Ich stehe vor einer internen Beförderung und habe vor einigen Wochen mit der Geschäftsführung mündlich ein Brutto-Fixgehalt plus einen variablen Anteil ausgehandelt. Da ich davon ausging, dass die Sache klar ist, habe ich eine konkurrierende Stelle abgesagt.
Jetzt kommt der Vertrag – mit Verspätung – und er weicht in mehreren Punkten erheblich von dem ab, was vereinbart war:
- Das Bruttogehalt ist um 20.000 € geringer als besprochen und setzt sich aus Grundgehalt, Standortzulagen und Einmalzahlungen anlässlich der Übernahme der Führungsposition zusammen. So war das nicht vereinbart.
- Der variable Anteil ist auf eine Summe gedeckelt, obwohl zwei bis drei Monatsgehälter verhandelt worden waren.
- Zusätzlich enthält der Vertrag eine Klausel, dass die Position erst mit dem Ausscheiden des aktuellen Leiters formell besetzt wird, der Ende Jahr das Rentenalter erreicht, aber noch in nachgeordneter Position weiterarbeiten will – das Ganze ist also auch zeitlich noch unsicher.
Was würdet ihr in dieser Situation tun? Empfindet ihr das als Lowballing seitens des Unternehmens? Habt ihr so etwas schon mal erlebt, dass man nach einer mündlichen Einigung im Vertrag nochmal versucht, die Konditionen deutlich zu verschlechtern? Für mich ist das neu, ich hatte bisher immer das Erlebnis, dass man sich an Vereinbarungen hält.
Ist das eine Red Flag?