Ich will meine Hündin nicht mehr haben
Anonym aus Gründen.
Das wird jetzt etwas länger.
Meine Hündin (wahrscheinlich was mit Schäferhund mix) ist 2020 im Dezember geboren und kam 2021 mit ca 7 Monaten aus Rumänien zu mir.
Sie wurde lediglich als etwas schüchtern beschrieben. Hier stellte sich aber raus, dass sie ein absoluter Angsthund ist. Ich dachte mir ich schaffe das, ich wollte sie haben also arbeiten wir dran.
4 Wochen hat sie sich in einem Regal versteckt, kam wenn nur nachts raus, hat gebissen wenn man versucht hat sie anzufassen, das volle Program. Mir hat damals eine Hundetrainerin geraten sie zur not auch gewaltsam aus dem Regal zu holen, den Platz zu versperren nur noch aus der Hand füttern und mit 3-facher Sicherung nach draussen zu gehen. Sie quasi einfach zu allem Zwingen. Gesagt getan. Ich wurde natürlich gebissen und sie fand alles richtig scheisse aber danach wurd es etwas besser.
Ich habe sie bestimmt 4 Monate nur aus der Hand gefüttert. An Hundeschule oder anderweitige Vergesellschaftungen mit Menschen oder Tieren war überhaupt nicht zu denken aufgrund ihrer Angst.
Ich hatte somit auch immer nur vereinzelt Hilfe von unterschiedlichen Trainern.ö
Draussen war sie so gestresst, dass sie fast nur im Kreis gerannt ist und erst nach ca 5 Monaten wurd es so, dass sie "normal" gelaufen ist.
Sie ist aber nie verträglich mit anderen Hunden oder mit Menschen geworden. Es gab leichtere Beisvorfälle und in allen Lebensbereichen irgendwie nur Stress. Sie ist absolut reaktiv, bleibt nicht gut alleine und hat total einen eigenen Kopf. Sie hat kein Interesse an aportieren, zerlegt alles an Spielzeug und versuche mit dem Futterbeutel o.ä zu trainieren interessiert sie nicht, sie bleibt da einfach nicht am Ball.
Durch ihre Angst und ihr ausweichen allen anderen gegenüber wurde uns immerwieder von insgesamt 3 Trainern geraten ihr einen sehr Souveränen Rüden an die Seite zu stellen, an dem Sie sich orientieren kann und der ihr Sicherheit gibt.
Im letzten Jahr hat sich unsere Wohnsituation geändert und wir konnten das Vorhaben mit dem zweiten Hund endlich umsetzen.
Dieser Hund ist ein Traum. Super gelassen, total gefestigt lieb und süß und je mehr er sich zu einem tollen Hund entwickelt desto weniger kann ich mit meiner Hündin anfangen. Mir fällt auch jetzt im täglichen Vergleich auf was für eine Hexe sie eigentlich ist und wie eigensinnig und bitchig. Die Hunde verstehen sich an sich Prima aber manche ihrer sowie schon schlechten Eigenarten haben sich total verstärkt.
Ich würde sie am liebsten abgeben, bringe es aber einfach nicht übers Herz. Ich vermute, dass sie eine Unvermittelbare werden würde.
Ich weiss nicht so recht was ich tun soll, nur das ich so nicht mehr weitermachen will.
Ich erhoffe mir einfach ein paar Meinungen, Sichtweisen und Input aus der Bubble hier.