Urkundenfälschung | (tatbestandliche) Handlungseinheit?
Hey zusammen,
ich habe eine recht simple Frage, bei der ich aber ein bisschen auf dem Schlauch stehe gerade.
Es geht um eine Person, die mit einem gefälschten Firmenstempel und einer jeweiligen Unterschrift einen Leasingvertrag eines Pkw abgeschlossen hat. Dafür waren insgesamt acht Unterschriften + Stempel notwendig (Vertrag im engeren Sinne + Anhänge wie Selbstauskunft, Datenschutz etc.).
Generell würde ich sagen, dass jeder dieser acht Formulare eine eigene Urkundenqualität zukommt.
Ich frage mich jetzt, wie man das – etwa in einer Anklage – konkurrenzrechtlich behandelt. Ist das einfach eine tateinheitliche Begehung, also würde man sagen "durch die selbe Handlung zur Täuschung im Rechtsverkehr acht unechte Urkunden..."?
Oder würdet ihr sagen, dass das sogar tatbestandlich eine Handlungseinheit ist und man auf die Anzahl bzw. Tateinheit gar nicht eingeht, also "zur Täuschung im Rechtsverkehr unechte Urkunden..."
Im Konkretum muss man natürlich spezifisch die verschiedenen Bestandteile auflisten.
Ich frage mich gerade nur, wie man das in der Praxis am geschicktesten macht.
Danke Euch!