u/Typical-Frosting-319

Reddit Psychose

Hallo,

ich will hier auf etwas aufmerksam machen, was mir auf reddit aufgefallen ist.

Einerseits wird hier immer wieder von "den Boomern" gesprochen, die so reich seien und ihre Immobilien so extrem hochbewertet sind, und sie diese früher für den Preis eines Apfels gekauft hätten.

Andererseits wird hier über das Erben abgelästert. Selbst absolute Top Verdiener mit 150.000€ Gehalt sagen, dass sie nie so reich werden wie ihr Mindestlohn Kollege, der was geerbt hat. Das jammern ist unerträglich. Leute mit Netto > 5.000€ heulen hier rum, weil Spargel wieder teurer geworden ist.

Beides stimmt für sich betrachtet. Ersteres ist kann statistisch eingesehen werden. Die Boomer haben sehr viel Vermögen als jüngere Generationen. Und natürlich ist ein hohes Erbe für den Vermögensaufbau ausschlaggebender als hohes Gehalt ohne Erbe.

Aber, wenn man beides zusammenführt, entsteht ein Widerspruch.
Wie kann es sein, dass die Boomer so reich sind (nicht einzelne Boomer, sondern es wird immer von den Boomern als Generation geschrieben), andererseits erbt hier niemand was. Das geht nicht auf. Die Boomer sind schließlich keine fremde Spezies, sondern sind die Eltern unsere Eltern.

Und natürlich zeigt die Statistik auch, wie die Wahrheit aussieht. Reich sind die Boomer nur durch ihr Eigenheim, nicht durch Aktieninvest geworden. Und nur ca. 50% haben überhaupt Wohneigentum. Dann gilt natürlich, dass die Immobilie in einer teuren Gegend sein muss und nicht in der Pampa.

Und so ist erkennbar, dass es sich bei dem Thema um die typische Kreiswichs reddit Psychose handelt, wo gegen einen Strohmann gekämpft wird. Das ist umso mehr erkennbar, dass niemand seine Eltern kritisiert, dass sie damals bei 8% Zinsen kein EFH gekauft haben. Nein. Man kritisiert auf reddit immer nur die Boomer, die in ihrem viel zu großen EFH in München wohnen, ohne zu wissen, dass diese dafür hohe Risiken eingegangen sind und 30 Jahre nur Urlaub in Deutschland gemacht haben.

Für mich viel relevanter ist dann auch noch, dass bei der Betrachtung der Lebenserwartung erst was erbt, wenn man selbst 60 Jahre alt ist. Das ist viel zu spät.

Und so sind es wieder anekdotische Einzelfälle wo Menschen mit 20 Jahren ein EFH/MFH in einer A+ Stadt geerbt haben. Immer ein Freund, eines Freundes, der jemanden kennt. Die Statistik zeigt, dass es aber Ausnahmen sind.

Vielleicht werden wir selbst mal reich, weil wir mit 20 in ETFs investieren. Was dann aber niemand sieht, sind die Risiken/die Anti-Haltung anderer Menschen. Die Rendite bei uns, ist die Ernte für unseren Mut, genauso wie es bei den Boomern der Kauf einer Immobilie war, als es keiner wollte.

reddit.com
u/Typical-Frosting-319 — 10 hours ago
▲ 0 r/recht

KI übernimmt den Job als Anwalt

Hallo,

ich habe mich mit einem Studienfreund getroffen bzw. mit der Clique aus dem Studium, mit der ich gewohnt habe. Einer arbeitet bei der Krankenkasse, ein anderer im Einzelhandelsunternehmen und einer ist RA bei einer internationalen Wirtschaftskanzlei arbeitet und er hat gesagt, dass sie seit Neustem mit Claude Legal arbeiten bzw. getestet haben, was jetzt ausgerollt wird.

Einige kennen wahrscheinlich Claude, das aktuell als das beste LLM gilt und sich auf Businesskunden fokussiert. Er erzählte, dass sie zwar offiziell Claude zur Recherche nutzen, da es auch an den klassischen Datenbanken angeknüpft sind usw. Aber er sagt, dass immer mehr Kollegen ganze Texte von Claude verfassen lassen und nur noch drüber lesen und stellenweise anpassen. Es aber verheimlichen, weil offiziell ist es nur eines von vielen Recherchetools und man verdient ja keine 100.000+ , wenn die Arbeit die Software macht.

Er sagt, dass er erschreckt ist, wie gut die KI mittlerweile ist. Noch vor 1 Jahr haben die bereits KI getestet, das war aber sehr schlecht. Jetzt ist es aber anders. Er sagt, manchmal reicht es auch nur die Unterlagen hochzuladen und als Prompt Prüfung nach XYZ einzugeben und die KI übernimmt das. Also er weiß schon, welcher Paragraph in Frage kommt, die Prüfung und Argumentation kommt dann von der KI. Er hatte auch noch erzählt, dass am Anfang erkennbar war, dass der Autor KI war. Er hat dann aber seine selbst verfassten Texte hochgeladen und Claude geschrieben, seinen Textstil zu analysieren und als Default zu speichern.

Er sagte auch, dass es ab der 2. Jahreshälfte zum ersten Mal seit 2008 einen Einstellungsstopp geben wird, weil die Recherche und Analyse usw., die bisher Associates machen, jetzt Claude macht (für ca. 100 USD im Monat, wahrscheinlich günstiger). Extrem stark sei die KI beim Vergleich verschiedener Rechtsordnungen, etwas was nur die besten Juristen gemacht haben, also die mit Staatsexamen und LLM aus dem Ausland. Aber der Vogel wird bei Due Diligence abgeschossen. In kürzester Zeit können riesige Mengen von Dokumenten analysiert werden. Etwas was vorher ein Team eine Woche brauchte, kann jetzt mit der KI in unter 1 Stunde gemacht werden. Man muss nur aufpassen, dass die KI seine eigene Meinung nicht zu sehr bestätigt. Also die KI ist noch zu scheu offen zu widersprechen. Dafür muss man den in den Einstellung aber einen Prompt hinterlegen wie "sei kritisch".

Das was die KI aber nicht kann (komischerweise) ist die erstellten Unterlagen schön in eine Powerpoint Präsentation zu überführen. Da passieren viele Fehler. Irgendwie lustig, dass das einfachste nicht geht, das schwierigste aber ohne Probleme. Und er meinte, dass die Arbeit nervt, weil er den ganzen Tag mit kopieren und einfügen von Text beschäftigt ist. Er hat sich eine Gaming Maus mit Tasten geholt wo die Tasten mit STRG + C/V belegt sind.
Ich kann mich noch erinnern, wie er noch vor 3 Jahren davon sprach, wie gut der Jobmarkt ist und das sie mittlerweile auch einstellen, wenn kein Prädikatsexamen vorliegt. Und jetzt stellen die bis auf Führungskräfte aus der Konkurrenz niemanden ein.

reddit.com
▲ 109 r/medizin

Es braut sich was zusammen

Hallo,

ich habe mich mit einem Studienfreund getroffen, der Manager bei einer der gesetzlichen Krankenkasse ist. Er berichtete, dass aktuell die Zahl der Versichertenbeschwerden extrem zunimmt, die über ePA- oder App Diagnosen und Abrechnungsdaten einsehen und dabei auf angeblich nie kommunizierte Diagnosen vom niedergelassenen Hausarzt stoßen (vor allem werden chronische psychische Erkranken als angeblich unkommuniziert berichtet).

Auffällig ist dabei weniger der Einzelfall, sondern die Häufung solcher Rückfragen über verschiedene Praxen hinweg. Intern wird das offenbar zunehmend als Prüf- und Steuerungsthema behandelt und hat Top Management Attention, weil die bisherigen Dimensionen gesprengt werden.

Ich habe auch mal auf reddit von sowas gelesen, dachte aber bisher, dass das entweder Fehler oder Einzelfälle sind und nicht so extrem verbreitet ist.

Bei der Krankenkasse steht dabei die Frage, ob die erhöhte Transparenz durch ePA und Abrechnungsportale dazu führt, dass Abrechnungsbetrug bzw. vorsätzliche Falschkodierung in größerem Umfang auffällt als bislang in Prüfstatistiken abgebildet. Es wird auch diskutiert, wie die Konsequenzen sind. Von der Anzeige von besonders schwerem Betrug bis hin zur Platzierung der Auffälligkeiten beim GKV-Spitzenverband ist die Rede. Er meinte, dass einige Praxen so viel falsch codierten, dass sie dafür "locker paar Jahre Knast" bekommen würden. Natürlich nur, wenn schwerer Betrug nachgewiesen werden kann.

Ich könnte mir vorstellen, dass das Thema vor dem Hintergrund des Kostendrucks, den die Krankenkassen ausgesetzt sind, an Relevanz gewinnt.

Das Thema ist aber noch ergebnisoffen und gerade die Nachweisführung der Betrugsabsicht ist eine Herausforderung.

Was meint ihr, ist Abrechnungsbetrug so weit verbreitet in der hausärztlichen Betreuung oder ist das gerade nur der Eindruck durch ePA- und App-Einsicht?

reddit.com
▲ 16 r/bremen

Der Mietmarkt ist eine Katastrophe, aber auch teilweise wegen einigen Mietern

In Bremen (außerhalb von Bremen Nord) gibt es auf Immoscout ca. 300 Mietwohnen, die inseriert sind. Davon sind 80 also jede Vierte Wohnung eine Tauschwohnung.

Damit wollen sich Mieter einer günstigen Wohnung ein neue günstige Wohnung absichern.
Was grundsätzlich verständlich ist, führt zu vielen Problemen. Denn zum einen sind alle ohne Wohnung erstmal außen vor. Pech gehabt.

Dann sind die Ansprüche auch sehr hoch. Nicht nur die neue Tauschwohnung muss unter dem Marktspiegel liegen. Nein, sie muss auch noch super ausgestattet sein. Balkon, Küche, ein guter Schnitt, hell sein. Dadurch fallen dann wieder viele raus.

Die Tauschmieter werden hier Stück weit hinsichtlich der Verhandlungsposition zum Vermieter und möchten, dass ihnen aus der Wahl alternativer Wohnungen das Beste proaktiv angeboten wird. Die allermeisten, die eine Wohnung haben fallen aber wegen des Preises raus. Die Miete muss natürlich super günstig sein. Eine Wohnung zum Marktpreis? Nein, danke. Die Wohnung muss in 2026 den Mietpreis von 2010 haben.

Wenn man dann weiter in die Inserate geht, sieht man folgendes:
- Die meisten Tauschwohnungen sind kleine Wohnungen und jemand zieht aus, der eine größere will
- oder jemand zieht in eine weitaus attraktivere Stadt wie Hamburg oder Berlin und will so eine Wohnung von jemanden, der aus dieser attraktiven Stadt in die Stadt Bremen zieht.

Warum ist das schwierig?
- Vergrößern wollen sich viele, verkleinern aber nur wenige
- Die Mieter, die nach Hamburg/Berlin etc. ziehen sind weit aus mehr als umgekehrt.

Und es mag zwar Fälle geben, wo Tauschwohnungen klappen. Aber es ist mehr eine Theorie, die der Praxis nicht standhält. Die wenigsten werden darüber eine neue Wohnung finden. Bei dem Ausmaß, dass es in Bremen jetzt annimmt, ist das völlig absurd. Und es bleibt natürlich auch ein Faktor, der in der Rechnung nicht drin ist: Der Vermieter. Du magst zwar günstig wohnen, und dein Vermieter ist mit der Nachmietersuche einverstanden. Aber das heißt nicht, dass der Vermieter nicht die Miete für den Nachmieter massiv erhöht (und sich nicht an die Mietpreisbremse hält).

Und so bleibt am Ende, die Gruppe unsolidarischer Mieter, die Tauschwohnungen anbieten und es damit anderen schwer machen. Aus einer Wohnung, die dem Markt zur Verfügung stehen sollte, machen sie eine Wohnung, die nur wenigen, die bereits günstig wohnen, verfügbar ist, Damit verschärfen wir das Problem des bezahlbaren Wohnraums. Die Wahrscheinlichkeit eine bezahlbare Wohnung zu bekommen, sinken massiv. Nicht durch gierige Vermieter, sondern Mietern, die das Recht auf günstigen Wohnraum für sich beanspruchen.

Ich finde so ein Verhalten sollte outgecallt werden.

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Es wird in den nächsten 3 Jahren nicht besser

Hallo,

normalerweise hat die Opposition die Aufgabe die Regierung zu kontrollieren. Das kann sie, indem sie wichtige Vorhaben dadurch blockieren kann, indem sie dagegen stimmt. Das geht in der Regel aber nur, wenn für das Vorhaben / Gesetz eine Mehrheit notwendig ist, und die Regierungsparteien nicht genug Stimmen haben für die Mehrheit. Eigentlich ist sowas ziemlich selten und man nennt es Minderheitsregierung. Es ist auch gut so, denn die Regierung muss auch regieren können.

Was wir aber mit der aktuellen Regierung erleben, ist einfach nur verrückt. Die Regierung blockiert sich selbst.

Merz will Steuererleichterungen für alle.
Die SPD will Steuererleichterungen nur für Gering- und bis Normalverdiener. Gutverdiener oder Spitzenverdiener sollen dafür mehr zahlen.
Merz ist das nicht akzeptabel.
Was passiert: Gar nichts. Und damit auch keine Steuererleichterungen für Normalverdiener. Und falls doch, dann wird gleichzeitig der Beitragssatz für KK, RV, PV erhöht. Übrig bleibt dann wieder keine Entlastung.

Genau dieser Mechanismus wird uns noch weiter begleitet. Zusammen mit dem Problem der Finanzierbarkeit.

Gleichzeitig wird niemand Neuwahlen wollen, daher wird die Vertrauensfrage auch nicht gestellt. Die Regierung ist aber erst 1 Jahr im Amt, 3 weitere Folgen.

Jetzt stellt euch vor, die Weltwirtschaft geht es relativ gut (China schwächelt etwas, aber die EU-Länder bis auf Deutschland wachsen massiv und die USA durch KI-Invest auch noch). Aber sobald die Weltwirtschaft abkühlt, egal ob durch nachlassende KI-Infrastrukturinvestments oder durch zu hohe Rohölpreise) wird es in Deutschland erst recht schlecht aussehen, weil wir immer noch ein Exportland sind.

Und genau das alles zusammen ist ein Cocktail, den man nicht trinken kann, aber auch nicht stehen lassen kann. Wir sind einfach in einer Patt-Situation. Und Gehaltserhöhungen wird es in der Situation auch wenig geben.

Und dieses ganze "Ich wandere aus" sehe ich ehrlich gesagt nicht. Es ist nicht so, dass die Schweizer oder Norweger auf uns warten. Die Hürden sind hoch und da gibt es echt viele andere Nachteile.

Ich hoffe die Regierung reißt sich zusammen. Denn es fehlt nur der politische Wille. Und die Alternative zur aktuellen Regierung will niemand. Daher hoffe ich, dass bei den Gesprächen von gestern, die Politiker jetzt mal mit einer Lösung rausrücken. Denn nicht alles ist schlecht. Das Altersvorsorgedepot, wenn es wirklich so kommt, ist eine große Verbesserung und eine Entlastung.

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▲ 339 r/Finanzen

Warum das klassische Vollzeit-Angestelltenmodell für viele Gutverdiener zunehmend unattraktiv wird

Mir fällt immer stärker auf, dass sich das klassische Vollzeit-Angestelltenmodell für viele Gutverdiener bzw. die obere Mittelschicht in Deutschland zunehmend weniger attraktiv anfühlt.
Hinweis: obere Mittelschicht ist hier definiert als irgendwas zwischen 70-120.00€ Jahresbrutto. Also ein Bereich, wo man als Vollzeitmitarbeiter als ITler, Igenieur in einer Westdeutschen statt nach ein paar Jahren Berufserfahrung im Großunternehmen hinkommen kann.

Die Beitragsbemessungsgrenzen in der Sozialversicherung steigen seit Jahren deutlich, gleichzeitig werden die Eckwerte des Einkommensteuertarifs nicht im gleichen Maß angepasst. Dazu kommen steigende Beitragssätze in KV/PV. Besonders stark betrifft das Arbeitnehmer im Bereich zwischen KV- und RV-Beitragsbemessungsgrenze: Dort steigt die Belastung durch Sozialabgaben spürbar, obwohl die zusätzlichen Leistungsansprüche begrenzt sind.

Und genau hier sehe ich den Unterschied zwischen Steuern und Sozialabgaben:
Steuern lassen sich zumindest teilweise gestalten, Sozialabgaben als Arbeitnehmer dagegen kaum.

Dadurch entsteht für mich zunehmend ein fragwürdiger Grenznutzen zusätzlicher Arbeitszeit:
Mehr Brutto führt gerade ab mittelhohem Einkommensbereich oft zu vergleichsweise wenig zusätzlichem Netto.

Deshalb glaube ich inzwischen, dass für manche Hochqualifizierte ein hybrides Modell rational sein kann:

1. Teilzeit-Angestelltenverhältnis

  • qualifizierter Hauptjob mit hohem Stundenlohn
  • z. B. 20 bis 30 Stunden/Woche
  • weiterhin soziale Absicherung über das Angestelltenverhältnis
  • planbares Basiseinkommen

2. Nebentätigkeit als Freiberufler/Selbstständiger

  • projektbasierte Arbeit
  • flexible Zeiteinteilung
  • Möglichkeit, Betriebsausgaben steuerlich geltend zu machen
  • potenziell höhere Skalierung des Stunden- oder Projektlohns
  • vielleicht geht auch Gewerbe, aber da kenne ich mich noch nicht aus

Wichtig: Mir ist klar, dass auch Selbstständige natürlich Einkommensteuer zahlen und dass bestimmte Gruppen (z. B. einige Freiberufler) ebenfalls rentenversicherungspflichtig sein können. Mir geht es eher darum, dass zusätzliche Einkünfte außerhalb eines klassischen Angestelltenverhältnisses oft flexibler strukturiert werden können als reiner Arbeitslohn.

Ich kenne inzwischen mehrere Leute im IT-/Ingenieurbereich, die genau so arbeiten:
Reduzierte Stunden im Hauptjob kombiniert mit projektbezogener Nebentätigkeit. Nicht um „Steuern zu vermeiden“, sondern weil das Verhältnis aus zusätzlichem Aufwand, Flexibilität und Nettoertrag subjektiv attraktiver wirkt als klassische Vollzeit plus Überstunden/Karriereleiter.

Natürlich hat das Modell auch Nachteile:

  • weniger Arbeitnehmer-Sicherheit
  • Akquise-/Ausfallrisiko
  • organisatorischer Aufwand
  • potenziell geringere gesetzliche Rentenansprüche
  • nicht in jedem Beruf realistisch
  • Gefahr der Scheinselbstständigkeit, wenn die Nebentätigkeit faktisch nur ein verlängerter Arbeitgeberarm ist

Trotzdem frage ich mich inzwischen, ob Deutschland langfristig ein Anreizproblem bekommt:
Eigentlich bräuchte man mehr hochqualifizierte Vollzeitarbeit. Gleichzeitig steigt bei vielen Gutverdienern das Gefühl, dass zusätzliche Arbeitszeit finanziell immer weniger attraktiv wird.

Und genau das ist ja die Konsequenz der Politik: Es werden immer mehr Anreize geschaffen, die Vollzeittätigkeit zu verlassen.

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u/Typical-Frosting-319 — 2 days ago

Es wird nicht besser, weil kein Politiker mehr zurücktritt

Wisst ihr noch wie es früher üblich war für relativ kleine Verfehlungen als zurückzutreten? Selbst für Dinge, die nicht direkt mit der Politik zu tun haben?

Beispiel: Ex-Präsident Wulff ist zurückgetreten, weil es etwas bessere Kreditkonditionen bei der Hausbank bekommen hat. Guttenberg ist zurückgetreten, weil seine Doktorarbeit ein Plagiat war und er zudem lange eine Salamitaktik betrieben hat.

Heute passieren viel viel schlimmere Dinge und niemand tritt zurück.
Warum ist das schlecht? Die Politiker wissen, dass sie mit (fast) allem durchkommen. Es macht das Vertrauen in die Politik kaputt und wir werden immer mehr eine Republik, wo jeder nur an sich selbst denkt und nicht mehr an die Gesellschaft als ganzes. Und das wiederum wird sich zeigen im Gehaltsgefüge.

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u/Typical-Frosting-319 — 3 days ago
▲ 67 r/bremen

Und es wird doch kontrolliert

Vor einigen Wochen gab es einen Beitrag, ob Tickets in Bus und Bahn in Bremen kontrolliert werden, weil jemand so lange fährt und nie kontrolliert wurde.

Dann gab es super schlaue, die meinen, dass nie kontrolliert würde und das wegen der steigenden Gewalt auch niemand mehr macht oder die BSAG das auch nicht mehr so verfolgt. Und sowieso würde ja nie vor 8 und am Nachmittag kontrolliert unter der Woche. Ich war fast schon soweit mein Deutschlandticket zu kündigen. Der Tenor war in dem Beitrag auch so, dass man für Bremen eigentlich gar kein Ticket braucht, weil nie kontrolliert wird.

Tja, und wer wurde gestern in der Straßenbahn kontrolliert? Ich.
Ich hatte natürlich ein Ticket. Aber ich war erschreckt zu sehen, wie viele kein Ticket hatten.

Und natürlich hat da nicht ein Jürgen kontrolliert, sondern 5 muskelbepackte Männer im besten Alter sind reingegangen. Das waren mehr Bodybuilder als Mitarbeiter der BSAG.

Das Argument mit der Gewalt und dass sich niemand traut zu kontrollieren ist sowieso unwahr. In Köln zum Beispiel wird die U-Bahn von 20 Männern gleichzeitig kontrolliert. Die Verkehrsbetriebe finden schon einen sicheren Weg.

Also PSA: Holt euch lieber doch ein Ticket.

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u/Typical-Frosting-319 — 4 days ago

Was genau bringen die Anti Afd Post?

Es gibt viele Subs wie r/ichichs in denen die AFD zu Recht durch den Kakao gezogen wird.

Aber die allermeisten die auf reddit sind sind zum einen gegen die Afd und die die dafür sind, lassen sich dadurch ja nicht beeinflussen.

Was genau bringt denn das?

Ich frage weil ich gelesen habe, dass die Afd bei der Sonntagsfrage jetzt die stärkste Kraft ist. Also die beliebteste Partei aktuell. Sonntagsfrage zur Bundestagswahl: AfD liegt bei Sonntagstrend erstmals fünf Prozentpunkte vor der Union | DIE ZEIT

Auch auf der Demo in Hamburg wo gesungen wurde "ganz Hamburg hasst die Afd" dachte ich mir, dass das doch faktisch falsch. Die Afd ist im Stadtrat. Dieses Generalisieren "alle hassen XYZ" ist eine ziemlich leicht durchschaubare Mobbing-Taktik aus der Schulzeit.

Wäre es nicht sinnvoller die Regierungsparteien zu kritisieren, die die Leute zu Afd Wählern macht?

Versteht mich nicht falsch, aber ich kann mich noch vor 10 Jahren erinnern. Da hatte man schon die Afd Wähler beschimpft oder sich über die lustig gemacht, obwohl sie weder im Bundestag noch in den meisten Landtagen drin war. Was hat es gebracht? Die haben bei jeder !!! Wahl mehr Stimmen bekommen und jetzt bin ich geschockt, wenn diese Partei bei der Wahlumfrage mehr Stimmen bekommen als jede andere Partei. Da muss doch mal auffallen, dass der bisherige Weg der Falsch ist. Gegen die Afd und dessen Wähler wurde schon früh gehetzt. Mal seien sie dumm, mal Nazis, mal betrifft sie die Wahlergebnisse gar nicht (weil nur Rentner sie wählen). Und jetzt wählen sogar die ganz Jungen die Afd.

u/Typical-Frosting-319 — 4 days ago

Die Darstellung auf SC ist nicht missverständlich, sondern falsch.

Hallo,

nochmal zum Thema Zinsgutschrift auf dem Tagesgeldkonto:
Es wurde hier gesagt, dass sie missverständlich ist, da der Eindruck einer Doppelbesteuerung entsteht. Dabei ist die Darstellung einfach nur falsch von SC.

Warum?

Also, im Tagesgeldkonto seht ihr eine Zu- und Abflussrechnung. Jeder Beitrag, der auf oder vom TG kommt/geht, wird mit + bzw. - notiert.

Bei der letzten Zinsgutschrift wird, aber der Nettozins gutgeschrieben. Darunter dann der Steuerabzug, obwohl die Zinsgutschrift schon den Steuerabzug enthält.

Also:
Zins: +100€
Steuer: -26€
Klingt man auf die +100 € steht dann (128€ und nochmal Steuern von 28€). Die Differenz bei beiden Steuern ist genau der Soli.

Ist das bei euch auch so?
Kennt jemand seinen TG-Stand vor der Zinsgutschrift und kann bestätigen, dass SC keinen Fehler hat und wirklich nur 1 Mal die Steuern abgezogen hat?

reddit.com
u/Typical-Frosting-319 — 5 days ago
▲ 2 r/bremen

Hallo,

kann mir jemand sagen, wie die Mietkosten in Bremen sind?

Es gibt zwar einen Mietspiegel, aber wie in jeder Stadt besteht er größtenteils aus Altmietverträgen und die Neuvertragsmieten sind sehr viel höher. Laut Spiegel sind es 7€ pro qm. Aber da findet man nicht ein einziges Inserat im Bereich.

Ich schaue schon auf Immobilienscout und dort wiederrum sind die Mietpreise nach oben verzerrt, durch möblierte Wohnungen, die extrem teuer sind (teilweise 40€ pro qm) und durch Wohnungen, die lange inseriert sind, weil sie so teuer sind, dass sie niemand will.

Kann mir jemand sagen, was normale Mietpreise sind für eine 2 Zimmerwohnung in einfacher / normaler Lage?

Interessant finde ich alle Stadtteile bis auf Bremen Nord.

Vielleicht hat hier jemand selbst länger eine Wohnung gesucht und ein Gespür für normale Mietpreise in Bremen entwickelt und würde mir das mitteilen.

reddit.com
u/Typical-Frosting-319 — 12 days ago