Mal ehrlich gefragt, weil mich das gerade beschäftigt.
Ich bin Architekt, seit ein paar Wochen in einem Ingenieurbüro neu als Team Lead für ~7 Leute (Architekten + Statiker). Rolle war neu geschaffen, ich hab sie übernommen – ohne sofortige Gehaltserhöhung.
Die Aussage: "Erst die Probezeit (3 Monate), dann Verhandlung." Wurde auch als Ergänzung zum Vertrag schriftlich festgehalten.
Was ich seitdem mache:
- Koordination des gesamten Architekturteams, Schnittstellenmanagement zu BIM, TGA, A&V, Bauleitung
- Eigeninitiativ Strukturen aufgebaut: Teaminterviews, Problemanalysen, Prozesskonzepte,
- Wöchentliche Check-ins mit Vorgesetzter
- Meine normale Facharbeit läuft daneben weiter
Sprich: deutlich mehr Arbeit, gleicher Lohn – erstmal auf Vorschuss. Aktuell 5.500 € brutto/Monat. (x12)
Als ich nach Gehalt fragte, kam auch der Hinweis, ich könnte ja auch einfach in der alten Rolle bleiben. Klassische Druckventil-Aussage, oder?
Jetzt stehen die Verhandlungen in ~6 Wochen an. Ich will nicht naiv reingehen.
Was meint ihr:
- Ist das Vorgehen (erst Mehrarbeit, dann vielleicht Geld) in der Branche normal?
- Mit welchen Argumenten/Zahlen geht ihr in sowas rein?
- Kann ich rückwirkende Anpassung für die 3 Monate verlangen – oder ist das naiv?
- Welches Gehalt wäre für diese Rolle realistisch forderbar?
Freue mich über ehrliche Einschätzungen, auch wenn sie unbequem sind.