Ich bin aktuell etwas verunsichert wegen Zahnärzten und wollte mal fragen, ob andere ähnliche Erfahrungen gemacht haben.
Ich brauche aktuell eine Unbedenklichkeitsbescheinigung für meinen Kieferorthopäden, damit eine kieferorthopädische Behandlung durchgeführt werden kann. Dafür war ich inzwischen bei mehreren Zahnärzten und habe teilweise sehr unterschiedliche Meinungen bekommen.
Ein Zahnarzt wollte mir direkt drei Zähne bohren lassen, obwohl ich keinerlei Schmerzen oder Beschwerden habe. Seine Begründung war sinngemäß: „Auch einen Tumor spürt man nicht sofort, trotzdem muss man ihn behandeln.“ Das fand ich ehrlich gesagt ziemlich unangenehm und übertrieben.
Außerdem wollte derselbe Zahnarzt mir direkt eine professionelle Zahnreinigung verkaufen – noch bevor ich überhaupt auf dem Behandlungsstuhl saß oder richtig untersucht wurde. Dadurch hatte ich teilweise das Gefühl, dass eher Zusatzleistungen verkauft werden sollen, bevor überhaupt klar ist, ob sie wirklich notwendig sind.
Ich komme ursprünglich aus einem anderen EU-Land (Schweden), in dem zahnärztliche Behandlungen größtenteils von dem Staat übernommen werden und man nur eine geringe Eigenbeteiligung zahlt. Deshalb ist es für mich in Deutschland teilweise schwer einzuschätzen, wie viel wirklich medizinisch notwendig ist und was eher Zusatzleistung ist.
Ich bin grundsätzlich eher vorsichtig bei medizinischen Eingriffen und lasse Dinge nur machen, wenn sie wirklich medizinisch notwendig sind oder meine Lebensqualität beeinträchtigen. Ich bin 28 Jahre alt und hatte bisher nie ernsthafte Zahnschmerzen.