u/no_time_left_

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Kann ich knapp vor meinem Ableben an 10 Leute jeweils unter 20.000 Euro verschenken und die dann wieder einer Person Herrn X, jeweils unter 20.000 Euro schenken ohne das Steuern anfallen?

Angenommen ich würde gerne einer Person X 200.000 Euro schenken, könnte ich dann an 10 Personen jeweils knapp unter 20.000 Euro schenken mit der bitte das diese der Person X diese 20.000 Euro weiter schenken.
Dann würde jeweils immer auf einer Person - zu - Person Basis die Schenkung unter 20.000 Euro liegen und wäre dann angenommen der Freibetrag ist noch nicht ausgeschöpft für alle Steuerfrei?

Ich habe mit ChatGPT darüber gesprochen und der meint, das wäre möglich, weil der Freibetrag nur pro Schenker zu Beschenkten zählt, aber das glaube ich nicht so ganz.

Sollte ich das ganze noch vor meinem Ableben machen würde, das ja deutlich was an Erbschaftssteuer sparen.

Alles Mal abgesehen davon, ob die Personen das auch wirklich dann weiter schenken, weil verpflichten kann man sie natürlich nicht.

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u/no_time_left_ — 1 day ago

Immobilie vom Onkel übernehmen – 3 Optionen durchgerechnet. Was könnte ich ausrechnen, um eine bessere Einschätzung zu bekommen, wie ich die am besten Übertragen kann?

Ich stehe vor der Frage, wie ich die Wohnung meines Onkels ( ca. 400.000 € Wert, Baujahr 1930, vermietet) am sinnvollsten übernehme. Ziel ist, die Steuerlast zu minimieren und gleichzeitig steuerliche Vorteile (AfA etc.) zu nutzen.

Hier meine drei Optionen, jeweils kurz gerechnet:

1. Erbe

  • Steuerbasis: 400.000 € – 20.000 € Freibetrag = 380.000 €
  • Erbschaftsteuer (30 %): ca. 114.000 € (mit Abschlag evtl. ~102.000 €)
  • AfA: 0 €, da Altbau bereits weitgehend abgeschrieben
  • Ergebnis: hohe Einmalsteuer, keine laufenden Steuervorteile

2. Kauf mit Nießbrauch

  • Kaufpreis reduziert um Nießbrauch (ca. 76.800 €)
  • Vorteil: weniger Grunderwerbsteuer
  • Problem:
    • keine Mieteinnahmen → keine AfA nutzbar
    • Steuervorteile gehen verloren, solange der Nießbrauch läuft
  • Ergebnis: kurzfristig günstiger Kaufpreis, aber steuerlich ineffizient

3. Kauf ohne Nießbrauch

  • Kaufpreis: 400.000 €
  • Gebäudeanteil (70 %): 280.000 €
  • AfA (2 %): 5.600 € / Jahr → Steuerersparnis bei 42 %: ca. 2.350 € jährlich
  • Renovierung (15.000 €): → sofort absetzbar → ca. 6.300 € Steuerersparnis
  • Kaufnebenkosten: ~25.000 € statt >100.000 € Erbschaftsteuer
  • Ergebnis: laufende steuerliche Vorteile + deutlich geringere Anfangsbelastung

Zusatzidee

Teil des Kaufpreises über Schenkungen zurückführen:

  • 20.000 € an mich

Meine Fragen momentan

  1. Das mit der AfA kann ich schwer eingeschätzt, was müsste ich da beachten?
    1. Was sollte man bei Finanzierung mit Verkäuferkredit beachten?
    1. Gibt es bessere Gestaltungen, die ich nicht auf dem Schirm habe?
    1. Gibt es für so was rund um Rechner? Irgendwelche Beispiel Rechnungen oder so etc?

Danke für jeden Input.

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u/no_time_left_ — 1 day ago