Ich bin im April in Frankfurt umgezogen. In der Wohnung unter mir lebt ein (vermutlich frühverrenteter) Nachbar, der extrem empfindlich auf Geräusche reagiert und regelmäßig lautstark Beleidigungen ruft („Arschloch“, „halt die Schnauze“, „muss ich hochkommen?“), die ich in meiner Wohnung klar hören kann.
Auslöser sind ganz normale Alltagsgeräusche: z. B. Flaschen in den Kühlschrank stellen, sich bewegen, etc. Das Gebäude ist aus meiner Sicht durchschnittlich hellhörig, aber nichts Außergewöhnliches.
Ich habe bereits versucht, das Gespräch zu suchen und ihm gesagt, dass ich Rücksicht nehme (was ich auch tue), aber das bringt nichts. Er beschwert sich sogar über Dinge wie Toilettenspülung abends oder nachts. Zusätzlich scheint er Dinge zu verwechseln – er glaubt z. B., ich sei mit den verstorbenen Vormietern verwandt und würde ihn „absichtlich terrorisieren“.
Ich habe inzwischen ein detailliertes Protokoll (ca. 2 Seiten) über die Vorfälle erstellt und an meinen Vermieter geschickt, der es an die Hausverwaltung weitergeleitet hat. Das ist etwa eine Woche her.
Da sich bisher nichts geändert hat, überlege ich die nächsten Schritte:
Schiedsperson
ggf. Anzeige wegen Beleidigung
zivilrechtlich Unterlassung (mit Anwalt)
Zeugen habe ich mittlerweile auch.
Ein erneuter Umzug wäre für mich nur die letzte Option (Frankfurt…).
Hat jemand Erfahrung mit ähnlichen Fällen? Was hat geholfen und gäbe es alternative Wege? Für wie nützlich haltet ihr eine Unterlassung?
Lg