Wie von Job abgrenzen und besser führen?
Hallo ihr Lieben,
ich frage jetzt einfach mal in die Runde da ich seit längerer Zeit dieselbe Problematik auf der Arbeit habe.
Ich habe ein duales Studium absolviert und danach habe ich in einem sehr jungen neuen Unternehmen angefangen, erst als Vollzeit-Angestellte aber direkt mit Aussicht auf Teamleitung.
Problem ist, von Anfang an waren meine Chefs immer vor Ort und als ich nach und nach anfangen sollte die Azubis zu führen, haben sie teilweise konträr oder gegen mich gearbeitet. Alles zu erklären würde zu sehr ausschweifen, aber ich habe eng mit ihnen zusammengearbeitet und teilweise haben sie mich verwirrt, vor allem ein chef - der jetzt auch noch immer vor Ort ist - war sehr sprunghaft in dem was er wollte.
Im letzten Jahr wurde dann mein Vertrag auf die leitungsstelle angepasst jedoch ohne versprochene Gehaltserhöhung da ich noch keine vollwertige Leitung sei und erst nach langer Verhandlung wurde es zumindest für später in den vertrag geschrieben.
Mittlerweile unterstützt mich mein chef auch mehr und arbeitet zB nicht mehr so oft gegen Anweisungen von mir (vorher hatte er zB mal Regeln aufgestellt deren Einhaltung ich kontrollieren sollte, aber dann mich zurechtgewiesen weil ich fand dass unser/sein kumpel sich auch daran halten soll - ich und er könnten ja sonderregeln für jeden machen je nach dem wer es ist, was ich als nicht fair fürs Team empfinde)
Nur bin ich jetzt durch diese ganze vorgeschichte und einigen sehr jungen azubis, von denen vor allem einer anscheinend mich als frau nicht als Führung akzeptieren will, so vorbelastet dass ich mich nicht wirklich traue richtig zu führen obwohl ich weiß wie ich es eigentlich machen würde. Einfach weil ich unsicher werde, vor allem wenn die chefs da sind, da sie mir im Januar auch gesagt hatten wenn ich nicht strenger führe muss ich mir gedanken um meinen job machen.
An sich macht mir der job wirklich spaß deswegen suche ich auch eine lösung, aber diese Führungsrolle stresst mich sehr, ich bin sehr empathisch und tendiere dazu zu '' weich'' zu werden. Außerdem sind wir in der Dienstleistung und selbst wenn ich frei habe oder Urlaub werde ich täglich angerufen o.ä., was an sich kein Problem ist aber mittlerweile fällt es mir schwer wirklich abzuschalten.
Meine Hauptfrage ist eigentlich, wie schaffe ich es klar und ruhig zu führen ohne meine Empathie zu verlieren und hat jemand von euch Erfahrungen mit Azubis die Anweisungen nicht folgen möchten? Ab wann ist ein Punkt erreicht an dem ich merken sollte dass diese Rolle nicht zu mir passt/ich mental zu sehr darunter leide?
Vielen Dank für eure Erfahrungen!