u/Kurrkur

▲ 87 r/ADHS

I did a thing.. und ich hoffe das war nicht komplett dämlich von mir

Ich hab seit letztem Jahr quasi(!) meinen Traumjob und bin durch die Probezeit... Ich bin eigentlich im Team "Wir erzählen dem Arbeitgeber nix von Psychodiagnosen!"... Aber ich brauche mein Mindestmaß an Home-Office sonst werde ich sehr schnell sehr wahnsinnig. Ständige Unterbrechungen, ablenkende Geräusche.. allein schon ständig nur damit zu rechnen, dass gleich jemand rein platzt und ich den Faden verliere lenkt mich ab und stresst mich.. aaah..

Nu leider kommt das "quasi(!)" an meinem Traumjob daher, dass die Home-Office Regelung nicht wirklich ok für mich ist.. Ich hatte also während der Probezeit ein Gespräch mit meiner bisher sehr großartigen Chefin darüber, indem ich versuchte meine Bedürfnisse zu erklären ohne Diagnosen zu nennen. Ich konnte alles nicht gut genug einschätzen, bin sehr misstrauisch und wollte keine Probezeit-Kündigung.

Heute nu das zweite Gespräch.. ich würde zu häufig Home-Office machen. Ich darf überhaupt erst seit Ende der Probezeit und reize, zugegebenermaßen, seit dem die Regelung von max 1/Woche maximal aus, was ich eigentlich nicht sollte während der Einarbeitung. Es gab aber auch keine klarere Vorgabe. Naja.. Gespräch drehte sich im Kreis.. Chefin versuchte zu verstehen warum mir das so wichtig ist.. mir gingen die Argumente aus.. bin für ca. 2,5 Gesprächsfetzen weg zoned und habe dann impulsiv, aber auf sehr unsichere Art und Weise mit der Sprache rausgerückt.. aaah..

Die letzten male, dass ich das mit "richtigen Erwachsenen" gemacht habe (ich bin 32.. ja ich weiß, anderes Thema), habe ich nur gespött geerntet.

Meine bisher immernoch großartige Chefin hat aber tatsächlich total toll reagiert. Ich darf mein Home-Office behalten.. 1/Woche immerhin und sie regelt Dinge. Gespräch endete damit, dass ich mich bedankt habe für ihre Reaktion und sie sich entschuldigt, dass sie zunächst so scharf diskutiert hat.

Jetzt sitze ich zu Hause in der Wanne und grübel ob ich scheiße gebaut habe.. uff.. vielleicht auch ein kleiner Hoffnungsschimmer, dass ich da vielleicht doch ganz gut rein passe.

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u/Kurrkur — 2 days ago

Guten Tag allerseits!

das Thema Kastration wird hier ja immer mal wieder heiß diskutiert und dabei wird eigentlich immer mindestens 2-3 Mal die Falschinformation verbreitet, dass Kastrationen in DE illegal sind, oder nur aus medizinischen Gründen erlaubt.

Dies ist eine Fehlinformation, da der Gesetzestext dazu aus dem Tierschutz Gesetz diesen Wortlaut hat:

"(1) Verboten ist das vollständige oder teilweise Amputieren von Körperteilen oder das vollständige oder teilweise Entnehmen oder Zerstören von Organen oder Geweben eines Wirbeltieres. Das Verbot gilt nicht, wenn

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  1. zur Verhinderung der unkontrollierten Fortpflanzung oder - soweit tierärztliche Bedenken nicht entgegenstehen - zur weiteren Nutzung oder Haltung des Tieres eine Unfruchtbarmachung vorgenommen wird."

Für jeden zum selbst nachlesen: https://www.gesetze-im-internet.de/tierschg/\_\_6.html

Mir ist wichtig, dass hier mal in einem eigenen Post groß darzustellen, weil der Einwand "Du darfst deinen Hund nicht kastrieren, das ist illegal!" einfach jede sinnvolle Diskussion zu dem Thema vergiftet. Ihr erreicht dadurch wahrscheinlich sogar häufig das Gegenteil von dem was ihr wollt.

Beispiel: Mensch kommt hier ins Forum, hat in irgendeiner Form einen Leidensdruck mit seinem Hund und fragt, ob eine Kastration da helfen könnte. An der Stelle könnten jetzt ganz viele Sachen konstruktiv erklärt werden um BeispielOP bei der Entscheidung weiter zu helfen. Zum Beispiel, dass Kastrationen keine generellen Verhaltensprobleme lösen, oder in manchen Fällen (Angst z.B.) das Fehlen von Sexualhormonen das sogar verschlimmern können. BeispielOP informiert sich dann vllt nochmal und kommt zu dem Schluss das eine Kastration nicht der richtige Weg ist. Oder aber es kommen direkt drei Leute aus der Ecke geschossen und schreien, das Kastration illegal ist, wie kann BeispielOP nur. BeispielOP fühlt sich vllt angegriffen, schaut aber nochmal selber nach und findet, dass das so pauschal absoluter BS ist und denkt jetzt die spinnen doch alle da in dem subreddit und trifft die Entscheidung zu Kastration eventuell nicht ideal informiert.

Kastration bei Hunden ist eine individuelle Entscheidung und sollte sorgfältig abgewogen und zusammen mit einem Tierarzt getroffen werden. Es können dabei medizinische Gründe eine Rolle spielen (z.B. Pyometra), aber auch soziale/verhaltensbasierte (z.B. Rüde stresst komplett aus). Die Vollnarkose hat immer ein Risiko und nimmt man einem Hund die Sexualhormone hat das gesundheitliche Folgen, z.B. eine schlechtere Knochendichte, oder leicht erhöhte Krebsrisiken. Insgesamt gesehen sind diese Folgen aber nicht dramatisch. Viele Hunde leben kastriert ein langes und gesundes Leben und es gibt sehr viele andere Faktoren die einen seeeehr viel größeren Einfluss auf die allgemeine Gesundheit haben (Übergewicht z.B., da schreit keiner dass es illegal wäre seinen Hund zu überfüttern (würde auch nicht stimmen)). In Deutschland sollten auch die allermeisten Hundehalter in der Lage sein unkontrollierte Fortpflanzung ohne Kastration zu verhindern.

Der Mythos, dass eine Kastration bei der Erziehung hilft hält sich leider auch hartnäckig, aber ist eine Folge von Missinformation und dagegen hilft Aufklärung. Aggressiv die nächste Fehlinformation dagegen zu halten ist extrem kontraproduktiv. Bitte lasst das!

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u/Kurrkur — 20 days ago