Wie "wild" darf ein Science-Fiction Roman sein?
Hallo, ich schreibe einen Science-Fiction Roman mit einem "Alien-Tech"-Kern. Ein Konzern findet sehr altes außerirdisches Relikt und versucht die Tech zu verstehen und für ihre Zecke zu verwenden. Ein Teil dieser Tech sind Nanopartikel die sich an die neuronalen Verbindungen im Hirn heften und die emotionalen Zustände von Individuen beeinflussen. Die vergangene Zivilisation hatte einen ähnlichen evolutionären Entwicklungsprozess durchgemacht wie die Lebewesen auf der Erde und haben deshalb auch Triebe und Emotionen, die sie zum Handeln bewegen. An einem Punkt allerdings stand diese Zivilisation kurz vor ihrer Selbstzerstörung, da es zu viele Kräfte gab die in unterschiedliche Richtungen zogen, anstatt dass gemeinsam das Problem gelöst wird. Deshalb hat diese Zivilisation sich dazu entschieden sich ihre Emotionen regulieren zu lassen. Individuelle Interessen und Wünsche bekommen weniger Gewicht als die Arbeit an einem gemeinsamen großen Ziel.
Die Menschheit steht aktuell auch kurz vor ihrer selbstverschuldeten Auslöschung und der Konzern (geleitet von dem Antagonisten) versucht im Geheimen die Emotionen der Menschheit in letzter Sekunde ebenfalls zu regulieren, um so der Selbstzerstörung zu entgehen.
Ich habe jetzt schon ein paar Kapitel geschrieben aber aktuell überkommen mich ein paar Zweifel, ob das ganze noch "glaubwürdig" genug (wie glaubwürdig ein Sci-Fi-Roman auch sein kann) oder schon es etwas zu wild ist.
Andererseits denke ich mir ist es ja Science-Fiction und ich habe denke ich in anderen Sci-Fi-Romanen teilweise noch wildere Dinge gelesen, aber verziehen, weil das Hauptthema ein übertragbares Thema abseits der Tech war und der Protagonist interessant gezeichnet war.
Für die gesellschaftskritischen Fragen und der Leitfrage die ich im Kopf habe passt das auch ganz gut. Aber bin mir nicht ganz sicher, ob ich den Alien-Tech-Aspekt nicht doch noch überarbeiten sollte.
Mich würden ein paar andere Sichtweisen darüber interessieren. Wie "wild" darf ein Sci-Fi-Roman sein? Reicht es, wenn die Geschichte in sich logisch ist?