u/AngelBritney94

Nach 1. Fehltag in TK: Verläuft es ähnlich bei einem weiteren Fehltag?

Ich wende mich an euch, weil ich mich nicht getraut habe es beim Telefonat mit der Tagesklinik anzusprechen, da mir die Beichte bereits schwer fiel:

Ich hatte heute meinen 1. Fehltag gehabt.

Ich bin nicht ans Telefon gegangen, weil ich innerlich mit allem abgeschlossen hatte.

Außerhalb der Tagesklinik bin ich nie alleine, deswegen wählte ich den Zeitraum, wo man dachte ich bin in der Tagesklinik.

Sie hinterließen mir 8:21 Uhr auf dem AB eine Nachricht, dass ich mich bis 10 Uhr melden soll.

Ich meldete mich nach ca. 1h zurück und beichtete, dass ich aufgrund eines geplanten Suizidplans heute nicht erscheinen konnte, ich mich aber von dem Versuch distanziert habe aufgrund meiner heutigen körperlichen Schwäche (was alles der Wahrheit entspricht) und es nicht weiter verfolgen will.

Ich rief, wie vereinbart, heute Nachmittag nochmal an, weil sie sicher gehen wollten, dass dann auch weiterhin alles ok ist.

Ich darf weiterhin die Tagesklinik besuchen, sofern ich Freitag erscheinen werde, was ich auch machen will.

Man hat mir gesagt die ersten Wochen sind schwierig und ich habe deshalb die Befürchtung, dass ich zu "neuer Stärke" komme und dann erst recht im Tunnelblick landen werde und es wieder zu dieser Situation kommen kann.

Selbst ohne Suizidabsicht gibt es Tage wo ich jeglichen sozialen Kontakt ignoriere, einfach nur meine Ruhe haben will und Stunden rausgehe ohne mein Handy.

Wenn ich nochmal fehle, verläuft es dann ähnlich, dass man mir genug Zeit gibt bis ich mich melden muss bei denen, dass alles ok ist? Oder ist es dann anders?

Bitte nicht veurteilend antworten ("Wozu gehst du überhaupt hin?", "Deine Handlungen sind unfair und kindisch.", "Andere verdienen deinen Platz dort mehr als du.", "Geh auf offene Station.").

Ich gebe mir größte Mühe bei meiner Genesung mitzumachen und meinen Suizidplan heute zu beichten fiel mir sehr schwer aufgrund von Ängsten vor unschönen Konsequenzen.

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u/AngelBritney94 — 1 day ago

Ehemaligen Suizidplan der TK beichten?

Ich habe heute Tagesklinik geschwänzt, weil ich mich töten wollte (geplant).

Mein Partner dachte ich sei ab 8 Uhr in der TK und die TK hätte wahrscheinlich erst ab 11 Uhr den Notruf gewählt (haben sie mir auf AB gesprochen, dass ich mich bis 11 Uhr melden soll).

Die Zeit in der TK ist quasi die einzige Zeit wo ich ohne Kontrolle bin und relativ unauffällig verschwinden könnte, da mein Partner nicht bei mir ist, so war mein Gedanke. Deswegen fuhr ich da heute nicht hin.

Und bis 11 Uhr wäre ich längst tot gewesen. Hätte also gepasst.

Ich hatte alles dabei und war an dem gewählten Ort, aber fühlte mich körperlich schwach und fand nicht den körperlichen Willen es zu tun, obwohl ich den perfekten Ort und das perfekte Werkzeug hatte.

Das kalte, windige Wetter hat mich zudem abgefuckt, also bin ich nach Hause und teilte der Tagesklinik telefonisch mit, dass ich heute schlechte Gedanken habe und nicht kommen kann.

Morgen gehe ich wieder dorthin und das wissen sie auch. Heute nachmittag melde ich mich dann auch wie vereinbart telefonisch dort, damit sie wissen, dass alles weiterhin ok ist.

Soll ich morgen ansprechen, was ich heute vorhatte? Ein Gespräch wird es ja wahrscheinlich geben, oder?

Meine Ängste sind:

Rausschmiss aus Tagesklinik und Zwangseinweisung in geschlossene Station, wenn ich denen das mitteile.

Es wäre ja dann nichts Akutes mehr, doch ich habe dennoch Angst davor.

Ich habe auch Angst da morgen hinzugehen, weil ich mich von ein paar Patienten gestern bereits "verabschiedet" hatte und das war ja nun umsonst. Ob sie gecheckt haben, dass das eine Art Abschied ist, weiß ich nicht.

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u/AngelBritney94 — 3 days ago

TW! Das Leben ist nichts für mich und das ist ok

!TW SUIZIDGEDANKEN! Bitte nicht lesen, falls ihr euch sehr schlecht fühlt.

Ich bin an einem Punkt angekommen wo Suizid keine Option mehr ist, sondern unausweichlich.

Ich besuche seit einigen Tagen eine Tagesklinik. Alle Patienten sind nett und angenehm, ebenso das Personal.

Jedoch habe ich, wenn ich dort bin, das Gefühl, dass ich nicht zu irgendwas jemals dazugehören werde. Ich fühle mich wie ein Außenseiter, als ob ich nie was anderes war und sein werde.

Meine Mutter meinte vor einiger Zeit ich sei immer anders gewesen als alle anderen. Sie betitelte meine Suizidversuche als Aufmerksamkeitgesuch (so nach dem Motto: "Ich will mal im Mittelpunkt stehen").

Das Gefühl, dass man nicht in diese Welt gehört, verfolgt mich schon länger, aber es ist für mich nun bestätigt worden durch die Zeit in der Tagesklinik.

Es gibt in jedem Lebensbereich Probleme und trotz mehrfachen Suchen und Versuchen von Lösungen bestehen diese Probleme weiterhin.

Offene Station habe ich probiert und es war schlimm.

Geschlossene Station ist das Personal horror. Ich habe dort mal mitbekommen, wie abwertend und diskriminierend sie über mich gesprochen haben. (Beides Stationen in derselben Klinik wo die TK ebenfalls ist)

Ich war immer freundlich und respektvoll zu ihnen und umso mehr trafen mich ihre Worte an jenem Tag. Wo ich an dem Abend nach Hause kam, hätte ich Suizid begangen, wäre mein Partner nicht da gewesen. Die Hemmschwelle war 0.

Hilfe zur Selbsthilfe klappt nicht.

Ich habe das Gefühl ich verdiene Hilfe nicht und dass andere lieber meinen Platz in der Tagesklinik kriegen sollen.

Es gibt mehr als genug Menschen, die ebenso oder sogar schlimmer leiden als ich. Das damalige Lästern des Personals der geschlossenen Station bestätigt dies für mich.

Ich schließe meinen Frieden damit, dass dies mein Schicksal sein wird. Sterben tun wir eh alle, ob es nun gewollt ist oder nicht. Und manche sterben sogar schon im Säuglingsalter oder werden seit Kindheit an misshandelt.

Es tut mir leid, dass das Personal von der TK ihre Zeit wegen mir vergeudet hat, aber umso besser ist es, wenn sie einen Patienten haben, der an meiner Stelle tritt, dem wirklich geholfen werden kann.

Selbst wenn ich der TK das so offen sage wegen meinen Gedanken (beinahe-Plan?), ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sie mich in die geschlossene Station stecken, wo das unfreundliche Personal ist und das würde mich erst recht dazu treiben Suizid umzusetzen, egal ob dort oder zuhause, weil ich nicht nur von deren Worten sondern allgemein von den Aufenthalten dort Trauma bekommen habe.

Ich beschäftige mich mit dem Universum, gucke mir Bilder/Videoaufnahmen davon an, beschäftige mich mit Nahtoderfahrungen und weiß, dass nach dem Sterben alles besser wird.

Dies ist kein Aufmerksamkeitgesuch oder Schrei nach Mitleidsbekundungen.

Ich brauche / will weder Aufmerksamkeit noch Mitleid, weil beides bessert die Lage nicht.

Ich hoffe für jeden von euch, dass ihr eine Chance auf ein besseres Leben / Hilfe bekommt und positive Erfahrungen sammeln werdet.

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u/AngelBritney94 — 6 days ago
▲ 12 r/Psychologie+1 crossposts

Nicht zur TK erscheinen: Bin ich safe?

Heute erfuhr ich an der Tagesklinik, dass ein Patient eine Woche nicht dort war bevor ich da die Therapie anfing.

Er scheint eine ähnliche Diagnose wie ich zu haben (Depressionen).

Ich weiß nicht, ob Suizidversuche bei ihm zur Vorgeschichte gehören wie bei mir deswegen frage ich mal frei heraus:

Falls ich an einem Tag nicht zur Tagesklinik komme (was auch immer dann der Grund sein wird), werde ich von der TK in Ruhe gelassen, selbst wenn ich nicht ans Handy gehen würde?

Edit: Sorry, falls ich hier wie Arschloch oder nicht erwachsen damit rüberkomme. Alle in der TK sind toll, doch ich erlebe derzeit einen inneren Kampf, wo ich merke, dass die Hemmschwelle sehr niedrig geworden ist.

Und ich habe Angst, dass, wenn ich denen das offen und ehrlich sage, sie mich woanders hinstecken. An manchen Tagen wäre ich am liebsten nicht hingegangen und habe mich dorthin gequält.

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u/AngelBritney94 — 7 days ago

Hat mir jemand erzählt, dass wenn man Tagesklinik macht und währenddessen man akute Eigengefährdung hat (besonders wenn es Tagen ist wo man zur Tagesklinik hin muss), dass man dann nach Entlassung aus geschützter Station nicht mehr zu der Tagesklinik hingehen darf und die teilstationäre Behandlung abgebrochen wird und man dann wieder den Aufnahmeprozess mit Einweisungsschein, Vorgespräch, Starttermin etc. machen muss.

Stimmt das?

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u/AngelBritney94 — 10 days ago

Ich habe den Verdacht auf eine Falschdiagnose, die der Oberarzt einer geschützten Station, wo ich seit mehreren Monaten ab und zu war, gemacht hat. Ich wollte immer nach 1 Nacht nach Hause (nur 1x musste ich mehrere Tage bleiben), weil ich mich dort dermaßen unwohl gefühlt und Angst vor den Patienten hatte und dieses eingesperrt sein hat mich irre gemacht.

Deswegen log ich jedes Mal den Oberarzt an, damit man mich nach 1 Nacht entlässt.

Mein ehemaliger Psychiater übernahm einfach so die Diagnose, nachdem er den Entlassbrief las, wo zum 1. Mal Borderline als bestätigte Diagnose (mit mittelschwerer Depression) aufgeführt wurde. Dann ist er weggegangen (was ich doof fand) und in der gleichen Praxis habe ich nun einen anderen Psychiater, der sehr nett und professionell ist.

Ich belas mich die letzten Tage über Borderline und reflektierte mich selbst gründlich und ohne Beschönigungen.

Ich kam zu dem Schluss, dass ich Borderline nicht haben kann.

Ich sprach dies bei meiner Ergotherapeutin (habe bei ihr Ergotherapie mit Schwerpunkt Depressionen) an, die mich seit über 1/2 Jahren kennt und wir sehen uns fast wöchentlich. Wir reden viel miteinander, besonders die letzten Monate.

Sie denkt ich hätte wenndann wenige Züge von Borderline, aber kein Borderline als psychische Erkrankung/Diagnose an sich.

Da sie auch die letzten Suizidversuche mitbekam, meinte sie, dass sie gemerkt hat, ich wollte wirklich tot sein und nicht nur Anspannung regulieren oder dass der Grund dafür ein Streit, Enttäuschung, Wut usw. war.

Selbst wo der Oberarzt gesehen hat, dass ich mich blutig am Hals geschnitten hatte, meinte er immernoch ich sei Borderlinerin mit Depressionen.

Mir geht es nicht um eine Diagnose oder Heilversprechen sondern um die Fragen:

Wie soll ich das bei meinem Psychiater ansprechen, dass ich den Verdacht auf eine Falschdiagnose bezüglich Borderline habe?

Es wurden nie Tests gemacht bezüglich Borderline oder mich dazu ausführlich befragt.

Falls er der Meinung ist, dass die Ergotherapeutin recht hat, soll er das auch so auf dem Einweisungsschein für die Tagesklinik (fängt nächste Woche an) schreiben?

Und soll ich das bei der Tagesklinik von Anfang an kommunizieren, dass ich den Verdacht auf Falschdiagnose habe?

Ich möchte halt nicht, dass ich dort die "falsche" Therapie habe, die gar nicht zu meinem Krankheitsbild passt. Ich denke bei mir spielen Trauma, Sozialphobie, Ängste, Suizidgedanken und Depression eine Rolle.

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u/AngelBritney94 — 18 days ago