Hey zusammen,
ich stehe gerade vor einer Entscheidung bei meiner Eigentumswohnung und würde gerne externe Meinungen hören.
Die Situation:
47 m² ETW in Stuttgart, vermietet, inkl. Stellplatz und Keller
100% finanziert, Zinsbindung läuft 2028 aus
Zusätzlich zwei laufende Kredite: zusammen ~267 €/Monat Schuldendienst
Mieteinnahmen decken die Immobilie, nicht die weiteren Kredite
Das Steuer-Thema:
Durch die Mieteinnahmen zahle ich aktuell jedes Jahr rund 1.400 € Einkommensteuer nach. Die Zinsen sind zwar als Werbungskosten absetzbar — aber der aktuelle Zinssatz ist so niedrig, dass trotzdem ein steuerpflichtiger Überschuss übrig bleibt.
Die Idee - Umschuldung jetzt auf 3,7%:
Ich habe ein Angebot: beide Kredite jetzt zusammenfassen und das Immobiliendarlehen zusammen, Festzins 3,7%, Laufzeit 10 Jahre.
Meine Überlegung: Der höhere Zinssatz erhöht meine abzugsfähigen Werbungskosten erheblich. Das könnte dazu führen, dass ich statt 1.400 € nachzuzahlen künftig Geld vom Finanzamt zurückbekomme — was den höheren Zinssatz teilweise kompensiert.
Meine Kernfragen:
Ist die Steuerersparnis durch höhere Zinsen ein valides Argument für die Umschuldung — oder denke ich da falsch?
Macht eine vorzeitige Umschuldung auf 3,7% überhaupt Sinn?
Verkaufen (10-Jahres-Frist läuft) vs. weiter halten — wie würdet ihr abwägen?
Über ehrliche Einschätzungen freue ich mich, gerne auch wenn die Antwort "verkaufen" ist.