u/Healthy-Ad6183

Hallo zusammen,

ich wende mich an dieses Sub weil ich aktuell ziemlich am verzweifeln bin. Ich bin 27 und eigentlich war angedacht, dass ich im kommenden Herbst ein duales Studium beginne und beruflich nochmal komplett neu anfange, da ich mit meinem zuvor eingeschlagenen Karriereweg höchst unzufrieden war.

Dieses von mir angestrebte, verwaltungsbezogene duale Studium würde auch mit einer Verbeamtung ( auf Widerruf) einhergehen, weshalb ich mich zuvor einer amtsärztlichen Untersuchung unterziehen muss.

Bis ca. anfang März sah es für mich auch so aus, als wäre das alles kein Problem. Bis auf Allergien und zwischendurch wiederkehrende, aber eher schwache Spannungskopfschmerzen habe ich mich gesund gefühlt.

Nun habe ich aber seit einiger Zeit neurologische Probleme, die sich zu verstärken scheinen. Angefangen hat es für mich mit kribbeln im Nacken oder im Fuß, irgendwann wurde das Kribbeln auch anderswo spürbar. Jede Körperstelle scheint momentan zu kribbbeln, wenn mein Körpergewicht drauf ruht.Vor allem in Bewegung ist es jetzt nicht mehr nur Taubheit, sondern ein eher brennendes "Nervenjucken" an bestimmten Stellen. Die oben genannten Spannungskopfschmerzen die ich oben angesprochen habe sind nun fast dauerhaft am start und deutlich intensiver, sodass sie mich im Alltag belasten. Meine Beine schlafen in gewissen Positionen mittlere besonders schnell ein. Wenn ich auf der Toilette sitze dauert es teilweise wenige Sekunden. Anfangs war es noch so, dass Sport & Bewegung die Symptome verdrängt haben und ich es nur in Ruhe gespürt habe. Mitlerweile schwächt es sich beim Sport wenn überhaupt nur noch leicht ab. In völliger Ruhe dreht mein Nervensystem komplett am rad und es dauert, bis ich müde genug bin um dennoch einzuschlafen. Stress, wie meine Freunde & Verwandten suggeriert haben, kann nicht der Grund sein. In meiner aktuellen Übergangsphase bis zum dualen Studium arbeite ich ( seit November) in Teilzeit, entspannter habe ich nie gelebt.

Mein Hausarzt hat mich an einen Neurologen überwiesen, zusätzlich habe ich auf eigene Faust einen Termin beim Orthopäden gemacht,vielleicht findet er Schäden an der Wirbelsäule. Ich hab Angst, dass es eine schwerwiegende Diagnose sein könnte, die mir längerfristig die Lebensqualität raubt, aber eben auch den beruflichen Neuanfang blockiert. Wenn der Amtsarzt mich als gesundheitlich ungeeignet einstuft, wird das Ausbildungsangebot nämlich zurückgezogen.

Vielleicht hat jemand von euch Erfahrungen mit dem Amtsarztbesuch und relativ frischen, gravierenden Smyptomen. Mein besuch beim Neurologen ist aktuell nur wenige Tage vor dem Amtsarztbesuch terminiert. Sollte ich versuchen, irgendwie an einen früheren Termin zu kommen, um mehr Zeit für eine klarere Diagnosemöglichkeit zu haben? Wie werden solche aktiv laufenden, noch unvollständig geklärten Probleme amtsarztlich interpretiert? Würde mich über jeglichen input freuen.

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u/Healthy-Ad6183 — 6 days ago