u/Exotic_Client_8744

Wie Familie noch vertrauen? "Ich erzähle es keinem, erst recht nicht den Brüdern" und dann wird es den Brüdern erzählt?

Disclaimer: Es könnte etwas lang werden, das tut mir leid. Alles ist aber von mir 100 % eigenständig verfasst.

Ich habe an Depressionen gelitten bzw tue es noch immer, aber war in erfolgreicher Therapie und mir geht es seitdem viel besser.

Meine Mutter (73) weiß über meine Depressionen bescheid. Ich habe nicht viele Freunde und keinen Partner, weswegen sie diesbezüglich
immer meine Vertraute war. Sie weiß auch, dass es schon öfters einmal vorgekommen ist, dass ich meine Wohnung sehr vernachlässigt habe,
wenn es mir zu viel geworden ist und ich Depressionen hatte. Ich mag wirklich ungern das Wort "Messi" in den Raum werfen, da es meiner
Ansicht nach bei diesen Leuten noch etwas anders ist, aber sagen wir einmal: Wirklich sehr unordentlich und aus Überforderung den Müll
teilweise auf den Boden geworfen. Trotzdem klappt es meistens, wenn ich wo anders oder nicht allein bin oder es mir psychisch gut geht 
und grundsätzlich mag ich diesen Zustand nicht und es ist mir selber sehr unangenehm und da ist auch sehr viel Scham. 
So große Scham, dass ich klingelnde Türen oft nicht geöffnet habe, aus Angst, dass andere etwas bemerken oder ich die Vorhänge zuziehe,
damit niemand reinschauen oder "lästern" könnte. Meine Mutter weiß über das alles bescheid.
Ich möchte gerne so viel Autonomie wie möglich und versuche nach außen so zu wirken, dass ich das alles schaffe und nur meine Mutter
wusste lange, wenn ich da Probleme hatte.

Mir ging es durch die Therapie sehr gut und ich habe wieder ein Studium begonnen mit ü30, was mir sehr viel Spaß bringt und gut läuft.
Ich habe mich für ein Auslandsjahr entschieden, weil ich das schon immer einmal in meinem Leben machen wollte und hatte mich auch
dafür qualifiziert.

Es ist schon zweimal passiert, dass ich kurz über einige Tage weg war und meine Mutter den Schlüssel haben wollte um "nach Post zu gucken".
Ich war da auch schon bestimmt ü25 damals und als ich dann wiederkam war es so, dass meine Mutter alles ungefragt und unerwünscht (!) 
aufgeräumt hatte als ich wiederkam d.h. sie hat den Schlüssel dafür genutzt, dass sie einfach heimlich in meine Wohnung gegangen ist und aufgeräumt und 
auch Sachen umsortiert hat. Ich empfand das damals als Grenzüberschreitung, dass sie in meine Wohnung gegangen ist und meine Sachen geregelt hat,
obwohl ich eine erwachsene Frau war. Ich hatte auch eher geschockt und negativ reagiert und für mich war das wie ein Kontrollverlust und anhand
meiner Reaktion wurde mir dann "Undankbarkeit" unterstellt. Ich hatte damals auch kommuniziert, dass ich das nicht so gut fand.

Bezüglich des Auslandsjahrs war es aber nun so: Ich hatte meine Mutter gefragt, ob sie mich tatsächlich einmalig unterstützen kann, da sie
das ja nun mehrfach davor gemacht hat, meistens ungefragt und sie immer wieder Sprüche bringt, dass ich mich auf sie verlassen könne und
sie mir hilft und für mich da sei. Ok. Ich hatte ihr auch gesagt, dass mir das etwas unangenehm ist und dass sie das bitte niemandem erzählen soll und das ein privates Ding zwischen uns ist, da ich wie gesagt soziale Ängste habe und in der Familie oft genug "niedergemacht" worden bin, weil ich studiere und ein Studium im Grunde "den Eltern auf der Tasche liegen" bedeuten würde, obwohl ich wie gesagt davor nebenher gearbeitet hatte. Ich wollte mir aber gewisse Sprüche von "üblichen Verdächtigen" sparen und hatte auch darum gebeten besonders meinen älteren Brüdern nichts davon zu sagen und einfach zu sagen, dass ich ein Stipendium bekommen hatte, denn sonst reagiert der mittlere Bruder und seine Partnerin immer so komisch. Meine Mutter hat mir dieses versprochen.

Ich wollte meine Wohnung untervermieten, aber ich steckte mitten im Studium und Planungsstress für das Auslandsjahr. Ich hatte es nicht mehr geschafft die Wohnung leer zu räumen, um späteren Interessenten die Wohnung zu zeigen und hatte eine sehr stressige und harte Phase. 
Dementsprechend sah es auch wieder aus, was ich ihr auch mitteilte. Es wurde gesagt, dass das schon in Ordnung sei und man mir wieder
helfen würde und ich mir "keinen Kopf machen" solle. Ich machte deutlich, dass ich das auch nicht so für meine Eltern so hinterlassen will
und mir das unangenehm ist und dass ich vielleicht die Nacht durchmachen könne oder ob wir notfalls so einen Räumungsdienst holen könnten.
Nein, ich könne das ruhig alles so lassen, das sei schon in Ordnung so und das würde geregelt werden und man müsse niemanden kommen lassen
und die würden das schon alles hinbekommen.

Als ich Auslandsjahr war, gab es leider einige Dämpfer: Vieles hat sich als teurer herausgestellt als angepriesen und vieles war mit Kosten
verbunden. Auch die Studiengebühren meiner Uni hatten sich kurzfristig erhöht, was niemand kommen sehen hat und alles ist plötzlich
teurer geworden. Das Auslandsbafög wurde bei mir abgelehnt und das Stipendium auch. Immer, wenn meine Mutter sich bei mir gemeldet hatte, war es negativ und weinerlich. Meine Wohnung sei ja so schlimm hinterlassen und sie seien ja nun ü70 und würden 
das nicht mehr schaffen. Kurz: Es wurde sich nicht einmal für mein Auslandsjahr gefreut. Kein Stolz. Gar nichts. Alles wurde sofort
ins Negative gezogen. Meine Mutter meinte dann, dass meine Wohnung sie und meinen Stiefvater inzwischen auch überfordern würde.
Sie meinte dann, dass sie am liebsten jemanden kommen lassen wolle, der beim Ausräumen hilft. Ich hatte betont, dass mir das ja unangenehm
sei, aber dass sei sonst gerne so einen Ausräumdienst oder eine Putzkraft holen könnten und ich das notfalls dann zurückzahlen würde.

Nein, das sei viel zu teuer und das könnten sie sich nicht leisten und das Geld würden sie von mir ja sowieso niemals zurückbekommen.
Sie würden sonst einen ihrer Bekannten holen. Ich hatte gesagt, dass ich sowas nicht möchte, da ich das unangenehm finde, wenn das
jemand ist, der meine Eltern kennt und sie dann darauf anspricht und es mir wichtig ist, dass es eine "neutrale" Person ist, die keiner kennt
und alles andere sehr große Panik in mir auslöst. Meine Mutter meinte dann, dass wir das noch später besprechen würden. Ok. 
Sie hatte auch Familienmitglieder wie meine Brüder vorgeschlagen, was ich vehement verneint hatte, weil ich nicht möchte, dass ich da
irgendwie "in ihrer Schuld" stehe oder sie mir das irgendwie nachtragen oder hinterher erwähnen oder dann einen schlechten Eindruck
von mir haben d.h. ich habe ganz explizit darum gebeten das nicht zu machen und Gründe genannt warum. Nein, das wäre nicht so und
das sei ja alles Familie, aber sie würde noch einmal später mit mir darüber sprechen.

Jedenfalls wurde dann nur noch später kommuniziert, dass es dann alles "geklappt" hätte und mir die Fotos der ausgeräumten Wohnung geschickt.
Ok. Ich mache es kurz: Als ich dann wieder zuhause war, meinte meine Mutter erst, dass sie sich Hilfe geholt hatten. Ok.
Erst später wurde mir dann gesagt, dass sie das mit meinem mittleren Bruder und seiner Partnerin gemacht hatten, also genau die, wo 
ich bei meiner Mutter darum gebeten hatte, dass sie meine Probleme nicht so großartig erzählen soll, weil die viel lästern und mich oft
schlecht darstellen. Ich hatte ja darum gebeten, dass niemand sonst von meinen "Problemen" erfahren solle.

So hat meine Mutter es erzählt: Anscheinend hatte meine Mutter einen Zusammenbruch bekommen gesundheitlich und psychisch,
da sie das alles überfordert und belastet habe und zufällig sei mein Bruder und seine Partnerin gerade dort gewesen und hätten
darauf bestanden das zu übernehmen und zu machen. Ich wurde dazu nicht einmal befragt oder kontaktiert. 
Dann hätten sie das alles gemacht. 

Und jetzt kommt es: Ich erfahre auch auf einmal jetzt so "aus dem Nichts", dass mein mittlerer Bruder nicht gut auf mich
zu sprechen sei "deswegen". Das höre ich so von meiner Mutter, denn von ihm habe ich einfach nichts gehört.
Er hatte mir im Auslandsjahr nicht zum Geburtstag gratuliert d.h. nicht einmal über Whats App. 
Er hatte mir dieses Jahr vor Kurzem nicht zum Geburtstag gratuliert. Er hatte nicht auf Whats App reagiert, als ich
ihm im Auslandsjahr noch Fotos geschickt habe. Nichts. 

Ich hatte letztens noch gesagt, dass ich es etwas schade finde, dass er sich nicht mehr bei mir meldet und mir
nicht einmal zum Geburtstag geschrieben hatte. Da kam dann von meiner anderen Schwägerin: "Naja, kann man ja verstehen!"
Echt? Kann man verstehen? Wieso? Mir wurde nichts weiter gesagt. Von ihm nicht. Was ist da los?

Anscheinend weiß wohl die ganze Familie davon und alle sind komisch und distanziert zu mir seit ich wieder in Deutschland bin.
Richtig angesprochen wird es aber nicht. Alle scheinen latent wütend auf mich zu sein und ich verstehe nicht warum.
Ja, ich hatte die Wohnung nicht gut hinterlassen, aber hatte ja angeboten noch etwas zu machen oder eine Putzkraft zu holen usw,
was meine Mutter verneint hatte und gemeint hatte, dass sie das ja macht und schafft und als sie meinte, dass es ihr zu viel wird,
wollten wir noch darüber reden, aber das ist nie passiert.

Ich habe jetzt irgendwie das Vertrauen in meine Familie verloren und weiß gerade gar nicht, was da los ist.

reddit.com
u/Exotic_Client_8744 — 2 days ago

Wie Familie noch vertrauen?

Disclaimer: Es könnte etwas lang werden, das tut mir leid. Alles ist aber von mir 100 % eigenständig verfasst.

Ich habe an Depressionen gelitten bzw tue es noch immer, aber war in erfolgreicher Therapie und mir geht es seitdem viel besser.
Noch vor einigen Jahren hatte ich "eine Sache versucht" ohne weiterhin hier darauf eingehen zu wollen, aber ihr könnt euch denken was.
Mir ging es durch die Therapie sehr gut und ich habe wieder ein Studium begonnen mit ü25, was mir sehr viel Spaß bringt und gut läuft.
Ich habe mich für ein Auslandsjahr entschieden, weil ich das schon immer einmal in meinem Leben machen wollte und hatte mich auch
dafür qualifiziert.
Bezüglich der Finanzierung wurde gesagt, dass wir Auslandsbafög und Stipendien bekommen würden und mein leiblicher Vater (Eltern
sind geschieden) hatte zugestimmt einen Teil der Kosten für die Unterkunft usw zu bezahlen und meine Mutter stimmte zu den Rest
zu bezahlen.

Meine Mutter weiß über meine Depressionen bescheid. Ich habe nicht viele Freunde und keinen Partner, weswegen sie diesbezüglich
immer meine Vertraute war. Sie weiß auch, dass es schon öfters einmal vorgekommen ist, dass ich meine Wohnung sehr vernachlässigt habe,
wenn es mir zu viel geworden ist und ich Depressionen hatte. Ich mag wirklich ungern das Wort "Messi" in den Raum werfen, da es meiner
Ansicht nach bei diesen Leuten noch etwas anders ist, aber sagen wir einmal: Wirklich sehr unordentlich und aus Überforderung den Müll
teilweise auf den Boden geworfen. Trotzdem klappt es meistens, wenn ich wo anders oder nicht allein bin oder es mir psychisch gut geht
und grundsätzlich mag ich diesen Zustand nicht und es ist mir selber sehr unangenehm und da ist auch sehr viel Scham.
So große Scham, dass ich klingelnde Türen oft nicht geöffnet habe, aus Angst, dass andere etwas bemerken oder ich die Vorhänge zuziehe,
damit niemand reinschauen oder "lästern" könnte. Meine Mutter weiß über das alles bescheid.
Ich möchte gerne so viel Autonomie wie möglich und versuche nach außen so zu wirken, dass ich das alles schaffe und nur meine Mutter
wusste lange, wenn ich da Probleme hatte.

Es ist schon zweimal passiert, dass ich kurz über einige Tage weg war und meine Mutter den Schlüssel haben wollte um "nach Post zu gucken".
Ich war da auch schon bestimmt ü25 damals und als ich dann wiederkam war es so, dass meine Mutter alles ungefragt und unerwünscht (!)
aufgeräumt hatte als ich wiederkam d.h. sie hat den Schlüssel dafür genutzt, dass sie einfach heimlich in meine Wohnung gegangen ist und aufgeräumt und
auch Sachen umsortiert hat. Ich empfand das damals als Grenzüberschreitung, dass sie in meine Wohnung gegangen ist und meine Sachen geregelt hat,
obwohl ich eine erwachsene Frau war. Ich hatte auch eher geschockt und negativ reagiert und für mich war das wie ein Kontrollverlust und anhand
meiner Reaktion wurde mir dann "Undankbarkeit" unterstellt. Ich hatte damals auch kommuniziert, dass ich das nicht so gut fand.

Bezüglich des Auslandsjahrs war es aber nun so: Ich hatte meine Mutter gefragt, ob sie mich tatsächlich einmalig unterstützen kann, da sie
das ja nun mehrfach davor gemacht hat, meistens ungefragt und sie immer wieder Sprüche bringt, dass ich mich auf sie verlassen könne und
sie mir hilft und für mich da sei. Ok. Ich hatte mein Studium davor überwiegend mit Arbeit nebenbei finanziert, aber offensichtlich war das im
Zuge des Auslandsjahrs nicht möglich, weswegen ich sie auch hier um einmalig finanzielle Unterstützung gebeten hatte. Sie hat zugestimmt die
Hälfte zu bezahlen bzw so Essen und Dinge, die man so braucht zu finanzieren. Ich hatte ihr auch gesagt, dass mir das etwas unangenehm ist
und dass sie das bitte niemandem erzählen soll und das ein privates Ding zwischen uns ist, da ich wie gesagt soziale Ängste habe und in der
Familie oft genug "niedergemacht" worden bin, weil ich studiere und ein Studium im Grunde "den Eltern auf der Tasche liegen" bedeuten würde,
obwohl ich wie gesagt davor nebenher gearbeitet hatte. Ich wollte mir aber gewisse Sprüche von "üblichen Verdächtigen" sparen und hatte
auch darum gebeten besonders meinen älteren Brüdern nichts davon zu sagen und einfach zu sagen, dass ich ein Stipendium bekommen hatte,
denn sonst reagiert der mittlere Bruder und seine Partnerin immer so komisch. Meine Mutter hat mir dieses versprochen.

Ich wollte meine Wohnung untervermieten, aber ich steckte mitten im Studium und Planungsstress für das Auslandsjahr. Ich hatte es nicht mehr geschafft die Wohnung leer zu räumen, um späteren Interessenten die Wohnung zu zeigen und hatte eine sehr stressige und harte Phase.
Dementsprechend sah es auch wieder aus, was ich ihr auch mitteilte. Es wurde gesagt, dass das schon in Ordnung sei und man mir wieder
helfen würde und ich mir "keinen Kopf machen" solle. Ich machte deutlich, dass ich das auch nicht so für meine Eltern so hinterlassen will
und mir das unangenehm ist und dass ich vielleicht die Nacht durchmachen könne oder ob wir notfalls so einen Räumungsdienst holen könnten.
Nein, ich könne das ruhig alles so lassen, das sei schon in Ordnung so und das würde geregelt werden und man müsse niemanden kommen lassen
und die würden das schon alles hinbekommen.

Als ich Auslandsjahr war, gab es leider einige Dämpfer: Vieles hat sich als teurer herausgestellt als angepriesen und vieles war mit Kosten
verbunden. Auch die Studiengebühren meiner Uni hatten sich kurzfristig erhöht, was niemand kommen sehen hat und alles ist plötzlich
teurer geworden. Das Auslandsbafög wurde bei mir abgelehnt und das Stipendium auch. Ja, ich habe dann natürlich etwas mehr Geld
von meiner Mutter abgehoben. Immer, wenn meine Mutter sich bei mir gemeldet hatte, war es negativ und weinerlich.
Ich hebe zu viel Geld ab, sie habe kein Geld mehr, meine Wohnung sei ja so schlimm hinterlassen und sie seien ja nun ü70 und würden
das nicht mehr schaffen. Kurz: Es wurde sich nicht einmal für mein Auslandsjahr gefreut. Kein Stolz. Gar nichts. Alles wurde sofort
ins Negative gezogen. Meine Mutter meinte dann, dass meine Wohnung sie und meinen Stiefvater inzwischen auch überfordern würde.
Sie meinte dann, dass sie am liebsten jemanden kommen lassen wolle, der beim Ausräumen hilft. Ich hatte betont, dass mir das ja unangenehm
sei, aber dass sei sonst gerne so einen Ausräumdienst oder eine Putzkraft holen könnten und ich das notfalls dann zurückzahlen würde.

Nein, das sei viel zu teuer und das könnten sie sich nicht leisten und das Geld würden sie von mir ja sowieso niemals zurückbekommen.
Sie würden sonst einen ihrer Bekannten holen. Ich hatte gesagt, dass ich sowas nicht möchte, da ich das unangenehm finde, wenn das
jemand ist, der meine Eltern kennt und sie dann darauf anspricht und es mir wichtig ist, dass es eine "neutrale" Person ist, die keiner kennt
und alles andere sehr große Panik in mir auslöst. Meine Mutter meinte dann, dass wir das noch später besprechen würden. Ok.

Jedenfalls wurde dann nur noch später kommuniziert, dass es dann alles "geklappt" hätte und mir die Fotos der ausgeräumten Wohnung geschickt.
Ok. Ich mache es kurz: Als ich dann wieder zuhause war, meinte meine Mutter erst, dass sie sich Hilfe geholt hatten. Ok.
Erst später wurde mir dann gesagt, dass sie das mit meinem mittleren Bruder und seiner Partnerin gemacht hatten, also genau die, wo
ich bei meiner Mutter darum gebeten hatte, dass sie meine Probleme nicht so großartig erzählen soll, weil die viel lästern und mich oft
schlecht darstellen. Ich hatte ja darum gebeten, dass niemand sonst von meinen "Problemen" erfahren solle.

So hat meine Mutter es erzählt: Anscheinend hatte meine Mutter einen Zusammenbruch bekommen gesundheitlich und psychisch,
da sie das alles überfordert und belastet habe und zufällig sei mein Bruder und seine Partnerin gerade dort gewesen und hätten
darauf bestanden das zu übernehmen und zu machen. Ich wurde dazu nicht einmal befragt oder kontaktiert.
Dann hätten sie das alles gemacht.

Und jetzt kommt es: Ich erfahre auch auf einmal jetzt so "aus dem Nichts", dass mein mittlerer Bruder nicht gut auf mich
zu sprechen sei "deswegen". Das höre ich so von meiner Mutter, denn von ihm habe ich einfach nichts gehört.
Er hatte mir im Auslandsjahr nicht zum Geburtstag gratuliert d.h. nicht einmal über Whats App.
Er hatte mir dieses Jahr vor Kurzem nicht zum Geburtstag gratuliert. Er hatte nicht auf Whats App reagiert, als ich
ihm im Auslandsjahr noch Fotos geschickt habe. Nichts.

Ich hatte letztens noch gesagt, dass ich es etwas schade finde, dass er sich nicht mehr bei mir meldet und mir
nicht einmal zum Geburtstag geschrieben hatte. Da kam dann von meiner anderen Schwägerin: "Naja, kann man ja verstehen!"
Echt? Kann man verstehen? Wieso? Mir wurde nichts weiter gesagt. Von ihm nicht. Was ist da los?

Anscheinend weiß wohl die ganze Familie davon und alle sind komisch und distanziert zu mir seit ich wieder in Deutschland bin.
Richtig angesprochen wird es aber nicht. Alle scheinen latent wütend auf mich zu sein und ich verstehe nicht warum.
Ja, ich hatte die Wohnung nicht gut hinterlassen, aber hatte ja angeboten noch etwas zu machen oder eine Putzkraft zu holen usw,
was meine Mutter verneint hatte und gemeint hatte, dass sie das ja macht und schafft und als sie meinte, dass es ihr zu viel wird,
wollten wir noch darüber reden, aber das ist nie passiert.

Ich habe jetzt irgendwie das Vertrauen in meine Familie verloren und weiß gerade gar nicht, was da los ist.

reddit.com
u/Exotic_Client_8744 — 2 days ago

Vertrauen in Familie teilweise verloren, wie soll ich weiterhin vorgehen?

Disclaimer: Es könnte etwas lang werden, das tut mir leid. Alles ist aber von mir 100 % eigenständig verfasst.

Ich habe an Depressionen gelitten bzw tue es noch immer, aber war in erfolgreicher Therapie und mir geht es seitdem viel besser.
Noch vor einigen Jahren hatte ich "eine Sache versucht" ohne weiterhin hier darauf eingehen zu wollen, aber ihr könnt euch denken was.
Mir ging es durch die Therapie sehr gut und ich habe wieder ein Studium begonnen mit ü30, was mir sehr viel Spaß bringt und gut läuft.
Ich habe mich für ein Auslandsjahr entschieden, weil ich das schon immer einmal in meinem Leben machen wollte und hatte mich auch
dafür qualifiziert.
Bezüglich der Finanzierung wurde gesagt, dass wir Auslandsbafög und Stipendien bekommen würden und mein leiblicher Vater (Eltern
sind geschieden) hatte zugestimmt einen Teil der Kosten für die Unterkunft usw zu bezahlen und meine Mutter stimmte zu den Rest
zu bezahlen.

Meine Mutter (73) weiß über meine Depressionen bescheid. Ich habe nicht viele Freunde und keinen Partner, weswegen sie diesbezüglich
immer meine Vertraute war. Sie weiß auch, dass es schon öfters einmal vorgekommen ist, dass ich meine Wohnung sehr vernachlässigt habe,
wenn es mir zu viel geworden ist und ich Depressionen hatte. Ich mag wirklich ungern das Wort "Messi" in den Raum werfen, da es meiner
Ansicht nach bei diesen Leuten noch etwas anders ist, aber sagen wir einmal: Wirklich sehr unordentlich und aus Überforderung den Müll
teilweise auf den Boden geworfen. Trotzdem klappt es meistens, wenn ich wo anders oder nicht allein bin oder es mir psychisch gut geht
und grundsätzlich mag ich diesen Zustand nicht und es ist mir selber sehr unangenehm und da ist auch sehr viel Scham.
So große Scham, dass ich klingelnde Türen oft nicht geöffnet habe, aus Angst, dass andere etwas bemerken oder ich die Vorhänge zuziehe,
damit niemand reinschauen oder "lästern" könnte. Meine Mutter weiß über das alles bescheid.
Ich möchte gerne so viel Autonomie wie möglich und versuche nach außen so zu wirken, dass ich das alles schaffe und nur meine Mutter
wusste lange, wenn ich da Probleme hatte.

Es ist schon zweimal passiert, dass ich kurz über einige Tage weg war und meine Mutter den Schlüssel haben wollte um "nach Post zu gucken".
Ich war da auch schon bestimmt ü25 damals und als ich dann wiederkam war es so, dass meine Mutter alles ungefragt und unerwünscht (!)
aufgeräumt hatte als ich wiederkam d.h. sie hat den Schlüssel dafür genutzt, dass sie einfach heimlich in meine Wohnung gegangen ist und aufgeräumt und
auch Sachen umsortiert hat. Ich empfand das damals als Grenzüberschreitung, dass sie in meine Wohnung gegangen ist und meine Sachen geregelt hat,
obwohl ich eine erwachsene Frau war. Ich hatte auch eher geschockt und negativ reagiert und für mich war das wie ein Kontrollverlust und anhand
meiner Reaktion wurde mir dann "Undankbarkeit" unterstellt. Ich hatte damals auch kommuniziert, dass ich das nicht so gut fand.

Bezüglich des Auslandsjahrs war es aber nun so: Ich hatte meine Mutter gefragt, ob sie mich tatsächlich einmalig unterstützen kann, da sie
das ja nun mehrfach davor gemacht hat, meistens ungefragt und sie immer wieder Sprüche bringt, dass ich mich auf sie verlassen könne und
sie mir hilft und für mich da sei. Ok. Ich hatte mein Studium davor überwiegend mit Arbeit nebenbei finanziert, aber offensichtlich war das im
Zuge des Auslandsjahrs nicht möglich, weswegen ich sie auch hier um einmalig finanzielle Unterstützung gebeten hatte. Sie hat zugestimmt die
Hälfte zu bezahlen bzw so Essen und Dinge, die man so braucht zu finanzieren. Ich hatte ihr auch gesagt, dass mir das etwas unangenehm ist
und dass sie das bitte niemandem erzählen soll und das ein privates Ding zwischen uns ist, da ich wie gesagt soziale Ängste habe und in der
Familie oft genug "niedergemacht" worden bin, weil ich studiere und ein Studium im Grunde "den Eltern auf der Tasche liegen" bedeuten würde,
obwohl ich wie gesagt davor nebenher gearbeitet hatte. Ich wollte mir aber gewisse Sprüche von "üblichen Verdächtigen" sparen und hatte
auch darum gebeten besonders meinen älteren Brüdern nichts davon zu sagen und einfach zu sagen, dass ich ein Stipendium bekommen hatte,
denn sonst reagiert der mittlere Bruder und seine Partnerin immer so komisch. Meine Mutter hat mir dieses versprochen.

Ich wollte meine Wohnung untervermieten, aber ich steckte mitten im Studium und Planungsstress für das Auslandsjahr. Ich hatte es nicht mehr geschafft die Wohnung leer zu räumen, um späteren Interessenten die Wohnung zu zeigen und hatte eine sehr stressige und harte Phase.
Dementsprechend sah es auch wieder aus, was ich ihr auch mitteilte. Es wurde gesagt, dass das schon in Ordnung sei und man mir wieder
helfen würde und ich mir "keinen Kopf machen" solle. Ich machte deutlich, dass ich das auch nicht so für meine Eltern so hinterlassen will
und mir das unangenehm ist und dass ich vielleicht die Nacht durchmachen könne oder ob wir notfalls so einen Räumungsdienst holen könnten.
Nein, ich könne das ruhig alles so lassen, das sei schon in Ordnung so und das würde geregelt werden und man müsse niemanden kommen lassen
und die würden das schon alles hinbekommen.

Als ich Auslandsjahr war, gab es leider einige Dämpfer: Vieles hat sich als teurer herausgestellt als angepriesen und vieles war mit Kosten
verbunden. Auch die Studiengebühren meiner Uni hatten sich kurzfristig erhöht, was niemand kommen sehen hat und alles ist plötzlich
teurer geworden. Das Auslandsbafög wurde bei mir abgelehnt und das Stipendium auch. Ja, ich habe dann natürlich etwas mehr Geld
von meiner Mutter abgehoben. Immer, wenn meine Mutter sich bei mir gemeldet hatte, war es negativ und weinerlich.
Ich hebe zu viel Geld ab, sie habe kein Geld mehr, meine Wohnung sei ja so schlimm hinterlassen und sie seien ja nun ü70 und würden
das nicht mehr schaffen. Kurz: Es wurde sich nicht einmal für mein Auslandsjahr gefreut. Kein Stolz. Gar nichts. Alles wurde sofort
ins Negative gezogen. Meine Mutter meinte dann, dass meine Wohnung sie und meinen Stiefvater inzwischen auch überfordern würde.
Sie meinte dann, dass sie am liebsten jemanden kommen lassen wolle, der beim Ausräumen hilft. Ich hatte betont, dass mir das ja unangenehm
sei, aber dass sei sonst gerne so einen Ausräumdienst oder eine Putzkraft holen könnten und ich das notfalls dann zurückzahlen würde.

Nein, das sei viel zu teuer und das könnten sie sich nicht leisten und das Geld würden sie von mir ja sowieso niemals zurückbekommen.
Sie würden sonst einen ihrer Bekannten holen. Ich hatte gesagt, dass ich sowas nicht möchte, da ich das unangenehm finde, wenn das
jemand ist, der meine Eltern kennt und sie dann darauf anspricht und es mir wichtig ist, dass es eine "neutrale" Person ist, die keiner kennt
und alles andere sehr große Panik in mir auslöst. Meine Mutter meinte dann, dass wir das noch später besprechen würden. Ok.

Jedenfalls wurde dann nur noch später kommuniziert, dass es dann alles "geklappt" hätte und mir die Fotos der ausgeräumten Wohnung geschickt.
Ok. Ich mache es kurz: Als ich dann wieder zuhause war, meinte meine Mutter erst, dass sie sich Hilfe geholt hatten. Ok.
Erst später wurde mir dann gesagt, dass sie das mit meinem mittleren Bruder und seiner Partnerin gemacht hatten, also genau die, wo
ich bei meiner Mutter darum gebeten hatte, dass sie meine Probleme nicht so großartig erzählen soll, weil die viel lästern und mich oft
schlecht darstellen. Ich hatte ja darum gebeten, dass niemand sonst von meinen "Problemen" erfahren solle.

So hat meine Mutter es erzählt: Anscheinend hatte meine Mutter einen Zusammenbruch bekommen gesundheitlich und psychisch,
da sie das alles überfordert und belastet habe und zufällig sei mein Bruder und seine Partnerin gerade dort gewesen und hätten
darauf bestanden das zu übernehmen und zu machen. Ich wurde dazu nicht einmal befragt oder kontaktiert.
Dann hätten sie das alles gemacht.

Und jetzt kommt es: Ich erfahre auch auf einmal jetzt so "aus dem Nichts", dass mein mittlerer Bruder nicht gut auf mich
zu sprechen sei "deswegen". Das höre ich so von meiner Mutter, denn von ihm habe ich einfach nichts gehört.
Er hatte mir im Auslandsjahr nicht zum Geburtstag gratuliert d.h. nicht einmal über Whats App.
Er hatte mir dieses Jahr vor Kurzem nicht zum Geburtstag gratuliert. Er hatte nicht auf Whats App reagiert, als ich
ihm im Auslandsjahr noch Fotos geschickt habe. Nichts.

Ich hatte letztens noch gesagt, dass ich es etwas schade finde, dass er sich nicht mehr bei mir meldet und mir
nicht einmal zum Geburtstag geschrieben hatte. Da kam dann von meiner anderen Schwägerin: "Naja, kann man ja verstehen!"
Echt? Kann man verstehen? Wieso? Mir wurde nichts weiter gesagt. Von ihm nicht. Was ist da los?

Anscheinend weiß wohl die ganze Familie davon und alle sind komisch und distanziert zu mir seit ich wieder in Deutschland bin.
Richtig angesprochen wird es aber nicht. Alle scheinen latent wütend auf mich zu sein und ich verstehe nicht warum.
Ja, ich hatte die Wohnung nicht gut hinterlassen, aber hatte ja angeboten noch etwas zu machen oder eine Putzkraft zu holen usw,
was meine Mutter verneint hatte und gemeint hatte, dass sie das ja macht und schafft und als sie meinte, dass es ihr zu viel wird,
wollten wir noch darüber reden, aber das ist nie passiert.

Ich habe jetzt irgendwie das Vertrauen in meine Familie verloren und weiß gerade gar nicht, was da los ist.

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