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Mit indigenem Wissen kolonialen Kontinuitäten begegnen
Der Umgang mit der natürlichen Umwelt und nicht menschlichen Lebewesen weist auf eine eklatante moralische Verkommenheit hin.
Diese zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass alles Verwertbare innerhalb der kapitalistischen Wertschöpfung zur Ware kolonisiert wird.
Während Natur kaum mehr als Grundvoraussetzung der eigenen Existenz verstanden wird – was sie unbestreitbar ist –, wird dem bestialischen Quälen und Foltern von nicht menschlichen Lebewesen ebendiese Prämisse untergeschoben.
Europäische Expansion: Kolonialismus, Kapitalismus, Patriarchat & Zweiteilung
Die moralische Verkommenheit ist mit dem Mensch-Natur-Verhältnis längst nicht auserzählt. Als vernunftbegabte Wesen hatte #Kant einst die Menschen beschrieben. Zugleich war er der Auffassung, dass Schwarze, PoC¹ und Indigene nicht gänzlich darunterfallen: »Allein die weißen Europäer, fähig zu voll entwickelter Kultur«.
Diese eklatante Widersprüchlichkeit – zwischen (angeblicher) Vernunft und dem bis heute tief sitzenden Rassismus – ist sinnstiftend für die Zeit der Aufklärung bzw. die europäische Moderne.
Zum einen badet sicher der »weiße Mann« in der selbst zugeschriebenen Erhabenheit über alles »andere« in der Welt.
Zum anderen sind ebendiese patriarchale Ideologie und die eng damit verbundene kolonialkapitalistische Ausbeutung und Unterdrückung der Peripherie (außerhalb des europäischen »Zentrums«) die zugrundeliegende Weltanschauung der westlichen Aufklärung.
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