einiger Zeit wieder aufgetaut, Koko hat sich jedoch in meinem Schoß verkrochen und hat noch eine Ewigkeit gebraucht, um sich wieder "normal" zu verhalten. Als sie wieder von selbst durch die Wohnung lief, habe ich sie mit Spielen versucht abzulenken, was dann irgendwann auch Wirkung gezeigt hat.

Meine beiden Hunde waren danach nie wieder sie selben. Vor Menschen, die sie eigentlich schon vorher kannten sind sie auf einmal weggerannt, haben gezittert und gebellt wie die Irren. Immer wenn jemand im Hausflur langgelaufen ist, vor allem mein Schwiegervater, sind sie aufgesprungen und haben minutenlang gebellt, egal wie sehr ich versucht habe sie abzulenken und zu korrigieren. Bei Spaziergängen haben sie nicht mehr auf meine Stimme, geschweige denn auf ihre Namen, oder Kommandos reagiert, haben ihr Geschäft nicht mehr gemacht, nicht auf Futter reagiert, selbst wenn sie am Tag noch nichts gegessen hatten. Stattdessen haben sie nervös in der Gegend rumgeguckt, sind kreuz und quer gelaufen, haben sich 2x aus Geschirr und Leine befreit, als sie Radfahrern und Spaziergängern begegnet sind, was mir furchtbar Angst gemacht hat, weil wir an einer Straße wohnen und sie Freilauf noch nicht außerhalb des Gartens geübt hatten. An fremden Menschen vorbeilaufen war eine wahre Tortur.

Ich habe mit 3 Hundetrainern geredet, einer Verwandten, die sich gut mit Hunden auskennt und habe auch die Züchterin, sowie die anderen Hundehalter nach Rat gefragt, die die anderen Bernies aus dem selben Wurf adoptiert hatten. Alle haben mir zunächst gesagt, es sei nicht meine Schuld gewesen, weil ich mir furchtbar Vorwürfe gemacht habe. Einer der Trainer hat mir gesagt, sie würden da rauswachsen. Ein anderer meinte ich soll einfach meinen Schwiegervater meiden. Die dritte meinte, ich soll einfach weiter mit fremden Leuten sozialisieren und auf meinen Schwiegervater scheißen.

Die Züchterin war von allen noch die einfühlsamste, weil sie schon öfter mit ängstlichen Bernies zu tun hatte. Sie meinte, ich könnte im Garten "Konfrontationstherapie" mit meinem Schwiegervater machen, wenn er denn dazu bereit wäre, dann auch auf mich zu hören. Ansonsten meinte sie, soll ich die Hunde nicht in Situationen zwingen, die sie nicht wollen und ihnen einen Rückzugsort bieten, damit sie ihre Ruhe haben können. Ich habe alles über längere Zeiträume probiert, aber nichts war so erfolgreich, dass sie zu normalen, sozialisierten Hunden heranwachsen konnten. Ich habe mir wirklich Mühe gegeben. Ich habe mich auf Parkbanken gesetzt, damit v.a. Koko die Menschen beobachten kann, bin ans Wasser mit ihr gegangen, habe weiter Leinentraining gemacht, geübt an Menschen vorbeizulaufen usw. Erst wenn sie sich bei einem Spaziergang soweit beruhigt hatte, dass der Schwanz wieder oben war und sie "beschwingter" gelaufen ist, habe ich ihr Leckerlies gegeben und bin dann nach einiger Zeit wieder nach Hause gegangen. (Dass sie beim Spaziergang nach einiger Zeit wieder ruhiger wurde, hat Monate gebraucht) Trotzdem ist es immer geblieben, dass sie unterwegs vor Fremden zurückgewichen ist, sich erschrocken hat, gebellt hat und dann Leckerlies und die Leine verweigert hat.

Wie erwähnt, sind die beiden nun 3 Jahre alt. Mittlerweile kann Koko deutlich besser an der Leine laufen. Nur die ersten 10min sind noch etwas stressig für sie, aber in ruhigeren Gegenden, mit wenig Autos und Menschen ist sie entspannter. Sie freut sich auch sehr aufs Rausgehen. Meistens traut sie sich auch ganz kurz zu pinkeln. Ich habe sie ab und zu mal versucht von der Leine zu lassen, wenn wir alleine waren, hatte aber sehr viel Angst, dass sie abhauen könnte. Ich glaube aber, dass es ihr gut tun würde, wenn sie im Wald auch mal ein paar wenige Meter von mir entfernt laufen kann. Ich habe einfach nur unheimlich Angst davor, dass sie ausbüchsen könnte. Ich bin auch schon mit 20m Schleppleine draußen gewesen und hab so das Abrufen geübt. Das klappt meistens, wenn eben gerade keine Ablenkung da ist. Jetzt ist die Frage, kann ich noch irgendwas tun? Habe ich so viele Fehler gemacht? Glaubt ihr, ich kann sie jemals beruhigt ohne Leine laufen lassen?

Jedes Jahr kommt mein Schwiegervater von seinen Reisen zurück und bleibt dann ein paar Monate. In der Zeit drehen die Hunde völlig am Rad. Nicht mehr so heftig wie früher, aber deutlich. Mein Schwiegervater kann unsere Wohnung zwar betreten und sich irgendwo in eine Ecke setzen, wird aber konstant angebellt, wenn er versucht Kontakt aufzunehmen. Die Hunde meiden seinen Umkreis dann auch und beobachten ihn auf Schritt und Tritt. Grundsätzlich habe ich nicht das beste Verhältnis zu meinem Schwiegervater, weshalb ich ihn gar nicht mehr in unsere Wohnung lasse (und ja mein Mann kann das vollkommen verstehen), mit Ausnahme von Familienfesten wie Weihnachten. Ich bin einfach ratlos. Ich würde meinen Hunden gerne mehr Freiheiten gönnen, aber meine Angst spüren sie sicherlich auch, was nicht gerade zum Vertrauen beiträgt.

Weiß jemand von euch, was ich noch tun kann? Oder soll ich die Dinge einfach so aktzeptieren, wie sie sind? Das war der letzte Stand meiner Züchterin. Der Schaden ist angerichtet und eine augenscheinlich so kleine Situation hat in meinen Hunden ein solch krasses "Trauma" hinterlassen.

Als Randinfo: Bei Kira habe ich zwar auch Angst, aber sie konnte ich auch schon mit anderen Hunden freilaufen lassen und sie hat sich einfach etwas Abseits von den Fremden hingelegt und auf mich gewartet, wenn ich gerade mit jemandem gequatscht habe. Bei ihr habe ich weniger Sorge.

Zudem konnten sich beide an Freunde und Verwandte nach sehr langer Zeit (bestimmt 1,5 Jahre) wieder gewöhnen und freuen sich nun, wenn diese kommen.

Teilt mir gerne eure Gedanken dazu mit. Habt eine schöne Woche ❤️

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u/Sepumtapus — 1 day ago

Hund humpelt

Meine Hündin (9 Jahre, 25 kg) lahmt vorne links. Sie belastet das Bein beim Laufen nur sehr wenig. Im Stehen stellt sie es wirklich nur leicht ab, kaum Belastung drauf, oder sie hebt es komplett an. Aufstehen kann sie normal, meistens wird es erst nach einer Weile in Bewegung schlimmer. 

Wir waren bereits 3 mal beim Tierarzt und 1 mal bei der Physio/Chiropraktikerin. Dort hat sie durch die Aufregung kaum humpeln oder Bein anheben gezeigt, beim Abtasten aber eine Reaktion beim Strecken der Schulter.

Röntgen hat nichts besonders auffälliges ergeben. Zwar hat sie leichte Arthrose in beiden Ellbogen, die Schmerzen zeigt sie aber bei der Untersuchung nur in der Schulter. Und die Schulter ist laut Röntgen absolut unauffällig.

Der Tierarzt hat uns zunächst 2 Wochen schonen und Rimadyl verordnet. Die Empfehlung der Physio war jedoch nicht schonen, sondern weiterhin bewegen und sie darf alles, solange sie „sauber“ tritt. 

Da es jetzt immer noch nicht besser ist (wir haben die Empfehlung des Tierarztes befolgt) haben wir das Medikament gewechselt und sie bekommt jetzt seit 6 Tagen Previcox. Mit Previcox habe ich nun erstmalig das Gefühl, das Schmerzmittel wirkt und sie belastet das Bein wieder mehr. Man merkt aber, dass noch nicht alles in Ordnung ist, obwohl sie gerne wieder weitere Strecken laufen würde.. Insgesamt ist sie sonst für ihr Alter noch sehr fit. Anfang des Jahres wurde ihr ein kleiner subkutaner Mastzelltumor entfernt und vor ein paar Jahren wurde bei ihr HD-C diagnostiziert. 

Hat jemand etwas Ähnliches erlebt oder hat hilfreiche Tipps? 

Unser nächster Schritt ist dann wohl ein CT. Ich kann mir aber noch nicht ganz vorstellen, was man dabei finden könnte.

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u/modalus — 2 days ago

Erfahrung mit Vestibularsyndrom?

Hi, ich komme gerade vom Tierarzt. Meine achtjährige Podenca hat gestern plötzlich aus dem Nichts ein Vestibularsyndrom entwickelt (extremes Erbrechen, Augenzittern, Schwindel). Aus Angst, es könne doch etwas anderes sein, habe ich sie über Nacht beim Tierarzt gelassen.

​Die Tierärztin sagte mir heute, dass diese Symptome ein paar Wochen anhalten können. Ich mache mir gerade unglaubliche Sorgen. Sie kann zwar ein wenig stehen und gehen, rutscht jedoch schnell aus. Die Ärztin war zudem überrascht, dass sie das bereits mit acht - neun Jahren entwickelt hat. Da sie jedoch ein Tierschutzhund ist, sollte man den Altersangaben vielleicht nicht allzu viel Bedeutung beimessen?

​Ich komme aus dem Sorgen nicht mehr heraus und wollte fragen, ob hier jemand Erfahrung damit hat und mir sagen kann, wie es verlaufen ist. (Ich suche keinen spezifischen medizinischen Rat, falls ihr das denkt)

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u/Cold_Pepper_pan — 2 days ago

Fremdkörper Erbrochen

Mein Hund (Zwergpudel 8 Monate) hat Fremdkörper erbrochen. Wie reagiert ihr? Ansonsten normal Stuhlgang und hat auch gegessen.

u/luiglu — 4 days ago
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Nachbarskind hat Freude daran unseren Hund zu triggern

Hi,

wir wohnen seit 3 Jahren in einem kleinen Reihenhaus zur Miete. Wir haben tolle Vermieter, haben mit ihnen zusammen das Haus wieder auf Vordermann gebracht und fühlen uns hier richtig wohl.

Letztes Jahr wurde das Nachbarhaus verkauft und eine Familie mit einem ca. 6 Jahre alten Sohn ist eingezogen. Der Sohn hat große Freude daran im Garten zu schreien. Damit meine ich nicht das "normale" Kindergeschrei beim Toben sondern er steht einfach alleine da und schreit in den Himmel.

Damit hätte ich noch leben können, aber irgendwann hat er gemerkt, dass er mit bestimmten Geräuschen unseren Hund zum Bellen bringen kann. Er steht dann im Garten, macht diese Geräusche, lacht wenn der Hund bellt, wartet bis er aufhört und legt dann wieder von vorne los.

Zum einen ist es sehr nervig, weil unser Hund ziemlich laut bellt. Zum anderen stresst es auch den Hund, immer wieder aufgeschreckt zu werden.

Wir haben zunächst freundlich mit dem Jungen gesprochen, dann auch mit den Eltern, aber da gibt es kein Verständnis. Ist ein Kind, so sind sie halt.

Unseren Hund haben wir zwischenzeitlich in einem Zimmer zur Straße hin eingesperrt, aber das hat der Junge auch mitbekommen und läuft dann in den Vorgarten des Nachbarhauses, wo er fast direkt unter dem Fenster steht.

Wir haben auch schon versucht unseren Hund gegen zu konditionieren aber auch da wenig Erfolg. Unsere Hundetrainerin vermutet dass das Frequenzbereiche sind, die für den Hund körperliches Unwohlsein auslösen. Mittlerweile trägt er daher auch tagsüber einen Gehörschutz, der aber auch nur dämpft.

Wir sind jetzt kurz davor auszuziehen, weil es für uns einfach nur unerträglich ist. Sowohl der Stress für uns durch das Bellen, aber noch mehr für unseren Hund, der mittlerweile immer wieder mit Zittern auf die Schreie reagiert.

Falls ihr noch irgendwelche Ideen habt was wir tun können: gerne her damit!

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u/Massive_Star4574 — 6 days ago

Hündin evtl gedeckt worden, was tun?

Unsere Hündin ist aktuell läufig. Heute ist der Super-GAU passiert: Sie hat sich bei der Gassirunde losgerissen und wurde ca. 10 Minuten lang von einem fremden Rüden (Labrador) verfolgt/bedrängt. Die beiden waren weitestgehend außer Sichtweite. Als wir sie wiederhatten, war sie sichtlich gestresst und traumatisiert. Wir können nicht sicher sagen, ob er sie bestiegen hat oder ob sie "gehangen" haben, aber 10 Minuten sind ja leider eine Ewigkeit in der Hundewelt.

Wir wollen auf keinen Fall Welpen (auch wegen der Gesundheit der Hündin und dem Stress). Ich habe mich schon über Alizin informiert.

Jetzt habe ich aber zwei völlig widersprüchliche Aussagen:

​Eine Tierärztin meinte, man solle erst eine Woche warten, bis die Läufigkeit ganz vorbei ist und das Progesteron hoch genug ist.

​Ich lese aber online, dass man so schnell wie möglich (innerhalb der ersten 24-48h) spritzen sollte, um die Einnistung zu verhindern, bevor überhaupt Embryonen entstehen.

​Hat jemand von euch schon mal Alizin so kurz nach einem Vorfall geben lassen? ​Gab es Nebenwirkungen (Geschwüre, Gebärmutterentzündung)?

​Reicht es wirklich noch bis Montag (Tag 4 danach) oder sollten wir morgen (Freitag) sofort hin?

​Wir machen uns extreme Sorgen um die psychische Verfassung unserer Hündin nach der Jagd und wollen ihr nicht noch einen unnötig harten medikamentösen Abbruch zumuten, wenn man es jetzt vielleicht noch "sanfter" regeln kann.

​Danke für eure ehrliche Einschätzung!

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u/Noctafly — 5 days ago

Zeckeninvasion?

Obwohl es bei uns ein, im Vergleich zu den vorherigen Jahren, recht harter Winter war, haben wir so viele Zecken wie noch nie.

Unser Hund bekommt alle 4-6 Wochen seine Nexgard Tablette, aber trotzdem, obwohl wir die Feldwege, Hecken, hohes Gras usw. schon meiden, jedes Mal (selbst wenn man nur kurz zum Lösen raus geht), hat er 1-5 Zecken auf sich.

Letztes Jahr z. B. musste er schon tief in die Hecke kriechen oder wirklich auf'm Feld durchs hohe Gras, damit er mal 'ne Zecke auf sich hatte.

Beobachtet jemand bei seinen Vierbein(ern) ähnliches aktuell?

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u/konzilianz — 5 days ago

Zecken, die Arschlöcher - wie damit umgehen?

Hallo Community,

wie der Name schon sagt, bin ich dezent abgefucked von besagten Tierchen bzw. vor allem von der Tatsache, dass Sie meinem Hund so auf die Nerven gehen.

Ich hatte mit meinen letzten Hunden nie solche Probleme, habe damals aber auch deutlich urbaner gewohnt. Seit wir quasi am Wald wohnen und es Frühling wurde, bringt unser Junghund gefühlt nach jedem Spaziergang eine mit.

Jetzt wollte ich mal fragen, welche Methoden und Mittel ihr zum Zeckenschutz bei euren Vierbeinern anwendet, gerade falls ihr auch eher ländlich / am Wald wohnt?

Es gibt ja von der vollen Chemiekeule zu rein pflanzlichen Mitteln gefühlt alles im Spektrum und wenn jemand gute Erfahrungen mit natürlichen Mitteln gemacht hat, dann würde ich meinem Hund und der Umwelt gerne Spot On, Tablette oder andere Chemie ersparen. Wenn Chemie allerdings alternativlos ist, dann würde ich seinen Körper gerne so wenig wie möglich damit belasten.

Bisher haben wir Schwarzkümmelöl und Kokosöl probiert und vor dem Spazieren ins Fell, Nacken und Pfoten eingerieben - hat die Zecken gar nicht beeindruckt. Wir suchen auch sein Fell ab nach dem Spazieren gehen, aber als Labrador hat er einfach ein dichtes Fell und wir übersehen immer mal wieder eine.

Kurz um, wie schützt ihr eure Hunde vor Zecken? Ich bin dankbar für jedes Feedback :-)

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u/Professional-Menu206 — 6 days ago

Welpe interessiert sich übermäßig für Schatten - unterbinden oder normal?

Ich habe einen 13 Wochen alten kleinen Münsterländer-Welpen. Es klappt auch soweit alles ganz gut und er hat sich wunderbar eingelebt. Jetzt hat er aber vor ein paar Tagen angefangen, ein Verhalten zu entwickeln, was mich verunsichert. Und zwar hat er Schatten für sich entdeckt. Er jagd sie allerdings (bisher?) nicht, sondern findet sie nur interessant. Allerdings leider so interessant, dass er nicht zur Ruhe kommt, wenn irgendwo Schatten hinfallen. Besonders abends ist das natürlich blöd.

Nun frage ich mich, ob das ein normales Welpenverhalten ist, oder ob ich mir Sorgen machen muss, dass es zwanghaft wird. Ich finde leider nur Infos zum Jagen von Schatten, was er bisher allerdings nicht tut.

Sollte man dieses Verhalten unterbinden, oder legt sich das von alleine wieder?

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u/Zewacho — 4 days ago