r/FrauenBuLi
"At the Bundesliga game of the female footballers of the 1. FC Cologne against Werder Bremen there will be a premiere.
For the first time, a female coach will be equipped with a radio microphone when broadcasting a women's Bundesliga match.
In the game on Saturday at the RheinEnergie Stadium in Cologne, Werder coach Friederike Kromp will wear the wireless microphone. TV viewers can then hear what the 41-year-old is saying on the edge of the field or on the coach's bench.
The audio and video sequences would be pre-produced in the transmission car and integrated into the basic signal after content is released by the club, the German Football Federation informed."
Das Camp Nou ruft! Die FC Bayern Frauen gastieren am Sonntagnachmittag zum Halbfinal-Rückspiel der UEFA Women’s Champions League beim FC Barcelona. Nach dem 1:1-Unentschieden in der Allianz Arena ist für die Münchnerinnen nun Historisches möglich. Mit einem Erfolg beim dreimaligen Titelträger könnten die Bayern erstmals ins Endspiel der Königinnenklasse vordringen!
Auf der Reise nach Barcelona wird die neue Kollektion von Adidas und Lena Gerke das erste Mal getragen. Wir hoffen, dass das Outfit Glück bringen wird.
„Ich bin sehr stolz auf diese Mannschaft“, mit diesen Worten brachte Cheftrainer José Barcalanach dem Schlusspfiff des Halbfinal-Hinspielsgegen den FC Barcelona auf den Punkt. Stolz auf die geschlossene Teamleistung, auf die Antwort nach dem frühen 0:1-Rückstand. Auf den unbändigen Willen, in der Schlussphase in Unterzahl das Remis zu verteidigen. Vor der Rekordkulisse von 31.000 Zuschauern bewiesen die Münchnerinnen, dass sie auf Augenhöhe mit der europäischen Elite agieren können.
Dabei müssen die Bayern neben den Verletzten Oberdorf, Zadrazil, Damnjanovic auch auf Kett verzichten. Nach der roten Karte darf sie nicht spielen. Auch der Trainer wird nicht am Spielfeldrand stehen können, Barcala hat sich zu sehr über die rote Karte von Kett beschwert.
Positiv ist zu berichten, das Alara wieder im Kader steht und denn Team helfen kann.
José Barcala sagt zu dem Spiel**:** „Wir freuen uns alle sehr auf dieses Spiel. Durch das Hinspiel haben wir uns eine gute Ausgangsposition erarbeitet, aber uns ist bewusst, dass es in Barcelona deutlich schwieriger wird. Es geht nicht darum, den perfekten Spielplan zu finden, sondern die konkreten Situationen auf dem Platz richtig zu lesen. Was wir aus dem ersten Spiel gelernt haben, ist sehr wertvoll. Genauso wichtig ist aber, dass wir während der Partie die richtigen Anpassungen vornehmen.“
Ab heute ist das neue Heimtrikot des FC Bayern München erhältlich.
Sowohl als Version der Männer mit einen Telekom Flock und fünf Sternen, als auch den Frauen Sponsor Allianz und zwei Sternen über den Vereinswappen.
Das Trikot besticht durch ein Streifenmuster in ein hellen rot und einen dunkleren Ton. Auf den Schultern prangen weiße Adidas Streifen.
Für das Heimtrikot zahlt ihr 100€ ohne Beflockung, es ist unerheblich ob es für die Frauen oder Männer ist.
Es ist etwas ruhiger um die FBL e.V. geworden, erst kürzlich hat der DFB angefangen über die Zukunft nachzudenken. Dabei bekamen die Clubs eine leichte Stichelei ab.
Was geschehen ist…
Der DFB und die Clubs der Frauen-Bundesliga wollten Ende des Jahres 2025 ein Joint Venture gründen, um die Professionalisierung zu fördern. Der Glanz des deutschen Frauenfußballs sollte aufpoliert werden. Das es zusammen gehen würde, war aber eine Utopie!
Der DFB wollte 100 Mio. EUR über Jahre verteilt zusteuern, auf der Seite der Clubs standen schon damals ein Vielfaches an Geld im Raum. Da der DFB mitbestimmen wollte, aber die Clubs über ihr Geld selber bestimmen wollten, kam es zum Bruch. Kein Joint Venture!! Daher wurde die FBL e.V. gegründet, alle Vereine der 1. Bundesliga verabschiedeten dies einstimmig.
Als Vorsitzende des Vereins wurde Katharina Kiel von der Eintracht Frankfurt gewählt. Weitere Posten werden noch konkreter besetzt.
Im Februar 2026 wurde dann noch einmal bekräftigt, dass der Weg alleine gegangen werden soll. Dabei wurde klar gestellt, das der DFB nicht komplett brüskiert werden wird. In Sachen Lizenzen und auch der Nationalelf soll weiterhin alles normal weiter laufen. Als Vorbild dient hierfür das Modell der Männer-Bundesliga, die auch eigenständig sich vermarktet.
In der Folge wurde es etwas ruhiger um die Sache, es gab schon Stimmen, ob alles verschleppt würde. Vor kurzem nahm nochmal der DFB Stellung und stellte es so da, dass die FBL ihnen noch nichts vorgelegt hat. Sie stellten selber Reformen in den Raum. Aber auch hier, wurde der Ton bewusst gewählt. Kein Bruch, oder komplettes „Tür zu schlagen“! Zwischen den Zeilen konnte man jedoch lesen, das aus der Sicht des DFB, ein Joint Venture schöner wäre. Sinngemäß wurde gesagt, das ein Modell der Männer DFL genau so viel Ressourcen binden würde wie ein Joint Venture.
Dies ist auch immens wichtig.
Würde die Liga, komplett ohne den DFB laufen, müssten die Vereine Lizenzen selber verhandeln. Hier wäre die Champions League betroffen und der Status einer Profiliga. Noch schlimmer wäre es jedoch für den DFB. Ein harter Bruch, würde zu einer parallelen Struktur führen. Die DFB Liga wäre komplett unterrepräsentiert.
Das angesprochene Ergebnis des harten Bruchs stand aber nie zu Debatte, es war eher ein Druckmittel. Es wäre für beide Seiten nicht das wahre.
Aktuelle Entwicklungen - Es kommt Fahrt in der Sache
Nun ist klar, warum es erstmal so ruhig war. Am 03.05 veröffentlichte der Kicker ein Interview mit Katharina Kiel.
Zukünftig wird das Modell der Männer DFL und damit eine eigene Organisation und Vermarktung angestrebt. Dafür soll eine Kapitalgesellschaft gegründet werden. Den DFB wird ein ausgearbeiteter Grundlagenvertrag in dieser Woche zugesendet, auf dessen Grundlage soll weiter verhandelt werden.
Die FBL strebt die Übernahme mit der Saison 2027/28 an, was bedeutet es bleibt 1 Jahr Zeit um alles auszuverhandeln. Damit wird die übernächste Saison neben den neuen TV-Vertrag auch Zeitpunkt sein, indem die Clubs übernehmen.
Die Einigkeit wird weiterhin gelebt und es steht ein enormes Budget von 800 Mio EUR zu Verfügung, getragen von allen Bundesliga Vereinen. Das bedeutet, ein enormes Risiko für die Vereine. Das Geld soll in erster Linie von den Clubs selber kommen, sprich vom Gesamtverein. Hier ist nicht die Frauenabteilung gemeint sondern der Verein an sich. Schon im Winter des Jahres 2025 kam großer Zuspruch von den Präsidenten der einzelnen Vereine. Viele der Clubs investierten viel Geld in ihre Frauen.
Ein Kernpunkt ist hierbei die Professionalisierung! Das Investment ist nicht für Transfers gedacht, vielmehr soll eine Basis aufgebaut werden. Die Frauen brauchen eine bessere Infrastruktur, dies gilt als Hauptaufgabe, worauf der Rest aufbaut. Dies beginnt bei den Trainer-Teams und den Medizinern, Trainingsmöglichkeiten und auch den Spielfeldern. Eine Rasenheizung soll verpflichtend sein und Anforderungen an das Stadion sollen erhöht werden. Hier können Rufe aus den Winter dieser Saison herangezogen werden. Viele Spiele mussten verlegt werden, was ein kleines Chaos hervorgerufen hat. Das Spiel Frankfurt vs Hoffenheim musste sogar mehrfach verlegt werden.
Auch ein Mindestgehalt wird angestrebt! Die Spielerinnen sollen wirkliche Profis sein, jetzt sind eher die größeren Clubs „Vollprofis“. Das Gefälle hin wird so gemindert, da alle sich wirklich auf den Fußball konzentrieren können.
Der Weg hin zu den richtigen Stadien soll geebnet werden. Nebenplätze sollen verschwinden, damit auch ein professionelles Bild entstehen. Durch die besseren Stadien, sollen auch Zuschauer gewonnen werden. Hier können sowohl die „großen Männer Stadien“ als auch eigene Stadien genutzt werden.
Wichtig ist hier die Rasenheizung und damit eine ganzjährige Bespielbarkeit, die Plätze für die Medien und das Flutlicht.
Ein weiterer Punkt sind die Highlight Spiele, geplant sind 60 Spiele die in Stadien mit mindestens 10.000 Plätzen stattfinden.
Professionelle Standards wie eine gute Übernachtungsmöglichkeit und keine unzumutbaren Zustände bei der Anreise sollen gewährleistet werden. Ziel ist die Leistungsfähigkeit nicht durch Zustände zu beschneiden. Neben den allgemeinen Infrastruktur, die physisch Vorhanden ist, ist der mentale Bereich wichtig.
Ein weiterer Punkt um dann auch sich selber tragen zu können ist die Marketingoffensive!
Die Frauen Bundesliga soll eigenständig wahrgenommen werden, die Zeiten des Nebengeschäft des Männerfußballs sind vorbei. Frauenfußball soll als das wahrgenommen werden was es ist, ein eigenes Produkt. Hier werden Partner extra für die Frauen gesucht (ließt dazu auch gern den Beitrag „Wertorientiertes Marketing“). Die Eigenständigkeit wird so nochmal verdeutlicht, eine eigene Fanbase kann sich weiter entwickeln. Hier kann auf ein wachsenden und auch interessanten Markt zurückgegriffen werden. Frauenfußball ist ein wachsender Faktor und Markt.
Die TV-Rechte werden sowieso neu verhandelt, die FBL möchte mindestens eine Verdopplung der Einnahmen. Neben den Pay-TV Angebot von DAZN und Magenta TV soll es auch 1-2 Free-TV Spiele pro Spieltag geben. Mit den Marketing zusammen, sollen die Spieltage und damit der Liga mehr Reichweite verliehen werden.
Die Frauen-Bundesliga will sich so als die wirtschaftlich stabilste Liga der Welt positionieren, um im Wettbewerb mit der finanzstarken englischen Liga und der US-Profiliga NWSL attraktiv für internationale Top-Stars zu bleiben.
Ein Fokus kann auch auf ein strategischen Partner gelegt werden, das Vorhaben hatten jedoch auch die Männer, dies ist bis jetzt aber gescheitert. Es ist abzuwarten, ob die Frauen das schaffen können. Damit könnte dann auch nochmal das Investment abgesichert werden, bzw. mehr Kapital gewonnen werden.
Wichtig hierbei ist die Spielerinnen selber mitzunehmen. Sie fungieren als „Influencerinnen für ihre Liga und den Sport“. Mehr junge Mädchen werden angesprochen, Werte können im jungen Erwachsenen Alter angesprochen werden. Hier könnte auch der Trend hin zu einen gesunden Leben aufgegriffen werden.
Es ist nicht von der Hand zu weisen, das ein Risiko besteht. Deshalb wollen die Clubs auch selber machen, ihre eigenen Wege gehen. Die Vereine gehen bewusst ins Risiko, träumen und arbeiten an einen ambitionierten Plan. Mit einer konservativen Strategie, könne man nicht die Lücke schließen.
Abschließend ist zu sagen, das es noch mehr Gespräche bedarf und es erstmal ein Grundlagenpapier ist. Noch sind keine Experten für das Marketing offiziell eingestellt. Ob Zwischenschritte notwendig sind, entzieht uns unsere Informationsgrundlage. Genauso ist noch unsicher ob alles 100% so kommen mag. Hier können auch Schrittweise Einführungen von Änderungen sein.
Was erst einmal zählt ist, das Bewegung in die Sache kommt und der Weg in die richtige Richtung gegangen wird. Das Produkt Frauenbundesliga in Deutschland muss vorangetrieben werden, bzw. die Basis für eine goldene Zeit gelegt werden.
Das es möglich ist, zeigt das europäische Ausland und Amerika. Die Vereine/Ligen haben schon ein kleinen Vorsprung. Wichtig ist hierbei, den Vorsprung nicht größer werden zu lassen. Das fatale Bild sehen wir bei den Männern, die einen zu großen Vorsprung haben. Die Attraktivität des Standorts Deutschland muss gewahrt werden bzw. verbessert werden.
OL Lyonnes advances to the UWCL Final on aggregate, 4-3. Brand scored two goals in the Semifinal legs and these would ultimately be the difference in Lyonnes' win.
Meisterfeier am Rathaus
(Bilder vom letzten Jahr)
Die Stadt München ladet das Frauenteam des FC Bayern München ein sich wieder ins Goldene Buch der Stadt einzutragen.
Nach den Festakt im Rathaus feiern die Spielerinnen mit den Fans auf den Rathausbalkon.
Falls ihr Zeit habt und aus der Region kommt, könnt ihr euch ab 15 Uhr am Montag des 18. Mai am Rathaus einfinden.
Die Aufstiegsregelung ist übrigens eine Frechheit.
Footage from Manchester United Women's WSL match against BHA on 02/05/2026.
Natalia Padilla Bidas will be leaving FC Bayern at the end of the year
She is one of many Bayern players leaving at season's end.
Nach sieben Jahren wird Maria Luisa "Mala" Grohs den FC Bayern zum Ende der Saison verlassen. Wohin es für die 24-jährige danach geht, ist noch nicht klar.
Frauenfuball erklärt - Die Taktik neu gedacht
Fußball ist Fußball. Betrachtet man die Grundlagen ist der Fußball unabhängig von den Geschlecht.
Von Kritikern wird oft die fehlende Physis genannt, um die Frauenfußball klein zu halten. Das Problem kann er klärt werden, indem die Gewöhnung an die Spielweise der Männer betrachtet wird. Schlichtweg gibt es den Frauenfußball noch nicht lange genug und erst vor kurzen, gibt es den Boom.
Hinzu kommt, das eine Fokussierung auf die reine körperlichen Aspekte schlichtweg falsch ist. Fußball ist mehr als der körperliche Aspekt.
Man könnte sagen: Der Männerfußball ist heute oft ein Spiel der Athletik und Fehlervermeidung, während der Frauenfußball stärker ein Spiel der Raumkontrolle und des strategischen Aufbaus geblieben ist. Durch die Professionalisierung gleicht sich die Intensität jedoch immer weiter an.
Da das Spielfeld und die Tore in beiden Kategorien identisch groß sind, ergeben sich durch die unterschiedliche Durchschnittsgeschwindigkeit andere Raumnutzungen:
Das Spiel der Männer ist extrem verdichtet. Durch die höhere Sprintfähigkeit werden Räume schneller zugelaufen, was zu einem Fokus auf Umschaltmomente und extrem enges Pressing führt.
Es entstehen oft größere Abstände zwischen den Mannschaftsteilen. Taktisch führt das dazu, dass das Positionsspiel und der Spielaufbau überlegt und geduldig wirken. Es gibt mehr offene Räume für kreative Pässe.
Die Annahme, Frauenfußball sei "langsamer", ist taktisch gesehen oft ein Trugschluss. Die Ballzirkulation ist in Spitzen-Teams oft genauso präzise und taktisch diszipliniert wie bei den Männern, nur die athletische Übersetzung unterscheidet sich.
Während Männer oft durch pure Athletik und Tempo Stellungsfehler korrigieren können, setzen Frauen im Defensivverbund stärker auf kollektive** **Verschiebebewegungen und Antizipation. Bei den Männern wird taktisch oft das "taktische Foul" als Werkzeug genutzt, um Konter zu unterbinden. Im Frauenfußball sieht man tendenziell weniger Unterbrechungen dieser Art; das Spiel fließt länger, was den Fokus auf die zonale Verteidigung legt.
Frauen setzen eher auf ein Kombinationsspiel. Pässe werden öfter kürzer gespielt, die Anzahl der Pässe kann höher sein. Wichtige Punkte sind Dreiecksbildung und Kurzpassspiel um Wege zu überbrücken. Werden Weitschüsse ausgeführtes sind die Technik und Flugkurve wichtige Komponenten.
Hier sind auch Freistöße und Ecken betroffen. Entweder wird ein direkter Schuss probiert oder es werden Fehler in der Abwehr genutzt. Damit werden Kopfbälle, oder Zweikämpfe umgangen. Reine Wucht wie die Männer wird weniger genutzt.
Betrachtung der Strategie
Im Frauenfußball ist die Strategie oft geprägt von einer hohen taktischen Disziplin und einem Fokus auf das kollektive Zusammenspiel. Da das Spiel im Durchschnitt weniger von explosiver Urgewalt dominiert wird als bei den Männern, rücken die intellektuelle Raumbehandlung und technische Finessen in den Vordergrund.
Das Positionspiel vieler Top-Teams im Frauenfußball perfektionieren das Positionsspiel. Da die Räume auf dem Feld aufgrund der geringeren Durchschnittsgeschwindigkeit der Spielerinnen theoretisch größer wirken, ist die Positionierung entscheidend. Strategisch wird versucht, durch gezieltes Verschieben lokale Überzahlen (3 gegen 2 oder 2 gegen 1) zu schaffen. Um den Ball sicher laufen zu lassen, ist die ständige Bildung von Passdreiecken essenziell. Dies minimiert das Risiko von Ballverlusten in der Vorwärtsbewegung.
Während im Männerfußball oft das vertikale Risiko (der schnelle Ball in die Spitze) gesucht wird, ist die Strategie bei den Frauen häufig auf Ballbesitzphasen ausgelegt.
Es wird häufiger quer oder zurückgespielt, um den Gegner mürbe zu machen und die Defensivformation auseinander zuziehen. Das Ziel ist nicht der lange Pass, sondern das gezielte Anspielen von Spielerinnen zwischen den gegnerischen Linien, den sogenannten Zwischenlinienraum.
Da eine einzelne Spielerin seltener ein ganzes Feld durch einen Sprint überbrücken kann, ist das Defensivkonzept fast immer ein Verbundkonzept. Frauenteams agieren strategisch oft mit Leitplanken. Sie lassen den Gegner bewusst in eine bestimmte Zone spielen (z.B. den Flügel), um dort mit drei oder vier Spielerinnen gleichzeitig den Raum extrem eng zu machen. Die vertikale Kompaktheit (Abstand zwischen Abwehr und Sturm) wird oft akribischer gehalten, um Steckpässe durch die Mitte zu verhindern.
Strategisch hat sich der Fokus stark auf die Halbräume (die Zonen zwischen Flügel und Zentrum) verschoben. Von hier aus werden Flanken nicht nur hoch, sondern oft scharf und flach hinter die Abwehrkette geschlagen. Spielmacherinnen nutzen diese Zone, um die gegnerische Innenverteidigung aus der Position zu locken.
Die Strategie im Frauenfußball ist oft lehrbuchartiger. Da physische Defizite schwerer durch Einzelaktionen wettgemacht werden können. Gewinnen jene Teams, die das Schachspiel auf dem Rasen, also das Verschieben und das Timing der Pässe, am besten beherrschen.
Gerade bei den Torhüterinnen fällt es auf, dass die Spielerinnen selten wirklich groß sind. Klar gehören sie ebenso wie die IV oft zu den größeren, aber selten ist eine größere als meine 1,83m. (Ich bin mir bewusst, dass das bei Frauen wohl nur 1% betrifft, auch wenn es mir mehr erscheint) Natürlich ist Größe alleine nicht alles und die Mädels sind mir in Punkto Strafraumbeherrschung auch so deutlich überlegen, aber anders als bei Profivolleyballerinnen muss ich selten den Kopf in den Nacken legen, um ihnen in die Augen zu sehen. Zieht der Volleyball alle großgewachsenen Mädchen an oder ist man eher dazu übergegangen die erreichte Sprunghöhe zu bewerten?
Oder wird Größe im Jungen- und Herrenbereich eher überbewertet? Teilweise haben da ja manche C-Jugenden Gardemaß...
Kann natürlich auch confirmation bias sein.
Cornelia Kramer blüht wieder auf!
Die Dänin schießt ein sehenswertes Tor per Freistoß. Das Tor von Kramer war das 4:0 gegen Essen.
Langsam geht der SGS die Spiele aus.
Zum Schluss drehte die Eintracht noch einmal auf! Nürnberg hatte am Ausgleich gearbeitet aber Laura Freigang macht das Spiel klar.
In der 66. min wurde sie eingewechselt und in der 89. Minute schoss sie dieses Tor.
In der 90.+4 schoss dann noch Raso ihr erstes Tor für die Eintracht!
Das Highlightspiel gewonnen und das wie.
Köln schlägt im großen Stadion vor 30411 Fans die Werder Frauen.
Den Treffer zum 3:0 durch die Isländerin Jessen seht ihr im Video. Vorher haben Andrade und Stolze getroffen.
Die FC Bayern Frauen haben den erstmaligen Einzug in das Endspiel der UEFA Women’s Champions Leagueverpasst. Die Mannschaft von Cheftrainer José Barcala musste sich am Sonntag beim FC Barcelona mit 2:4 (1:2) geschlagen geben. Nach dem 1:1-Unentschieden im Hinspiel sind die Münchnerinnen somit aus der Klasse der Königin ausgeschieden. Auch ist das Doppel-Tripple der Bayern Geschichte.
Vor den Augen von Präsident Herbert Hainer erwischten die Heimmannschaft im Camp Nou den besseren Start in die Partie. Salma Paraluello traf bereits in der 13. Minute zur Führung für die Blaugrana. Doch die Bayern schlugen schnell zurück, nur vier Minuten nach dem Rückstand traf Linda Dallmann (17.) zum zwischenzeitlichen Ausgleich, ehe Barcelona in Person von Alexia Putellas (22.) erneut in Führung ging. In Durchgang zwei erhöhte die Blaugrana durch die Treffer von Ewa Pajor (54.) und Alexia Putellas (58.) auf 4:1. Pernille Harder (71.) stellte mit ihrem Tor den 4:2-Endstand her.
Heiner zum Spiel
„Kompliment an unsere Mannschaft, vor allem für ihren Mut in der zweiten Halbzeit und ihren Willen, nicht aufzugeben - und Gratulation an den FC Barcelona zum Erreichen des Finales“, so Präsident Hainer nach der Partie. „Wir fahren erhobenen Hauptes nach München zurück, wir haben der besten Mannschaft der Welt ein starkes Spiel geboten, in der Champions League viele weitere Sympathiepunkte gesammelt und gezeigt, dass sich der FC Bayern mehr und mehr in der internationalen Spitze etabliert.“
Barcala über das Spiel
„Ich bin sehr stolz auf die Spielerinnen. Natürlich sind wir in der ersten Hälfte durch einige schwierige Momente gegangen. Besonders in den ersten 20 Minuten war Barcelona aggressiver als wir“, resümierte Barcala. „Da hatten wir Probleme und waren nicht so klar in unseren Aktionen. In der zweiten Halbzeit haben wir dann Anpassungen vorgenommen und konnten mit dem hohen Pressing besser umgehen, hatten mehr Ballbesitz und haben uns Chancen erspielt. Es ist immer schwierig, wenn man nicht so nah an der Mannschaft dran ist, aber der Staff hat heute einen tollen Job gemacht und für mich war es auch eine Erfahrung, den Gesamtüberblick über das Spiel zu haben. Ich bin sehr stolz auf das Team. Unsere Zukunft wird groß sein, wenn wir den Weg weitergehen.“
Harder sagt über das Spiel
„Ich bin stolz auf die zweite Halbzeit und dass wir nicht aufgegeben haben. Das ist wichtig“, so Harder. „Aber wir sind natürlich enttäuscht, weil wir gerne ins Finale eingezogen wären. Jetzt konzentrieren wir uns auf den Pokal und die Liga. Wir wollen die restlichen Spiele gewinnen und den Pokal verteidigen.“
Schlussendlich hat Bayern etwas gefehlt im Spiel. Das Fehlen von Franziska Kett hat vielleicht das starke Aufspielen von Graham Hansen bedingt. Es war zu sehen, das Barcelona viel Flanken konnten. Giulia Gwinn wirkte auch nicht richtig fit, Ballisager wirkte gegen die schnellen Angriffe überfordert.
Die Bayern waren etwas behäbig, erst spät schafften sie ihre Angriffe zielführender einzusetzen. Leider war dies etwas zu spät.
Vielleicht kann eine etwas diskussionswürdige Schiedsrichter Leistung auch genannt werden. Es ist jedoch nicht die richtige Antwort auf die Niederlage.
Europäische Ligen in Vergleich - Müssen wir uns wirklich so verstecken?
Immer wieder wird berichtet, dass die deutsche Bundesliga der Frauen hinter den europäischen Ligen ist.
Betrachten wir die einzelnen Liga etwas genauer.
Frauenfußball in England
In der englischen WSL (Womens Super League) gab es ein beispiellosen Hype nach der EM 2022. Die englische Dominanz ist vor allem durch die Kommerzialisierung zu sehen. Wie bei den Männern, haben die englischen Frauen-Teams viel Geld. Die Liga ist die zur Zeit am besten vermarktet Liga.
Jedoch ist nicht alles Gold was glänzt, die Liga boomt jedoch ist der Erfolg gleichzeitig auch das größte Problem. Die WSL wächst zu schnell.
Auch die Frauenvereine sind abhängig von den Männern. Meistens wird das Stadion mit den Männern geteilt, das Frauenstadion ist oft kleiner. Die WSL-Spieltermine werden oft erst festgelegt, wenn die Männer-Spielpläne und deren TV-Übertragungen feststehen. Das führt zu kurzfristigen Verlegungen, was für Fans (Anreise, Planung) frustrierend ist. Auch ist die Priorität klar auf die Männer gelegt, Frauenspiele müssen oft weichen.
Auch in England ist die Liga nicht profitabel, ein durchschnittlicher Verlust von 8 Mio. Pfund steht in den Büchern. Damit ist der Verlust um einiges höher als in Deutschland. Es gibt eine enorme finanzielle Kluft. Während Top-Klubs wie Chelsea oder Arsenal Millionen investieren, kämpfen kleinere Vereine am Tabellenende darum, die steigenden Mindeststandards für Infrastruktur und Gehälter zu erfüllen.
Die viel höheren Zuschauerzahlen liegen nur an den höheren Anzahl an Highlightspielen. Auch nur der FC Arsenal spielt regelmäßig im Emirates Stadium, ohne dieses Stadion würde der Schnitt drastisch sinken. Viele der kleineren Stadien ist veraltet und sogar kleiner als bei uns.
In England gibt es eine enorme Belastung der Spielerinnen. Regenerationszeiten sind klein, das kommt durch die zwei Pokalwettbewerbe und die zerstückelten Spielpläne. Was schlussendlich mehr Verletzungen bedeutet.
Das die Nationalelf dominiert, kann auch viel an der Trainerin liegen.
Trotzdem kann die Dominanz nicht von der Hand gewiesen werden. In England wird viel für die Frauen getan.
Frauenfußball in Frankreich
Die Arkema Première Ligue befindet sich in einer Identitätskrise. Es gibt die beiden starken Vereine OL Lyonnes und PSG, in der Breite ist die Liga nicht stark besetzt. In Frankreich gibt es das Lyon-Paradoxon, was die Krise in Frankreich teilweise kaschiert.
In der Liga klafft eine riesen Lücke zwischen den Topvereinen und den Rest der Liga. Die drittplatzierten FC Paris können auch kaum mithalten, viele Vereine verfügen über deutlich geringere Budgets und eine schlechtere Infrastruktur, was den Wettbewerb vorhersehbar macht.
Abgesehen von den Top-Spielen oder Champions-League-Partien finden viele Ligaspiele vor weniger als 1.000 Zuschauern statt. Viele Teams spielen auf kleinen Trainingsplätzen oder in veralteten kommunalen Stadien, die wenig Event-Charakter bieten und für TV-Übertragungen unattraktiv wirken.
Während England die WSL kommerziell aggressiv vermarktete, blieb die französische Division 1 lange in halbprofessionellen Strukturen stecken. Die Gründung der eigenständigen Profiliga (LFFP) im Jahr 2024 war ein später Rettungsversuch (der zu misslingen droht), um den Anschluss an die WSL nicht komplett zu verlieren. Auch gibt es immer wieder Konflikte zwischen Spielerinnen und Vereinen.
Die Erlöse aus den Übertragungsrechten sind deutlich niedriger, was es kleineren Vereinen erschwert, Profi-Kader zu finanzieren. Auch fehlt es an Sponsoren, wie z.B. Google in Deutschland. Die Sponsorenverträge sind nur für die Top 2 lukrativ, der Rest stagniert.
Das französische Frauenteam hat einige große Namen in ihren Reihen, aber der Erfolg will nicht kommen.
Die spanische Frauenliga
Der Frauenfußball wurde in der Liga F technisch revolutioniert, jedoch gibt es auch hier enorme Probleme. Die Nationalelf und der FC Barcelona suggerieren eine perfekte Fußballwelt, während die tägliche Realität in der Liga F für viele Spielerinnen ein harter Kampf um Anerkennung, faire Bezahlung und professionelle Arbeitsmittel ist.
Der FC Barcelona dominiert, fast jedes Spiel wird mit enormen Torunterschied gewonnen. Das macht die Meisterschaft für neutrale Zuschauer wenig spannend, da der Sieger oft schon vor Saisonbeginn feststeht. Während Barça (und zunehmend Real Madrid) professionelle Strukturen auf absolutem Weltniveau haben, kämpfen kleinere Vereine wie Madrid CFF oder UD Levante oft mit dem finanziellen Überleben.
Ein großes Hindernis ist das toxische Verhältnis zwischen dem spanischen Fußballverband (RFEF) und der Profiliga-Organisation (Liga F). Die beiden Institutionen liegen ständig im Clinch… sei es über die Zuständigkeit bei Schiedsrichtern, Spielpläne oder Vermarktungsrechte. Erst zur Saison 2025/26 wurde beispielsweise der Football Video Support (FVS) – eine vereinfachte Version des VAR – eingeführt, nachdem jahrelang über die Kosten und die Umsetzung gestritten wurde.
Spanische Spielerinnen mussten sich ihre Rechte hart erkämpfen. ein Mindestlohn wird gefordert, da die meisten Spielerinnen eine geringes Gehalt bekommen. Die Spielerinnen forderten eine Anhebung auf ein Niveau, das dem Status einer Profiliga gerecht wird. Viele Spielerinnen bei kleineren Klubs arbeiten unter Bedingungen, inklusive mangelhafter medizinischer Betreuung bei manchen Vereinen. Abseits der großen Klubs gleicht die Infrastruktur oft eher dem Amateurbereich. Viele Spiele finden auf Kunstrasenplätzen in Vorstädten statt, die für TV-Übertragungen und Zuschauer wenig attraktiv sind. Es fehlt in der Breite an spezialisierten Trainingszentren für Frauen, was das Risiko für schwere Verletzungen (wie Kreuzbandrisse) erhöht, die in Spanien auffallend häufig vorkommen.
Die Vorfälle nach dem WM-Sieg 2023 (der Fall Rubiales) haben ein tiefsitzendes Problem offengelegt. Die Spielerinnen (bekannt als "Las 15") kämpften jahrelang gegen veraltete Trainingsmethoden und einen bevormundenden Umgang durch den Verband. Obwohl die Proteste zu personellen Wechseln führten, bleibt ein Misstrauen gegenüber den Institutionen bestehen, was die strategische Weiterentwicklung der Liga bremst.
Die Furia Roja wird durch den FC Barcelona dominiert, die Dominanz des Nationalteams liegt oft nur an der Dominanz von Barca.
Zusammenfassend
Oftmals wird immer nur der Glanz unserer Nachbarn gesehen. Es ist aber nicht nur dieser Glanz, Probleme sind überall vorhanden. Oftmals sind es auch ähnliche Dinge. Die deutsche Strukturen zeigen jedoch auch viele positive Aspekte. Uns fehlt vielleicht das ganz große schnelle Geld, das Geld kommt von den Vereinen selbst und kein Großinvestor steckt dahinter. Mit der richtigen Einstellung, können die Dominanz der Bayern gebrochen werden. Wolfsburg zeigt, das der Glanz auch schnell bröckeln kann. Die deutschen Vereinen haben eine etwas langsameres Wachstum, jedoch ist er nachhaltiger. Die Teams haben eine Verschuldung von ca. 3 Mio EUR, natürlich werden diese Zahlen wahrscheinlich steigen, aber die Gewinne können mit steigen.