Hallo zusammen,
wir sind gerade ziemlich verzweifelt und brauchen ehrliche Einschätzungen.
Wir haben 2025 ein Neubau-Einfamilienhaus (KfW 40, ca. 130 m²) für ca. 700.000 € gebaut (sämtliche Kosten inbegriffen).
Das Haus ist technisch einwandfrei, aber: • laufende Kosten deutlich höher als gedacht • Jobsituation unsicher geworden (beide Arbeiten in Konzernen, die Stellen abbauen) • zusätzlich Unzufriedenheit mit Grundriss/Details
Wir haben 2 kleine Söhne, was den Druck erhöht.
Finanzen: • Restschuld: ~600.000 € • monatliche Haus-Belastung: ~3.000 € (inklusive Nebenkosten) • Haushaltsnetto: ~6.300 €
→ aktuell fühlen wir uns finanziell sehr eingeengt (Kita Gebühren etc.)
Verkauf: • gestartet bei 750.000 € (Fehler durch den Makler „das gelbe vom Ei wurde uns versprochen und wir kannten den Markt nicht) • aktuell bei 650.000 € (über einen anderen Makler) • kaum Nachfrage / nur 1-3 Besichtigungen INSGESAMT
- wir müssen circa 15.000€ Vorfälligkeitszinsen zahlen (ist für uns ok) und 3,57% Maklergebühren
Realität: Bei ~599.000 € Verkaufspreis würden wir mit allen Kosten ca. 👉 **40.000 € Verlust machen, also draufzahlen (müssen wir abstottern, da wir keine finanziellen Polster mehr haben)….
Ja, wir haben uns verkalkuliert, ja wir wurden Schlecht beraten finanziell. Ebenso schlecht beraten wurden wir beim Bauträger… ich weiß, dass es jetzt unangenehme Kommentare hageln wird, aber ich hoffe dennoch auf wirklich gute Ratschläge von Leuten, die ggf. Ähnliches wegfahren mussten.
Ich danke euch !!
EDIT 1: Weil sich immer wieder die Fragen wiederholen: eine Vermietung des Objekts kommt für uns nicht infrage, da wir theoretisch eine Kaltmiete in Höhe von 2500 € verlangen müssten. Und der Rest wäre dann auch noch Nebenkosten. (finde die Nebenkosten durch diese kalte Nahwärmegeschichte leider auch sehr hoch). Die Differenz zwischen den Gesamtkosten für das Haus und den einnahmen wird u.a. verwendet, um sämtliche Versicherungen (diese sind bereits auf ein Minimum beschränkt worden) sowie das Leasingfahrzeug 320 € (, kein Mercedes oder BMW) zu bezahlen. Kindergeld ist übrigens in den Einnahmen bereits inbegriffen. Darüber hinaus zahlen wir 450 € jeden Monat an KiTa Beitrag. Hinzu kommen auch die Mahlzeiten für beide Kinder 140 € in der Kita. Das Leppert sich richtig. Am Ende bleibt wahrscheinlich circa 500 € übrig, die wir unterteilen in Rückstellungen allgemein und jeweils 50 € ETF. Der Rest geht für Lebensmittel, Drogerie und so weiter drauf ….
EDIT 2: wir sind allgemein auch unzufrieden mit dem Haus und sind viel zu viele Kompromisse aufgrund schlechter Beratung bei der Bauplanung eingegangen. Am Ende haben wir ein Haus gebaut, was wir optisch gar nicht so wollten und merken gleichzeitig, dass uns 2500 € (nur Tilgung) zu teuer ist für das Haus auch in der Größe. Und unsere Jobs sind wirklich unsicher. Es fand bereits ein Abfindungsgespräch statt und bei mir steht eventuell einen Teilverkauf des Unternehmens im Raum.
EDIT 3: wir führen seit circa zweieinhalb Jahren ein Haushaltsbuch. Es gibt für jede Kategorie eine maximale Ausgabe Summe. Damit haben wir aber auch schon vor Hausbau gearbeitet. Das hilft uns, nicht den Überblick zu verlieren. Wir haben wirklich extrem viel optimiert. Bei kleinen Kindern kommen natürlich auch noch sowas wie Windeln, Feuchttücher und so weiter hinzu…
EDIT 4: die Raten wurden bereits angepasst, wir haben aktuell sogar die komplette Tilgung raus genommen bei zwei Teilkrediten, weil wir kommuniziert haben, dass das Haus aktuell vermarktet wird. Deswegen haben wir aktuell vorübergehend einen etwas höheren Puffer. Aber wenn wir normal weiter bezahlen würden und das auch auf ein Minimum, dann sind es diese circa 2500 €.