u/Erziii

Moin,

vorweg. Den Text habe ich mit ChatGPT etwas geglättet. Zusätzlich bin ich mir der eigenen Naivität (und „Dummheit“) auch bewusst, dass wir das leider nicht überprüft haben. Aber ist jetzt nun mal so passiert.

Wir haben Anfang Februar einen gebrauchten Škoda Enyaq iV 80, Modelljahr 2022, bei einem Autohaus gekauft. Dieses Autohaus liegt etwas mehr als 500km von unserem Wohnort entfernt.

Im Zuge des Kaufs wurde auch eine neue Bereifung vereinbart, konkret der Wechsel von Sommerreifen auf Allwetterreifen. Im Mailverlauf wurde dabei nur die gewünschte Reifenmarke genannt, nicht die konkreten Reifengrößen. Die Auswahl und Montage der passenden Reifengrößen lag daher beim Händler.

Nach dem Kauf erhielten wir die Rechnung. Die dort aufgeführten Reifen wurden auch tatsächlich am Fahrzeug montiert. Später stellte sich jedoch heraus, dass diese Kombination laut Fahrzeugpapieren (und CoC)nicht der zulässigen Bereifung entspricht. Vorgesehen ist bei unserem Fahrzeug vorne 235/55 R19 und hinten 255/50 R19. Montiert waren jedoch rundum 235/55 R19.

Uns ist dies zunächst nicht aufgefallen, da wir davon ausgegangen sind, dass die Reifengrößen korrekt ausgewählt wurden. Für diese Leistung wurde schließlich auch entsprechend bezahlt.

Bemerkt haben wir das Problem erst über Ostern während eines Urlaubs. Am ersten Werktag nach Ostern haben wir versucht, den Händler über die offizielle Telefonnummer zu erreichen. Dort lief jedoch nur eine Ansage, dass sich das Autohaus im Betriebsurlaub befindet.

Da wir das Auto weiterhin benötigten und nicht mit einer laut Papieren unzulässigen Reifenkombination fahren wollten, haben wir bei einem Škoda-Partner die korrekte Bereifung montieren lassen. Wir haben hierfür mehrere Händler in der Umgebung angerufen. Die meisten hatten entweder die gewünschte Bereifung nicht mehr vorrätig oder konnten erst nach Wochen einen Termin anbieten. Da wir bei unserem lokalen Skoda-Händler einen Termin hatten und uns dieser die Reifen montieren konnte, sind wir tatsächlich mit der fehlerhaften Bereifung 180km nach Hause gefahren. Eine Rücksprache mit dem ursprünglichen Händler fand vorher nicht statt, da wir ihn über die offizielle Telefonnummer nicht erreichen konnten. Die beiden demontierten Reifen sind noch vorhanden.

Anschließend haben wir versucht, die entstandenen Kosten beim ursprünglichen Händler geltend zu machen. Der Händler lehnt eine vollständige Kostenübernahme ab. Er bietet eine teilweise Erstattung von etwa zwei Dritteln der Rechnung an. Voraussetzung sei außerdem, dass wir die beiden Reifen auf eigene Kosten an ihn zurücksenden. Nach Abzug der Versandkosten würde die Erstattung ungefähr auf die Hälfte der Kosten sinken. Die Auszahlung soll zudem erst erfolgen, nachdem der Händler die Reifen erhalten und selbst geprüft hat.

Der Händler argumentiert, dass wir die Reifen nicht ohne vorherige Rücksprache auf eigene Faust hätten wechseln lassen dürfen. Außerdem kritisiert er die entstandenen Kosten und verweist darauf, dass wir ihn auch anders hätten kontaktieren können, etwa über eine Mobilnummer, die uns allerdings nicht vorlag. Wir hatten nur die offizielle Telefonnummer des Autohauses genutzt.

Unsere Rechtsschutzversicherung greift leider wegen einer Frist um zwei Tage noch nicht.

Wir sehen definitiv nicht ein, diesen Verlust anzunehmen. Die rechtliche Lage können wir aber auch nicht einschätzen. Habt ihr Ideen?

Vielen Dank!

reddit.com
u/Erziii — 15 days ago