u/KirukuYuzami

Die ersten zwei bzw. drei Kapitel führen in den Protagonisten ein. Er ist zu diesem Zeitpunkt 9 Jahre alt. Ich habe deswegen den Schreibstil versucht etwas kindlicher (?) zu halten.

Die Geschichte an sich spielt in einer Welt nach dem Ausbruch einer Apokalypse. Hier bricht die Apokalypse durch Zeit-Raum Risse, welche von Drachen verursacht werden, aus. Dieser Teil einer Geschichte handelt von Dylan und seinen... Abenteuern in dieser Prä- und Postapokalypse bzw. der Apokalypse selbst. Man begleitet ihn gute 12-13 Jahre (Mit ein paar Zeitsprüngen) und sieht nicht nur die Entwicklung von Dylan sondern auch die der Welt.

Wichtig wäre mir zu wissen:

  • Wie liest es sich?
  • Würde man den Stil bzw. die Gedanken/ das Handeln einem 9 jährigen (neurodivergenten) Kind so zumuten bzw. zuordnen?
  • Will man dran bleiben? Fantasy ist ja schon da aber von Dystopie ist noch nichts zu sehen. Also Einstieg zu langatmig oder ok? Der Fantasyteil wird noch klarer, Dystopie geschieht auf Seite 13
  • Blickt man durch oder ist es zu wirr?

Vielen Dank erstmal :3

Liebe Grüße Riku

Ursprünglicher Text Neuer Text! Auf Hinweise der Kommentare vom 06.05.26

Als die Tür sich öffnete, stoppten die anderen in seiner Klasse abrupt ihre Gespräche. 
Es war ungewöhnlich, dass sie ruhiger wurden, nur noch leise tuschelten, gerade die Mädchen waren aufgeregt, so hob Dylan den Kopf, war Miss Stuart zurück?

Nein. 

Statt seiner heimlichen Liebe betrat ein neuer Lehrer den Raum. Adrett gekleidet. Gepflegt. Und mit einem Gesicht, das direkt der Hölle entsprungen war.

Geräuschvoll schlug er das Buch zu. 

Er hörte das leise Kichern und Tuscheln seiner Mitschüler. Sie kannten den Verrückten der Klasse nun schon lange genug, nahmen sein komisches Verhalten hin und machten sich darüber lustig. Ihr neuer Lehrer sah überrascht rüber. 
Das Gesicht des Mannes vor ihm verzog sich plötzlich. Wie das Flirren einer Fata Morgana. Es ähnelte einem Menschen, aber goldgelbe Augen starrten ihn an, ein groß aufgerissenes Maul mit unzähligen messerscharfen Zähnen. Lange wolfsähnliche Ohren und eine Nase wie von einer Fledermaus.
Dylan schloss die Augen, kniff sie fest zusammen und neigte den Kopf zum Tisch. Der Lehrer räusperte sich, ging die letzten Schritte zum Pult und stellte die Ledertasche ab. Er klatschte in die Hände, um die Aufmerksamkeit der Klasse wieder zu erlangen: „Guten Morgen, Klasse. Mein Name ist Matthew Roberts. Ich bin euer neuer Englischlehrer. Zumindest so lange, bis Miss Stuart wieder gesund ist.“

Für alle anderen war er ein ganz normaler Lehrer. Mittleres Alter, dunkles Haar, ein gepflegter, kurzer Bart und blaue Augen. Doch Dylan sah nichts anderes als die höllische Fratze.

Er stopfte sein Buch in die Tasche, versuchte, sich zusammenzureißen und auf den Unterricht zu konzentrieren. Jedes Mal, wenn Mister Roberts Worte formte und sich die Lippen über die Zähne wölbten, die Krallen bewehrten Finger die Kreide über die Tafel zogen oder die goldgelben Augen ihn anstarrten, verkrampften sich seine Finger so fest um den Kugelschreiber, dass das Plastik leise knackte. Er war eigentlich ein guter Lehrer, aber er hasste ihn für das, was er in seinem Kopf anrichtete. 

Wie so oft war er der Jüngste in seiner Klasse, im Vorjahr hatte er zwei Klassen übersprungen, weil seine Lehrer nicht mehr wussten, wie sie ihn sonst noch fördern sollten. Er war zwar in Mathe nicht wirklich gut, dafür meisterte er mit Bravour die anderen Fächer. Das Beste bisher war aber gewesen, dass er keine weiteren Halluzinationen mehr hatte. Keine unheimlichen Dämonen, Fratzen und Wesen, die ihn so ängstigen. Fast so, als sei er wirklich geheilt.

Bis jetzt. 

Die Mittagspause hatte ein wenig Ablenkung gebracht, in der Kantine konnte er etwas lesen und die Umgebung mit seinem Roman ausblenden. Nachdem er gegessen hatte, setzte er sich nach draußen unter einen der uralten Bäume.
Dylan las in jeder freien Minute, so gut wie alles. Romane, Sachbücher, Biographien. Regelmäßig fielen ihm Comics oder Manga in die Hände, auch wenn seine Mutter dann schimpfte, er solle nicht so einen Schund lesen. 
Als es klingelte, trottete er zum nächsten Klassensaal. Die letzten beiden Stunden waren Geschichte und Geographie, bei einem Lehrer, welcher die Fächer kombinierte, weswegen Dylan sie ganz gerne mochte. 
Er unterdrückte die Gedanken an den neuen Englischlehrer, versuchte ihn in seinem Hinterkopf einzusperren. Vergessen konnte er ihn nicht. Dafür waren die Erinnerungen an diese Teufelsfratze noch viel zu frisch. 
Als der letzte Gong durch die Flure schepperte und das Schulende einläutete, war Dylan bereits aufgesprungen, noch bevor das Echo verhallt war. Er drängte sich durch die Menge, verließ die Schule so schnell er konnte und eilte gefrustet und wütend zur Bushaltestelle.

Der Text endet so abrupt da er mit einer CN weiter geht.

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u/KirukuYuzami — 9 days ago