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Parifizierung Elternhaus: ein Kind zieht jetzt ein, das andere erbt später – wie fair ausgleichen?

Hi Hivemind,

sorry, das ist vielleicht ein Luxusproblem (weil etwas Erben ja nicht selbstverständlich ist), aber ich will trotzdem die Meinung von euch wissen.

Ich (40m, ledig) und meine Schwester (42f mit Mann und Kind). Unsere Eltern (65 und 70) haben ein Haus mit Garten (mit PV und Erdwärme) in Salzburg Umgebung, wo sie im Obergeschoss (etwas größer) wohnen, und das Untergeschoss vermietet haben. Die Größen sind: Grundstück 700m², obere Wohnung mit ausgebautem Dachboden 140m² und untere Wohnung 110m².

Meine Schwester würde nun gerne oben einziehen (also Eigenbedarf) und nicht mieten, sondern gern als Schenkung (also vorzeitiges Erbe oder wie man das nennt) und meine Eltern gehen nach unten (was für sie okay wäre). Die Gründe sind einerseits, dass sie bei den Eltern sein kann, und andererseits dass sie sich Geld sparen kann (im Moment zahlt sie Kredit ab von einer Eigentumswohnung, welche aber bauliche Mängel hat und welche sie verkaufen würde).

Die Idee ist, das Haus zu parifizieren (in die 2 Wohnungen), sie bekommt die Wohnung jetzt und ich die andere Wohnung (wo die Eltern jetzt wohnen) später. Der Unterschied der Größe wird von meiner Schwester ausbezahlt (jetzt oder später ist noch unklar), was ich auch okay finde.

Was ich allerdings nicht ganz okay finde (und das finden auch meine Eltern) ist, dass sie praktisch jetzt eine Wohnung bekommt und sich Geld sparen kann, während ich in Miete wohne und das nicht kann. Wenn man das über einen Zeitraum von 15 Jahren hochrechnet - sagen wir grob 1.000-1.500 € eingesparte Miete pro Monat - kommt man schnell auf einen sechsstelligen Betrag, den sie gegenüber mir an Vermögen aufbaut. Das ist keine Kleinigkeit, oder?

Daher ist mein Vorschlag (und meine Eltern fänden das auch okay), dass meine Schwester einen jährlichen Beitrag an mich zahlt (wie der zu bemessen ist, ist die große Frage), so dass wir uns beide was sparen könnten. Meine Schwester findet das nicht, weil ich bekäme ja doch schon Geld durch die Ausgleichszahlung.

Ich finde es sind 2 unterschiedliche Dinge: Einerseits der Größenunterschied und andererseits der Vorteil, eine Wohnung zu bekommen (*jetzt* und nicht eben später). Nun ist mir klar, dass man auch Rücklagen bilden muss (also sich nicht ganze Miete spart), aber meine Idee wär zum Beispiel dass man eine Miete berechnet, die Rücklagen abzieht und den Teil durch zwei dividiert (oder so ähnlich – bin für Vorschläge offen).

Das hat jetzt schon etwas für Verstimmung geführt und mir wurde das Gefühl gegeben, dass das „unverfroren" wäre (weil ich einen doppelten Vorteil bekäme: die Auszahlung des Größenunterschieds und eine monatliche Kompensation). Ich finde das nicht.

Wie seht ihr das? Habt ihr vielleicht Anekdoten, wie das gelöst werden kann? Braucht ihr noch mehr Information?

Frohes Weekend.

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u/blumento_pferde — 24 hours ago