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Wintergartenbau: Kostencheck

Servus, ich möchte euch um eure Meinungen bzw. um eure Hilfe zu diesem Thema bitten:

 

Wir wollen in unserer Wohnung einen Wintergarten bauen, haben sämtliche Zustimmungen etc., es geht jetzt darum sich auf einen Anbieter zu einigen.

Vorab haben wir bereits mit vielen Anbietern gesprochen und überall läuft es ungefähr gleich ab:

  • Das Wintergartenunternehmen bietet den Wintergarten an aber Baumeisterarbeiten werden von einem Partner erledigt
  • Das Wintergartenunternehmen stellt den Projektmanager zur Verfügung, der das Ganze managed
  • Man muss mit bis zu 5k pro m² rechnen

Zu unseren Wünschen:

  • Wir benötigen eine Glasfront mit Schiebentüren, die ca. 5,6m lang ist
  • Wir benötigen eine Glasseite ohne Schiebentüren, die ca. 2,7m lang ist
  • Die Rückseite und eine Seite sind bereits bestehendes Mauerwerk
  • Wir benötigen ein Dach, gewünscht ist ein Flachdach mit zwei Dachfenstern
  • Die Glasseiten sollen Verdunklung haben, bspw. Raffstore
  • Der Wintergarten soll ganzjährlich benutzt werden können
  • Der Baumeister müsste die Terrasse dafür vorbereiten:
    • Waschbetonplatten und Kies entfernen
    • Das Fundament und den Estrich herstellen
    • Dachdämmung, Dampfbremse etc. herstellen
    • Fliesen am Boden verlegen
    • Spenglerarbeiten für das Dach durchführen
    • Elektroanschlüsse für 2x6er Steckdosen und die Verdunklung

Beides wird jeweils separat angeboten. Wir haben jetzt das erste Angebot bekommen:

  • Der Baumeister bietet die Leistungen für ca. 60k an
  • Das Wintergartenunternehmen bietet den Wintergarten für ca. 55k an.

Im Angebot des Wintergartenunternehmens ist folgendes berücksichtigt:

  • Glasfront: 2-fach Wärmeschutzglas (vier Schiebetüren), 3-Fachverglasung hätte einen Aufpreis von ca. 7,5k
  • Glasseite: 2-fach Wärmeschutzglas, 3-Fachverglasung hätte einen Aufpreis von ca. 4,5k
  • Das Flachdach
  • Verdunklung gibt es für einen Aufpreis von min. 7,2k

Im Angebot des Baumeisters sind die meisten Positionen nachvollziehbar, bis auf folgende Positionen:

  • Malerarbeiten von über 12k
  • Elektroinstallationen von 18k
  • Spenglerarbeiten für ca. 7,2k

Ich war durchaus erstaunt. Einerseits sind wir weit über den kommunizierten m²-Preis und andererseits signalisiert ein „bis zu“ das obere Ende der Preisspanne, während 3-fach Verglasung und Verdunklung nur über Aufpreis angeboten werden. Der tatsächliche „bis zu“-Preis läge eher bei 135k bzw. 9k pro m² (und das, obwohl wir nur eine Glasseite statt zwei brauchen). Da kann ich die Wohnung eigentlich verkaufen und was anderes mit einem Extrazimmer kaufen.

Ich habe beim Wintergartennunternehmen nachgefragt was hier den Preis treibt, da das Angebot nur einen Gesamtpreis und die Aufpreispositionen ausweist. Dh. ich habe kA was mich die Glasfront, die Glasseite oder das Dach jeweils kosten würden. Arbeitszeit, Verbrauchsmaterial etc. sind ebenfalls nicht aufgeführt. Auf Nachfrage wurde mir erklärt, dass das zu schwierig wäre auszurechnen und das zu einem höheren Preis führen würde (was natürlich absoluter Bullshit ist).
Mir wurde aber erklärt, dass ich die Kosten von der Steuer absetzen könne, da ich selbstständig bin und den Wintergarten als Arbeitsraum nutzen werde (ich habe zwar noch nicht mit meinem Steuerberater gesprochen aber I call bullshit).

Daraufhin habe ich angefangen zu recherchieren und folgendes gefunden:

  • Eine Glasfront mit unseren Maßen kann ich für ca. 16k kaufen
  • Eine Glasseite mit unseren Maßen kann ich für ca. 7k kaufen
  • Die zwei angebotenen Velux-Dachfenster kann ich für jeweils 1,1k kaufen
  • Dh. der Projektmanager, weiteres Material und das Dach würden ca. 30k kosten (das tatsächliche Aufbauen des Wintergartens machen die Leute vom Baumeister)
  • Und trotzdem wären nochmal 7,2k Spenglerarbeiten für das Dach nötig

Beim Baumeister habe ich nachgefragt was die Elektroinstallationen und die Malerarbeiten so teuer macht. Strom ist auf der Terrasse bereits vorhanden (es gibt bereits eine Steckdose und Licht).

  • Darauf kam die Antwort, dass der Elektriker mit 120 EUR pro h + Material berechnet wird. Welches Material benötigt wird sowie der Preis dafür wurde mir nicht gesagt. Ich kann nicht nachvollziehen wie hier 18k veranschlagt werden können. 18k entsprechen fast einem Monat Vollzeitarbeit (ohne Material) um ein paar Meter Kabel und zwei Steckdosen zu montieren.
  • Zu den Malerarbeiten kam keine Antwort, sondern nur der Kommentar, dass man es auch rausnehmen kann, wenn ich es selbst machen möchte. Was ich natürlich tun werde.

Und nun zu meinen Fragen:

  • Liege ich hier falsch oder sind die Preise tatsächlich lächerlich hoch?
  • Ich weiß, dass meine Recherche der Einzelteile nicht 100%ig anwendbar ist aber als „ballpark numbers“ sollten sie gut genug sein. Oder seht ihr das anders?
  • Habt ihr selbst schon so ein Projekt umgesetzt? Falls ja, was waren eure Erfahrungen?
  • Was wäre eure Strategie hier bei den Verhandlungen? Andere Angebote sollten im Laufe der nächsten Woche ankommen
  • Ich bin mir sehr sicher, dass hier nichts von der Steuer absetzen kann: weder die Kosten der Errichtung noch die Vorsteuer. Im besten Fall einen Teil der Abschreibung über 40 Jahre, was natürlich besser als nichts wäre aber die Preise in meinen Augen nicht rechtfertigt. Wie seht ihr das?

Vielen Dank für euren Input und schönes Wochenende!

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u/hoods-hairy-balls — 3 hours ago

Parifizierung Elternhaus: ein Kind zieht jetzt ein, das andere erbt später – wie fair ausgleichen?

Hi Hivemind,

sorry, das ist vielleicht ein Luxusproblem (weil etwas Erben ja nicht selbstverständlich ist), aber ich will trotzdem die Meinung von euch wissen.

Ich (40m, ledig) und meine Schwester (42f mit Mann und Kind). Unsere Eltern (65 und 70) haben ein Haus mit Garten (mit PV und Erdwärme) in Salzburg Umgebung, wo sie im Obergeschoss (etwas größer) wohnen, und das Untergeschoss vermietet haben. Die Größen sind: Grundstück 700m², obere Wohnung mit ausgebautem Dachboden 140m² und untere Wohnung 110m².

Meine Schwester würde nun gerne oben einziehen (also Eigenbedarf) und nicht mieten, sondern gern als Schenkung (also vorzeitiges Erbe oder wie man das nennt) und meine Eltern gehen nach unten (was für sie okay wäre). Die Gründe sind einerseits, dass sie bei den Eltern sein kann, und andererseits dass sie sich Geld sparen kann (im Moment zahlt sie Kredit ab von einer Eigentumswohnung, welche aber bauliche Mängel hat und welche sie verkaufen würde).

Die Idee ist, das Haus zu parifizieren (in die 2 Wohnungen), sie bekommt die Wohnung jetzt und ich die andere Wohnung (wo die Eltern jetzt wohnen) später. Der Unterschied der Größe wird von meiner Schwester ausbezahlt (jetzt oder später ist noch unklar), was ich auch okay finde.

Was ich allerdings nicht ganz okay finde (und das finden auch meine Eltern) ist, dass sie praktisch jetzt eine Wohnung bekommt und sich Geld sparen kann, während ich in Miete wohne und das nicht kann. Wenn man das über einen Zeitraum von 15 Jahren hochrechnet - sagen wir grob 1.000-1.500 € eingesparte Miete pro Monat - kommt man schnell auf einen sechsstelligen Betrag, den sie gegenüber mir an Vermögen aufbaut. Das ist keine Kleinigkeit, oder?

Daher ist mein Vorschlag (und meine Eltern fänden das auch okay), dass meine Schwester einen jährlichen Beitrag an mich zahlt (wie der zu bemessen ist, ist die große Frage), so dass wir uns beide was sparen könnten. Meine Schwester findet das nicht, weil ich bekäme ja doch schon Geld durch die Ausgleichszahlung.

Ich finde es sind 2 unterschiedliche Dinge: Einerseits der Größenunterschied und andererseits der Vorteil, eine Wohnung zu bekommen (*jetzt* und nicht eben später). Nun ist mir klar, dass man auch Rücklagen bilden muss (also sich nicht ganze Miete spart), aber meine Idee wär zum Beispiel dass man eine Miete berechnet, die Rücklagen abzieht und den Teil durch zwei dividiert (oder so ähnlich – bin für Vorschläge offen).

Das hat jetzt schon etwas für Verstimmung geführt und mir wurde das Gefühl gegeben, dass das „unverfroren" wäre (weil ich einen doppelten Vorteil bekäme: die Auszahlung des Größenunterschieds und eine monatliche Kompensation). Ich finde das nicht.

Wie seht ihr das? Habt ihr vielleicht Anekdoten, wie das gelöst werden kann? Braucht ihr noch mehr Information?

Frohes Weekend.

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u/blumento_pferde — 22 hours ago

Was geht sich realistisch aus.

Zu mir:

M32, Gehalt 2 900€ Netto

Erspartes: 80 000€

ETFs: 35 000€

Einzelaktien: 15 000€

Partner

W33, Gehalt 2 100€ Netto

Erspartes 10 000€

Möchte nur ungern die ETFs angreifen, da ich die als Privatvorsorge sehe.

Macht hier ein Hauskauf überhaupt Sinn bzw. Ist es im Rahmen des Möglichen? Klar nach oben hin gibt es ja keine Grenzen und Bruchbuden gibt es auch zu genüge die im Rahmen des leistbaren sind.

Bei den derzeitigen Zinsen und Immobilienpreisen bin ich mir nicht sicher ob es nicht die bessere Entscheidung weiter zu mieten und den Großteil des Ersparten (das ich nur nicht investiert hab damit ich schnell Zugang habe falls sich eine passende Immobilie ergeben sollte) in ETFs zu stecken und dann eventuell früher in Pension zu gehen, je nachdem wo die Reise hingeht.

Tut mir leid falls das ganze eventuell ein wenig zu wage ist, aber mich würde interessieren was anhand unserer hard facts eventuell realistisch bzw was die Allgemeinheit so denkt bzgl Eigentum und Altersvorsorge.

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u/ThatManJustYawned — 24 hours ago

REIT und BDC Besteuerung - wann Änderung??

Deutschland hat seit 2007 ein REIT-Gesetz. Vor fast 20 Jahren. Österreich schaut einfach nur deppat zu.

Realty Income, Welltower,..

Main Street Cap, Ares, Hercules,..

Jetzt wieder wegen der letzten News von Realty darauf gestoßen. 134tes mal Dividenden erhöht.

Für jeden deutschen Privatanleger kein Problem. Für uns: 42,5% effektive Steuerbelastung auf Ausschüttungen plus pauschale Jahressteuer. Weil REITs hier als Nichtmeldefonds eingestuft werden und sich seit Jahrzehnten niemand zuständig fühlt, das zu ändern.

Gibt's hier irgendwelche Initiativen? Oder gewöhnen wir uns einfach dran? 🙃

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u/Timebreaker900 — 22 hours ago

Kapitalmaßnahme BAWAG

Liebe alle,

Die Dividende der Bawag wird als Kapitalmaßnahme behandelt (Kapitalherabsetzung) - somit kein sofortiger Steuerereffekt, sondern Reduktion der Anschaffungskosten.

Mich würde nun interessieren, was passiert, wenn meine Anschaffungskosten bereits auf 0 sind durch die Reduktionen der Vorjahre.

Wird der Einstandswert negativ? Muss ich auf die Kapitalherabsetzung sofort Steuern zahlen? Oder muss ich gar keine Steuern zahlen für die Dividende (=Kapitalmaßnahme), sobald der Anschaffungswert 0 ist?

Danke

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u/Binchen3010 — 6 hours ago

Altersvorsorge für meinen Sohn

Ich möchte für meinen Sohn (15) ein Junior Depot bei der Volksbank eröffnen, eine andere Bank ist leider nicht möglich, es sollen monatlich 50€ reinfließen später mehr und ich habe leider wenig Ahnung von Aktien und Etfs also worein sollen wir bzw er investieren und was für Maschen haben die „Berater“ auf die wir nicht hereinfallen sollten? Es sollen über die Jahre schon ein paar tausend Euro werden.

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u/Marokomekesan10 — 16 hours ago
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