u/Financial-Art-9939

Hallo zusammen, ich (26) habe vor Kurzem eine tolle Frau (23) kennengelernt und es passt eigentlich alles perfekt. Jetzt habe ich jedoch erfahren, dass ihre letzte Langzeitbeziehung vor etwa einem Jahr endete, weil sie über ein Jahr lang eine Affäre hatte. Sie sagt, sie habe damals den Absprung aus der kaputten Beziehung nicht geschafft und zeigt sich sehr reuevoll.

Da ich selbst nach Trennungen immer lange trauere, verunsichert mich das sehr. Kann man jemandem vertrauen, der so lange zweigleisig gefahren ist? Reicht ein Jahr aus, um so etwas zu verarbeiten und wirklich bereit für etwas Neues zu sein? Ich habe Angst, dass sich so ein Muster wiederholt. Was sind eure Erfahrungen?

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u/Financial-Art-9939 — 11 days ago

Hallo zusammen,

ich brauche mal einen objektiven Blick auf meine Situation, da ich mich gerade wie ein Versager fühle, obwohl ich kurz vor meinem Abschluss stehe.

In wenigen Monaten werde ich meinen Bachelor in Erziehungswissenschaft und die staatliche Anerkennung zum Sozialpädagogen haben. Ich sehe mich aber absolut nicht im sozialen Bereich. In meinen Praktika hatte ich zwar super gute Rückmeldungen, aber absolut kein Interesse und keinen Spaß an der Arbeit. Ich habe das Gefühl, dass ich charakterlich einfach nicht in das Feld passe. Zudem kann ich mich leider nicht wirklich abgrenzen und nehme absolut alles mit nach Hause. Was mich zudem massiv abschreckt, ist die Erwartung, dass man als Sozialpädagoge sehr genügsam und bescheiden leben muss. Die Gehaltsaussichten und die frühe Deckelung motivieren mich überhaupt nicht. Ich habe Bock auf Karriere und würde gerne gutes Geld verdienen.

Dass ich das Studium überhaupt bis zum Ende durchgezogen habe, liegt vor allem daran, dass ich davor schon ein anderes Studium abgebrochen habe. Zudem bin ich seit einigen Jahren psychisch erkrankt und hatte schlicht nicht die Kraft, früher die Reißleine zu ziehen, weshalb ich mich jetzt eher durchgebissen habe. Wenn ich nun an den eigentlichen Berufseinstieg denke, habe ich ein richtig schlimmes Bauchgefühl. Ich will eigentlich was ganz anderes machen, habe aber Angst, mit Mitte 20 schon zu alt für einen kompletten Neuanfang zu sein.

Ich komme aus einem eher ländlichen Raum mit viel Industrie, habe ein Auto und glücklicherweise recht viele Rücklagen. Trotzdem ist die Angst vor dem Ungewissen groß. Aktuell überlege ich folgende Optionen:

Option A: Dieses Jahr noch eine Ausbildung beginnen (in meiner Heimat sind noch viele Stellen offen) als Industriekaufmann oder ähnliches.

Option B: Ein Jahr arbeiten, um noch mehr Puffer zu haben, und dann ein duales BWL-Studium suchen (wobei mir das reine Studieren/Mathe eigentlich nicht liegt).

Option C: Eine technische Ausbildung machen, da mich das Handfeste auch reizt.

Ich bin für jeden Ratschlag, jede Erfahrung oder jeden völlig anderen Ansatz dankbar, denn ich komme mir vor, als würde ich mich seit Jahren im Kreis drehen, und ich habe große Angst, jetzt wieder einen weiteren Fehler zu machen.

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u/Financial-Art-9939 — 17 days ago

Hallo zusammen,

ich brauche mal einen objektiven Blick auf meine Situation, da ich mich gerade wie ein Versager fühle, obwohl ich kurz vor meinem Abschluss stehe.

In wenigen Monaten werde ich meinen Bachelor in Erziehungswissenschaft und die staatliche Anerkennung zum Sozialpädagogen haben. Ich sehe mich aber absolut nicht im sozialen Bereich. In meinen Praktika hatte ich zwar super gute Rückmeldungen, aber absolut kein Interesse und keinen Spaß an der Arbeit. Ich habe das Gefühl, dass ich charakterlich einfach nicht in das Feld passe. Zudem kann ich mich leider nicht wirklich abgrenzen und nehme absolut alles mit nach Hause. Was mich zudem massiv abschreckt, ist die Erwartung, dass man als Sozialpädagoge sehr genügsam und bescheiden leben muss. Die Gehaltsaussichten und die frühe Deckelung motivieren mich überhaupt nicht. Ich habe Bock auf Karriere und würde gerne gutes Geld verdienen.

Dass ich das Studium überhaupt bis zum Ende durchgezogen habe, liegt vor allem daran, dass ich davor schon ein anderes Studium abgebrochen habe. Zudem bin ich seit einigen Jahren psychisch erkrankt und hatte schlicht nicht die Kraft, früher die Reißleine zu ziehen, weshalb ich mich jetzt eher durchgebissen habe. Wenn ich nun an den eigentlichen Berufseinstieg denke, habe ich ein richtig schlimmes Bauchgefühl. Ich will eigentlich was ganz anderes machen, habe aber Angst, mit Mitte 20 schon zu alt für einen kompletten Neuanfang zu sein.

Ich komme aus einem eher ländlichen Raum mit viel Industrie, habe ein Auto und glücklicherweise recht viele Rücklagen. Trotzdem ist die Angst vor dem Ungewissen groß. Aktuell überlege ich folgende Optionen:

  • Option A: Dieses Jahr noch eine Ausbildung beginnen (in meiner Heimat sind noch viele Stellen offen) als Industriekaufmann oder ähnliches.
  • Option B: Ein Jahr arbeiten, um noch mehr Puffer zu haben, und dann ein duales BWL-Studium suchen (wobei mir das reine Studieren/Mathe eigentlich nicht liegt).
  • Option C: Eine technische Ausbildung machen, da mich das Handfeste auch reizt.

Ich bin für jeden Ratschlag, jede Erfahrung oder jeden völlig anderen Ansatz dankbar, denn ich komme mir vor, als würde ich mich seit Jahren im Kreis drehen, und ich habe große Angst, jetzt wieder einen weiteren Fehler zu machen.

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u/Financial-Art-9939 — 18 days ago