u/lilnumb-92

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Imposter-Syndrom als 32-jähriger Anwendungsentwickler – wie geht ihr damit um?

Hey,

Ich bin 32, arbeite seit Anfang des Jahres als Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung in einem Logistikunternehmen, unbefristet, 100% remote, 30 Stunden die Woche. Auf dem Papier klingt das nach einer richtig guten Situation, und ehrlich gesagt ist sie das auch.

Das Gehalt im ersten Jahr ist für mich mehr als fair, ich bin mit der Stelle an sich sehr zufrieden, und die Aufgaben sind technisch interessant. Eigentlich alles top.

Aber:

Ich arbeite mit zwei Senior-Entwicklern zusammen, und je mehr ich mitbekomme, wie die denken, wie schnell die Probleme lösen und wie tief deren Verständnis ist desto mehr habe ich das Gefühl, dass ich eigentlich gar nicht auf deren Level bin.

Remote macht das noch intensiver, weil man sich kaum mal kurz zusammensetzt und merkt, dass man gemeinsam an einer Sache hängt. Man sieht nur die Ergebnisse der anderen, nie den Prozess.

Das Resultat:

Erfolgsgefühle bleiben fast komplett aus. Ich liefere, ich lerne, aber innerlich fühlt sich vieles eher nach „nicht erwischt werden das ich doch öfter mal die KI benutze" an als nach echtem Können.

Hat jemand von euch sowas ähnliches erlebt, besonders im Remote-Kontext? Wie habt ihr das überwunden oder zumindest erträglicher gemacht? Ist das bei erfahreneren Devs irgendwann einfach weg, oder lernt man nur, besser damit umzugehen?

Ich würde mich echt über Erfahrungsberichte freuen.

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u/lilnumb-92 — 3 days ago