Hi zusammen,
Meine Freundin (W23) und ich (M25) sind seit 1 Jahr ein Paar. Sie hat genau eine Freundin, mit der sie alle paar Wochen mal etwas unternimmt. Ich habe einen größeren Freundeskreis (ca. 15 Personen) mit dem ich mindestens 1x die Woche was unternehme. Natürlich nicht immer mit allen gleichzeitig, sondern immer nur mit denen, die Bock und Zeit haben. Seit Beginn der Beziehung versuche ich sie in meinen Freundeskreis zu integrieren, da sie darunter leidet nur so wenige soziale Kontakte zu haben. Außerdem ist es in meinem Freundeskreis üblich, dass die Partner dabei sind, wenn wir etwas unternehmen.
Leider muss ich feststellen, dass meine Freundin an den Dingen, die wir im Freundeskreis machen wenig Freude hat. Sie mag kein Sport, keine Computerspiele, nicht unsere Musik, nicht unsere Filme, kein Alkohol, keine Partyspiele, nicht essen gehen usw.
Am liebsten würde sie mit uns basteln, puzzeln, Brettspiele spielen oder in den Zoo gehen. Das sind leider alles Dinge, die ich zwar gerne mit ihr alleine mache, meine Freunde haben darauf aber i.d.R. keine Lust. Außerdem spricht sie kaum Englisch und ab und zu sind auch nicht deutschsprachige Personen mit dabei, dann versteht sie leider nur 20% oder ich muss dauerhaft übersetzen.
Jetzt zum eigentlichen Problem: Trotz dessen, dass ihr die Unternehmungen i.d.R. keinen Spaß machen, kommt sie dennoch mit. Nach eigener Aussage aber nur deswegen, um mehr Zeit mit mir zu verbringen.
Jetzt könnte man sagen: Sie ist erwachsen, es ist ihre Entscheidung mitzukommen und nicht mein Problem, wenn sie dabei keinen Spaß hat.
Aber: Ich fühle mich dadurch dann aber gezwungen mich während diesen Treffen mit meinen Freunden um sie zu kümmern. Wenn ich nicht aktiv mit ihr etwas mache (z.B. sie in Gespräche oder Spiele integriere), sitzt sie häufig einfach nur rum. Wenn ich etwas mitmache, bei dem sie nicht teilnehmen möchte, macht sie nichts. Dann fühle ich mich auch schlecht, wenn ich sie so sehe.
Anfangs hatte ich gehofft, dass sie vielleicht nur mit meinen Freunden warm werden muss aber es scheint sich nicht zu bessern. Sie "mag" sie zwar alle, hat aber kaum Gemeinsamkeiten mit diesen, sodass tiefere Gespräche nur schwer möglich sind.
Ich möchte ihr einerseits nicht verbieten mitzukommen (vor allem weil die meisten meiner Freunde ihre Partner auch mitbringen) aber ehrlich gesagt habe ich weniger Spaß, wenn sie dabei ist, als wenn nicht. Ich habe bereits mit ihr darüber gesprochen und sie meint, ich müsse mich nicht um sie "kümmern". Es würde ihr schon reichen bei mir zu sein, auch wenn sie keinen Spaß hat.
Was würdet ihr in meiner Situation machen?
(throwaway-Account)