Krebs
Ein guter Freund hat Krebs wohl schon seit einiger Zeit weil bereits Metastasen in Becken und unterem Rücken vorhanden sind. Seit 1-2 Jahren klagt er bereits über Schmerzen in der Hüfte und es ist auch schon sehr lange Blut im Urin. Bis jetzt wurde immer nur seine Prostata untersucht und nie was gefunden aussser einer Zyste vor 1 Jahr.
Seit 2 Wochen geht es auch plötzlich rapide abwärts mit seiner Gesundheit.
Ein Allgemeinarzt der sich wohl selbst zum Experten ernannte wollte ihn zu zig verschiedenen Untersuchungen schicken wie Röntgen, Magen/Darmspiegelung, Biopsie etc. die mit Anmeldung mehrere Monate dauern. Leider verschwendete er damit 2 Wochen und ich verhalf ihm sehr schnell zu einem MRT das laut diesem Arzt erst in einem Monat gewesen wäre. Sonst wüsste er bis heute noch nichts vom Krebs.
Dann haben wir es in einer großen Uniklinik ohne Einweisung versucht. Dort wurde er überhaupt nicht Ernst genommen. Als er dann noch sagte das er schon so lange Blut im Urin hatte, hatte niemand mehr Lust überhaupt irgendwas zu tun obwohl die Metastasen erwähnt wurden. Die MFA sagte dann noch "Die lernen es nie" und auch ein Arzt in der Urologie sagte nur das seine ganzen Überweisungen zur Radiologie Unsinn seien und ging wieder. Im ganzen KH fühlte sich niemand für irgendwas verantwortlich und es kam keinerlei Hilfe, nichtmal was er den als nächstes tun könnte.
Der nächste Allgemeinarzt sagte er würde beratend tätig sein und fand die Idee ihn an ein Krankenhaus zu überweisen zwar auch sinnvoll aber hat nichts unternommen, schließlich sei jetzt Ostern und er hat keine Zeit weil soviele Patienten warten würden. Zu dem Zeitpunkt saßen 3 Leute im Wartezimmer.
Interessant ist das die MFA sofort sagte das man da ein PET/CT oder CT bräuchte in seinem Fall.
Beim dritten Arzt dann der Vorschlag das man auch ein MRT für Prostata machen kann um sich die langwierige Biopsie zu sparen. Auf die Frage nach CT wurde überhaupt nicht eingegangen.
Was ich nicht verstehe ist warum kein Arzt ihm ein CT von Thorax/Becken machen lässt um erstmal zu sehen wo der Krebs überhaupt ist, anstatt ihm zig verschiedene Untersuchungen (Nadel im Heuhaufen) zu geben, die ihn viel zuviel Zeit kosten oder ihn direkt in eine Klinik als dringender Fall überweist. Auch wenn der BSA Wert sehr hoch ist, heisst das doch nicht das der Krebs nur in der Prostata ist?
Ist das heute die Norm geworden das man den Ärzten richtig auf die Füße treten muss um die richtige Behandlung zu erhalten? Ältere Menschen sind doch da völlig aufgeschmissen weil sie ihrem Arzt zu 100% vertrauen. Wie kann es sein das Krebs so lange unentdeckt bleibt und dann derart falsch diagnostiziert wird?
Und selber habe ich am eigenen Leib leider auch schon mehrfach großes Versagen durch Ärzte festgestellt. Liegt das nur daran das die Kassen die Leistungen derart zusammengestrichen haben das die Ärzte viel zu wenig Zeit haben?