u/Hyperio87

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Warum ist Italien so Vintage ( um es nett auszudrücken)

Ich liebe Italien und war schon im fast allen Regionen und das die Infrastruktur auch mit 130% Staatsverschuldung schlimmer sein kann als mit schwarzer Null... ist geschenkt aber manchmal wundere ich mich warum auch privat Gebäude so eine "Patina" haben, hier ein paar Bilder vom Nord-Ufer des Comer Sees in der Lombardei der nach GDP dritt- reichsten Region Europas und tatsächlich stand im Carport des mittleren Bildes ein Porsche 981... wenn ich mir dagegen Slowenien anschaue da ist gefühlt jedes Dorf pitoresk

u/Hyperio87 — 6 hours ago

(Einzel)-Psychotherapie kann nicht die Lösung in der Breite sein

„Du hast Probleme? Such dir einen Therapieplatz!“ kann nicht die Lösung sein

Mental Health Awareness ist wichtig und es ist gut, dass das Stigma sinkt. Aber ich bin der festen Überzeugung: Wir können uns als Gesellschaft nicht aus der aktuellen mentalen Krise heraustherapieren. Einzeltherapie als Universal-Lösung für alle ist ein mathematisches, wirtschaftliches und systemisches Ding der Unmöglichkeit.

Hier ist das Problem mit unserem aktuellen System, und warum wir dringend umdenken müssen:

  1. Die Baumolsche Kostenkrankheit (Warum Therapie nicht skaliert) In der Wirtschaft gibt es das Konzept der "Baumolschen Kostenkrankheit". Kurz gesagt: In der Industrie werden Dinge durch Technologie immer billiger und schneller produziert. Ein Auto baut sich heute schneller als 1950. Aber ein Streichquartett braucht immer noch vier Leute und 45 Minuten, um ein 45-Minuten-Stück zu spielen. Genau so ist es in der Psychotherapie: Eine Stunde Therapie kostet immer genau eine Stunde der Zeit eines hochqualifizierten Akademikers. Es gibt hier keine Skaleneffekte oder Produktivitätssteigerungen. Das macht das System extrem teuer und extrem starr.
  2. Der Bedarf wächst schneller als wir Therapeuten ausbilden können Seit den 80er Jahren hat sich die Zahl der Therapeuten in Deutschland zwar massiv erhöht. Aber: Der Bedarf ist durch den Abbau von Stigmata, zunehmenden gesellschaftlichen Stress und Krisen geradezu explodiert. Wir produzieren einfach nicht genug Therapeuten, um 84 Millionen Menschen bei Bedarf im 1-zu-1-Setting zu versorgen.
  3. Das Vakuum durch den Wegfall von Religion und Spiritualität Hier ist der Kern des massiv gestiegenen Bedarfs: Wir haben in unserer säkularisierten Gesellschaft einen enormen Verlust an spirituellem und religiösem Halt. Früher fingen Kirchen, Seelsorger und religiöse Gemeinschaften existenzielle Lebenskrisen ab. Sie gaben Antworten auf Sinnfragen, boten Rituale für Trauer und ein soziales Netz. Heute ist dieses Vakuum da. Das Resultat? Wir pathologisieren normales menschliches Leiden. Menschen gehen mit Sinnkrisen, Einsamkeit, Trauer oder der Angst vor dem Tod zum Psychotherapeuten. Der Therapeut muss heute den Priester, den Philosophen und das Dorf ersetzen. Das verstopft das System für diejenigen, die echte, klinische psychische Erkrankungen haben.
  4. Das "First come, first serve"-Desaster bestraft die wirklich Kranken Wie bekommt man heute einen Therapieplatz? Man muss in winzigen Zeitfenstern dutzende Praxen anrufen, monatelang warten und hartnäckig bleiben. Wer schafft das? Leute mit viel Energie (oft die "leichteren" Fälle oder eben Menschen in "nur" existenziellen Krisen). Wer schafft das nicht? Jemand mit schweren, lähmenden Depressionen, Schizophrenie oder schweren Angststörungen. Das System ist eine Belastungsprobe, die paradoxerweise die schwersten Fälle systematisch benachteiligt oder ganz ausschließt.
  5. Die Alternativen von "gestern" funktionieren nicht mehr Die alten "Massenlösungen" für psychischen Druck und Sinnlosigkeit waren oft simpel und destruktiv: Alkoholismus und Verdrängung. Dass das unsere Gesellschaft auf Dauer zerstört und keine echte Lösung ist, darüber müssen wir nicht diskutieren.

Was wir stattdessen brauchen (Massentaugliche Alternativen):

Wenn Einzeltherapie ein knappes Luxusgut ist, müssen wir endlich anfangen, mentale Gesundheit und Sinnstiftung so zu denken, dass es in der Masse funktioniert:

1.Säkulare Seelsorge: Wir brauchen professionelle, aber nicht-klinische Anlaufstellen für Menschen in Sinn- und Lebenskrisen. Nicht jede Lebenskrise ist eine Krankheit, die therapiert werden muss. Manchmal braucht es einfach strukturierte Begleitung und Sinnstiftung.

2.Ausbau von Gruppentherapien: Anstatt dass ein Therapeut einem Patienten hilft, hilft er 8 bis 10 gleichzeitig. Der therapeutische Effekt (durch das Spiegeln und den Austausch mit anderen) ist wissenschaftlich erwiesen oft genauso gut oder sogar besser als in der Einzeltherapie.

3.Wiederaufbau von echten Gemeinschaften (Community Building): Wir müssen der Einsamkeit entgegenwirken. Ob das moderne säkulare Gemeinschaften, Vereine, Nachbarschaftszentren oder neue spirituelle Räume sind – der Mensch ist ein Herdentier und wird ohne ein starkes soziales Netz krank.

4.Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGAs): Für leichte bis mittelschwere Fälle können evidenzbasierte Online-Programme extrem effektiv sein. Sie sind jederzeit verfügbar, haben keine Wartelisten und skalieren unendlich.

5.Psychoedukation als Schulinhalt: Wir lernen in der Schule nicht, wie man mit Stress, Ablehnung oder Trauer umgeht. Prävention und emotionale Resilienz müssen auf die Masse ausgerichtet sein.

Und falls Punkt 3 angezweifelt wird hier noch ein Link https://archive.is/20260418231145/https://www.zeit.de/zeit-magazin/leben/2026-04/emotionsgeschichte-mittelalter-gefuehle-stimmung-rob-boddice zur Trauerbewaltigung im Mittelalter

u/Hyperio87 — 5 days ago

Die Pflege ist weder "zu leicht" noch "überbezahlt" – sie ist ein knallharter Job mit massiver Verantwortung, den sich viele Akademiker gar nicht vorstellen können.

Man liest in letzter Zeit öfter das Narrativ, die Pflege würde in der Gesellschaft künstlich gehypt, der Job sei eigentlich extrem entspannt, intellektuell anspruchslos und dafür auch noch fürstlich bezahlt. https://www.reddit.com/r/Unbeliebtemeinung/comments/1t7lg7p/wir_sollten_mit_diesem_seltsamen_hypen_der/ Wer so etwas behauptet, hat den Kern dieses Berufs schlichtweg nicht verstanden und blendet die absolute Realität in deutschen Krankenhäusern aus.

Hier ist die Realität, warum dieser Job eben nicht einfach ist:

  1. Massive Verantwortung statt entspannter Routine Versucht mal, im Spät- oder Nachtdienst zu zweit eine 40-Betten-Station zu wuppen. Da ist absolut gar nichts „einfach“. Es geht nicht darum, ein paar Plastikbecher mit Tabletten aufzufüllen. In kaum einem anderen Beruf auf Ausbildungsniveau trifft man am laufenden Band so viele weitreichende Entscheidungen. Warum? Weil oft einfach kein Arzt da ist. Wenn sich der Zustand eines Patienten verschlechtert, bist du die Person, die das erkennen, filtern und sofort handeln muss. Du entscheidest in dem Moment, ob es Zeit für den Reanimationsalarm ist oder ob du den Bereitschaftsarzt anrufst.
  2. Medizinischer Anspruch vs. Akademische Tretmühle Es wird oft behauptet, der Job sei intellektuell nicht fordernd. Das ist Quatsch. Wer Herausforderungen sucht, kann sich massiv weiterentwickeln – sei es auf der Intensivstation, in der Anästhesie oder der Notaufnahme. Darüber hinaus leisten Pflegekräfte eine tiefgehende, spezialisierte Beratung am Patienten (sei es bei der Wundversorgung, bei Stoma-Patienten, in der Onkologie oder bei Diabetes), für die Ärzte auf Station im Alltag weder die Zeit noch das spezifische, praxisnahe Know-how haben. Ganz ehrlich: Da ist mir dieses echte, medizinische Mitdenken am Patienten tausendmal lieber, als in der typischen akademischen Tretmühle zu stecken, wo die "intellektuelle Herausforderung" oft nur aus endlosen Zoom-Meetings, sinnbefreiten Calls und dem Formatieren von Excel-Tabellen besteht.
  3. Die Realität: Frauenberuf und Kinderbetreuung Das, was die Pflege wirklich so extrem hart macht, ist das System drumherum. Die Pflege ist nach wie vor ein stark weiblich dominierter Beruf. Die Arbeitszeiten (Schichtdienst, Wochenenden, Feiertage) sind mit einem normalen Familienleben schlichtweg inkompatibel. Wer um 06:00 Uhr zur Übergabe parat stehen muss, findet keine Kita, die das Kind vorher aufnimmt. Wer bis 21:00 Uhr Spätdienst hat, bringt sein Kind nicht ins Bett. Diese gnadenlose Unvereinbarkeit von Beruf und Familie ist die wahre Härte, die viele in die Teilzeit oder ganz aus dem Beruf zwingt.
  4. Das Märchen vom Reichtum Immer wieder wird das Gehalt von 5.000 bis 6.000 Euro netto ins Spiel gebracht. Ja, das gibt es – in der Leiharbeit. Das ist aber faktisch Schmerzensgeld für ständige Flexibilität und das Ausbügeln von Personalnotständen. Die absolute Mehrheit der Pflegekräfte arbeitet in Festanstellung und wird in der Breite nach Tarif (z. B. TVöD) bezahlt. Das bedeutet in der Realität ein Gehalt von 2.000 bis 3.500 Euro netto (je nach Berufserfahrung, Steuerklasse und Zulagen). Für die körperliche Zerstörung, den psychischen Stress und die enorme Verantwortung ist das kein Luxusgehalt, sondern gerade mal angemessen.

Fazit: Wir sollten aufhören, so zu tun, als sei die Pflege ein gechillter, anspruchsloser Ausbildungsberuf, in dem man sich dumm und dämlich verdient. Wer junge Leute mit solchen falschen Versprechungen anlockt, sorgt nur für die nächste Generation an Abbrechern, die auf einer echten Akutstation völlig überrollt werden.

Um auf den verlinkten Post zurück zu kommen der wusste nach einem Jahr auf ner Billo-Station gar nichts wir sprechen uns wieder wenn du als Mitglied des Rehateams den ersten Tubus geschoben hast weil der AVD gerade seinen ersten Dienst hat und der Anästhesist vom Hintergrunddienst im Stau steht

Valide Punkte zur Kritik wären zuviele Dullis im Beruf weil halt unattraktiv und viele Kompetenzen musst du im rechtlichen Graubereich ausüben aber da wäre auch die Lösung für viele Probleme im System, ich träume von einer Welt wo der Altenpfleger im Heim nach Telemedizinischer Anordnung einen IV Zugang legt und ne 1000 Stero anhängt um die Einweisung "Exikose" ins Krankenshaus zu vermeiden

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u/Hyperio87 — 6 days ago
▲ 1 r/Pflege

Kleiner Rant:

Mein Krankenshaus ist gerade in herben Schwierigkeiten und gleichzeitig gab es Wahlen man könnte eigentlich meinen es wäre eine gute Idee sich aufstellen zu lassen (wegen Kündigungschutz) oder wenigstens wählen zu gehen. Ende vom Lied es gab 12 Bewerber auf 9 Sitze und ich hab ein Dutzend Leute aus der Pflege aktiv angesprochen und angeboten die Unterschriften zu besorgen....nein da muss man sich ja mit den Gesetzen auskennen (das tut ja nichtmal die Arbeitgeberseite) und überhaupt....

Wahlbeteiligung mit 36% eine Katastrophe, ich bin mit 70% der Stimmen auf Platz 2 gelandet und sitze jetzt in einem Neuner-Gremium als einziger aus dem Pflegebereich es gab noch 2 Exen und einen Helfer die nicht reingewählt wurden sind (die einzigen drei die es nicht geworden sind) diese Tatsache, das der Anteil der Briefwahl bei unter 5% war und das ich weiß das von 6.30-8.00 keiner wählen war der Zeit der eigentlich für den ND gedacht war (gut das ich das weiß ist wegen Wahlgeheimnis ein bisschen kritisch) lässt mich vermuten das die Pflege als größte Berufsgruppe (ca. 50% Anteil an der Belegschaft) mal wieder nicht ihren Arsch nicht hochgekriegt hat und ich mein Ergebnis meinem Standing bei den anderen Gruppen verdanke. Das ist extrem frustrierend wie ich finde vor allem weil viele gar nicht verstehen das ich nur 1/9 Stimmen im Gremium habe und so für die Pflege wenig rausreißen kann. Und die, die aus der Pflege gewählt haben, haben lieber nicht alle Stimmen genutzt und nur mich gewählt als Kollegin XY zu wählen weil die ist ja nur Altenpfleger..... arrrrgh generell wurde im Schnitt nur 5 von 9 Stimmen genutzt, ist das normal?

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u/Hyperio87 — 6 days ago
▲ 25 r/Pflege

Folgender Fall:

90-jährige Patientin 1,50m/50Kg mit Verdacht auf Sepsis als Einweisungsdiagnose wegen infizierter chronischer Wunde allerdings außer initialer leichter Hypontonie keine Sepsis-Zeichen nach Gabe von Stero 500ml verbessert sich RR bei 120/70 und keine Aufnahme auf IMC wie vorgesehen sondern auf Normalstation. Patient dement aber nicht agitiert kann Bedürfnisse äußern. Aufnahmelabor ohne Gerinnung im PC, Apixaban 2x2,5mg Patientin (Crea 1,1 und Kalium bei 3,2, HB 9,8, CRP mittelgradig erhöht). Patientin ist 2h Stunden auf Normalstation, 30 Minuten nach letztem Patientenkontakt leblos in einer Lache von Blut gefunden, CPR wurde eingeleitet aber abgebrochen weil dem AVD eingefallen ist das er mit den Angehörigen telefoniert hat und jetzt ein DNR besteht. Totenschein eher allgemein gehalten^^. Die Blutmenge würde ich auf >1L schätzen mit deutlichen Koageln in der Lache(Verdünnung durch eine laufende Stero ist auzuschließen und ich weiß das Blut immer nach mehr aussieht aber es waren zwei vollgesogene Inko-Tex Unterlagen+ See, einzige Blutungsquelle die bei der Säuberung der Verstorbenen auszumachen ist, ist die vom Patienten gezogene Viggostelle (Unterarm). Hatte so einen Fall noch nicht und finde in der Literatur nur Case Studys wie den hier https://www.ai-online.info/images/ai-ausgabe/2019/09-2019/AI_09-2019_Mitteilungen_Koelzer.pdf und das Verbluten aus einer peripheren Vene sehr unwarscheinlich ist und lange dauert. Die Ärzte mit denen ich drüber gesprochen habe meinen durchaus vorstellbar bei Gerinnungstörung. Jetzt bin ich ein bischen paranoid weil wie oft kommt es vor das eine Patient sich die Viggo zieht und 30 Minuten unbeobachtet sind ja keine Zeit auf Normalstation. Was sind eure Meinungen/Erfahrungen dazu?

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u/Hyperio87 — 7 days ago
▲ 12 r/Filme

Man stelle sich vor man hat in den frühen Nullerjahren ein Budget von 1,5x Herr der Ringe Filmen, den Drehbuchautor von Wächter der Nacht und Shutter Island, den Kameramann der alle neueren Martin Scorsese Filme gemacht hat und einen Regisseur mit drei Oscars sowie ein halbes Dutzend A-Liga Schauspieler

Und raus kommt Oliver Stones Alexander (die alternativen Schnittfassungen sind nur leicht besser) da passte ja gar nichts Pacing, Optik, Dialoge, Konzept, was will der Film eigentlich sagen? klar gibt es immer wieder Filme die durch die Production Hell gehen aber letzendlich kann man sehen an was es gescheitert ist bzw. gibt es durchaus positive Aspekte in einem insgesamt schlechtem Film (Water World, eigentlich sogar The Postman z.B.)

Und wenn es kein Fiasko wie Alexander ist bleiben doch einige Filme sehr ärgerlich unter ihrem Potential wegen schlechten (Regie) Entscheidungen z.B. was war der Grund die Kirchenszene an den Anfang von 28 Years Later zu stellen und nicht an den Anfang von The Bone Tempel, das verstärkt die Pacingproblem unter denen beide Filme leiden noch mehr ?

Weiter Beispiele sind Amsterdam 2022, Fegefeuer der Eitelkeiten 1990 und Der Schneeman von 2017

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u/Hyperio87 — 10 days ago

Wenn über den schleppenden Internetausbau in Deutschland diskutiert wird, fällt fast immer der Verweis auf die frühen 80er Jahre, als geplante Glasfaserprojekte zugunsten von Kupfer-Koaxialkabeln gestoppt wurden.

Ich versuche gerade, die historischen Zusammenhänge unserer Netzinfrastruktur besser zu verstehen, und habe das Gefühl, dass wir uns da zu sehr an den 80ern aufhängen. Dazu habe ich drei Fragen an die Technik- und Geschichts-Nerds hier:

-War die damals geplante Glasfasertechnik überhaupt schon für das spätere paketbasierte Internet geeignet? Ein Blick nach Frankreich zeigt nämlich ein interessantes Bild: Die französische Regierung startete 1982 genau das, was hier gestoppt wurde, den "Plan Câble", einen gigantischen staatlichen Glasfaserausbau. Das Projekt wurde jedoch schon 1986 wieder drastisch zurückgefahren, weil die Technik schlicht zu teuer, nicht massenmarkttauglich und unreif war. Hätten wir ein deutsches 80er-Jahre-Netz für das moderne Internet später ohnehin komplett umbauen müssen?

-Ein Blick nach Ostdeutschland zeigt doch ein interessantes Bild: Dort wurde in den 90ern massiv das OPAL-Glasfasernetz verlegt. Als in den 2000ern das DSL-Internet aufkam, waren diese Haushalte vom Breitband abgeschnitten, weil die frühe Glasfasertechnik nur für ISDN/Telefonie taugte und die DSL-Frequenzen nicht verstand. Das Netz musste extrem teuer umgerüstet werden

-Um die Jahrtausendwende wurden die UMTS-Lizenzen für rund 50 Milliarden Euro an die Telekommunikationsunternehmen versteigert. Das Geld floss an den Staat, die Unternehmen nahmen dafür immense Schulden auf. Hatte dieser gigantische Kapitalabfluss konkrete Auswirkungen darauf, dass in den entscheidenden Jahren danach das Geld für den Festnetzausbau fehlte?

- Wenn man sich die Länder ansieht, die heute beim Glasfaserausbau (FTTH) weltweit oder in Europa führend sind (wie Südkorea, Japan oder Schweden), fällt auf: Keines dieser Länder hat sein heutiges Netz in den 80er Jahren gebaut. Die entscheidenden staatlichen und wirtschaftlichen Offensiven für "echte" Glasfaser starteten dort fast alle in den frühen 2000er Jahren. Warum wird in Deutschland der Fehler so oft in den 80ern gesucht, wenn das entscheidende weltweite "Fenster" für den Start des modernen Ausbaus eigentlich die frühen 2000er waren?

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u/Hyperio87 — 10 days ago
▲ 5 r/Pflege

Ich war ja immer generell Pro-Kammer wegen der langfristigen Verbesserungen die ein Sitz im GBA für die Pflege bringen hätte können allerdings war das so abstrakt das ich den Kollegen immer ein 5 Minuten Vortrag über die Selbstverwaltung im Gesundheitswesen halten musste bevor das Argument durchgedrungen ist Fortbildungszwang und Postenwirtschaft hab ich auch immer kritisch gesehen...bei uns in Niedersachsen war das Thema sehr emotional und kontrovers und ist in einem ziemlichen PR-GAU 21 geendet aber das war eigentlich ein Prä-Corona Thema, ich glaube nicht das irgendjemand in den letzten 5 Jahren über die Kammer gesprochen hat, imho ist das Thema bei uns politisch tot jeder Beteiligte hat sich die Finger verbrannt und ich bin mir nicht sicher ob das nicht der Kammer als Institution immanent ist, will heißen eine Neueinführung einer Ärztekammer wäre heute auch schwer durchzusetzen. Jetzt hab ich hier einen Beitrag gelesen und wurde erinnert das es ja noch eine Kammer in RLP gibt eine kurze Recherche hat mir das Bild vermitelt das die da weiter gemacht haben wo die Kammer in Niedersachsen aufgehört hat https://www.rechtsdepesche.de/beitragserhoehung-pflegekammer-rechtswidrig/#:~:text=Beitragserh%C3%B6hung%20f%C3%BCr%202025%20rechtswidrig.%20Das%20Verwaltungsgericht%20Koblenz,f%C3%BCr%20das%20Jahr%202025%20f%C3%BCr%20rechtswidrig%20erkl%C3%A4rt. Ist der Eindruck korrekt?

u/Hyperio87 — 16 days ago
▲ 402 r/buecher

Hallo zusammen,

da bei uns bald Nachwuchs ansteht, habe ich am Wochenende mal die Kisten mit meinen alten Kinder- und Jugendbüchern durchgeschaut. Dabei ist mir die alte Sachbuch-Reihe "So lebten sie zur Zeit..." (gefolgt von verschiedenen Epochen/Themen) in die Hände gefallen.

Ich habe angefangen, ein bisschen darin zu blättern, und war ehrlich gesagt ziemlich baff, wie unfassbar anspruchsvoll diese Bücher eigentlich sind – sowohl was die behandelten Thematiken als auch was die Illustrationen angeht.

Ein Band behandelt zum Beispiel das Thema Sklaverei. Und zwar absolut nicht weichgespült, sondern in der vollen Breite und auch mit den damit verbundenen Grausamkeiten. Die Geschichte wird schonungslos erzählt: von der brutalen Verschleppung aus Afrika bis hin zur Bürgerrechtsbewegung um Martin Luther King. Sexuelle Gewalt und Folter werden zumindest angedeutet, man merkt richtig, dass die Leser hier ernst genommen werden.

Auch die Illustrationen in der gesamten Reihe sind echte Kunstwerke. Auch zu erwähnen sind die Illustrationen von Menschen und Waffen aus dem Kosmosverlag. Sie sind detailliert, historisch fundiert (sicher nicht mehr auf aktuellem Forschungsstand) und haben eine unglaubliche Tiefe. Wenn ich mir anschaue, was man heute oft auf die Schnelle im Buchladen an Kinder-Sachbüchern findet, wirkt das dagegen oft stark vereinfacht, sehr grell und fast schon ein bisschen flach.

Das hat mich jetzt ziemlich ratlos zurückgelassen. Traut man Kindern und Jugendlichen heute solche ungeschönten, komplexen Sachbücher einfach nicht mehr zu?

Update: Ich habe gelernt "Die Rüstung/Schwert ist grob falsch (danke YT Geschichtsfenster) und der Ritte hatte damals keinen Gilett Rasierer, das Oppenheimer sein Haar kürzer trug, der Cro-Magnon-Mensch nicht seinen Bizeps definiert hat und die Enola Gay schon sieben Kilometer vom Epizentrum entfernt war wußte ich als eher in der an neuzeitlichen Geschichte interessierter Mensch schon selbst. Außerdem hab ich die Empfehlung bekommen das Bücher über Gefühle heute en vogue sind also dann eher Eckardt Tolle und Selbsthilfe-Literatur als Erwachsener statt Christopher Clark und Jonathan Litell. Ich vermisse ein bischen konkrete Empfehlungen an Sachbüchern für das Alter 8-12 das man mal einen Vergleich ziehen könnte

u/Hyperio87 — 17 days ago

Eigentlich wollte ich mal minimalistisch leben hat nicht geklappt jetzt ist es irgendwie gerümpelig aber eigentlich fühle ich mich wohl, relativ viel Ikea... bin für Verbesserungsvorschläge offen

u/Hyperio87 — 20 days ago