Ich möchte hier meine Erfahrungen teilen und auch hören, ob andere ähnliche Fälle kennen oder Erfahrungen damit haben.
Im Jahr 2020 wurde ich im Rahmen einer allgemeinen Verkehrskontrolle aus dem Verkehr gezogen. Der Blutwert lag damals bei 3,3 ng/ml aktivem THC. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt keinerlei Ausfallerscheinungen, der letzte Konsum lag etwa einen Tag zurück.
Die Folge war eine Ordnungswidrigkeitsanzeige (ca. 700 €) sowie die Anordnung einer MPU. Nach einer Abstinenz von 15 Monaten habe ich die MPU erfolgreich bestanden und anschließend meine Fahrerlaubnis zurückerhalten.
Im Jahr 2025 wurde ich aufgrund einer gesicherten medizinischen Diagnose offiziell Medizinalcannabis-Patient.
Am 10.03.2026 wurde ich erneut im Rahmen einer Verkehrskontrolle positiv auf THC (9,8ng) getestet . Ich habe direkt erklärt, dass ich inzwischen medizinisch eingestellt bin. Trotzdem wurde ich mit auf die Wache genommen und eine Blutprobe entnommen.
Nach einigen Wochen erhielt ich erneut einen Bußgeldbescheid über ca. 700 €. Laut Aktenlage wurden weder von den Beamten noch vom Arzt Ausfallerscheinungen dokumentiert.
Zusätzlich kam nun ein Schreiben der Führerscheinstelle mit der Anordnung einer MPU speziell im Zusammenhang mit meiner Patientenstellung.
Ich habe inzwischen einen Anwalt eingeschaltet. Das ist aktuell der Stand der Dinge.
Wenn jemand ähnliche Erfahrungen gemacht hat oder rechtlich etwas dazu sagen kann, gerne kommentieren oder Fragen stellen.