Hallo zusammen,
bei mir läuft in 2 Jahren die Spekulationsfrist bei einem Objekt aus und da überlege ich nun, was ich damit mache.
Zum Ende der Zinsbindung werden noch etwa 380k auf dem Objekt an Restschuld sein, der heutige Marktwert wäre wohl so bei ca. 550k.
Die aktuellen Mieteinnahmen sind bei 2,1k kalt nach Abzug des kompletten Hausgeldes, sodass man damit bei 6% Annuität nur einen Kredit von ca. 426k finanzieren könnte, wenn der CF neutral bleiben soll.
Jetzt stelle ich mir die Frage, ob ich a) einfach eine Anschlussfinanzierung abschließe und weiter tilge mit leicht positiven CF oder b) die Wohnung zum ungefähren Marktpreis an meine Frau verkaufe.
Bei Option b) haben wir halt einen negativen CF von ca. 650€ pro Monat (4,2% Zins, 1,8 Tilgung beim Kaufpreis von 550k€ angenommen), dafür können wir die Zinsen von den Steuern absetzen und haben 170k EK frei gemacht.
Theoretisch könnte ich den negativen CF über die nächsten 10 Jahre von den 170k EK bezahlen und es bleibt noch immer etwa die Hälfte vom EK übrig - ohne nun die ganze Steuerperspektive zu berücksichtigen.
Daher wirkt es interessant, aber für die Haushaltsrechnung sieht es für weitere Finanzierungen negativer aus, als den positiven CF von Option a) mitzunehmen - oder liege ich da falsch?
Dazu ist zu sagen, dass es eigentlich keinen riesigen Unterschied machen würde, ob wir diese 650€ mehr oder weniger im Monat hätten.
Habe ich bei den Konstrukt irgendwo einen generellen Denkfehler oder gibt es andere (gute) Optionen, die ich übersehe?
Einen Verkauf an Dritte schließe ich aus verschiedenen Gründen aus.
Würde mich über Erfahrungen freuen.