Benötigen ein paar Meinungen zum Kauf einer Bestandsimmobilie - Schwörerhaus von 1975
Wir sind aktuell an einer Immobilie zur Selbstnutzung interessiert. Die erste Besichtigung hatten wir bereits und waren von der Lage, der Außenanlage und dem Schnitt sehr angetan.
Bei der nächsten Besichtigung würden wir einen Bausachverständigen mitnehmen. Bis es so weit ist/bevor es dazu kommt, würden wir uns gerne auf diesem Weg schlau machen und hoffen, dass uns jemand Tipps geben kann.
Das Haus ist nun schon etwas älter und aus einer Zeit, in der fragwürdig Baustoffe zum Einsatz kamen. Wir fragen uns deshalb, auf was wir uns einlassen würden und bitten um eine Vorabeinschätzung auf Grundlage der uns bekannten Daten:
Was wir wissen:
Schwörer Fertighaus
Baujahr 1975
Bungalow in L-Form
Fertighausbau mit Keller, EG und DG
Der Keller ist aus Betonfertigteilen gefertigt
Darauf steht das Gebäude in in Holzständerbauweise
Keller und EG haben jeweils ca. 190m², im DG ist nochmal knapp 80m² Platz.
Die Ölheizung ist 19-20Jahre alt. Öltanks sind außerhalb im Erdreich vergraben und sind krasse 16m³ groß.
Energieausweis (Bedarfsausweis) sagt Energieverbrauchsklasse D
Ich weiß nicht ob die Infos reichen?
Konkret interessieren uns die baujahrabhängigen Eigenheiten des Holzständerbaus und des Materials aber auch alles, was es sonst so für Überraschungen bei so einem Haus sorgen kann.
Dass bei diesem Baujahr möglicherweise an der ein oder anderen Stelle Asbesthaltige Stoffe zu finden sind, dürfte auf der Hand liegen. Hier kämen wahrscheinlich Fassade, Bodenbeläge (gefliester Keller und Boden im EG), Klebstoffe und Dichtmassen in Frage. Vielleicht auch die Dachziegeln, die nicht nach Ton sondern eher nach Beton oder sowas ähnliches aussehen. Eventuell auch der Kleber der Dämmung an der Kellerdecke (sieht nach Styroporplatten aus).
Was wir so ziemlich gar nicht einschätzen können aber wo wir ebenfalls Überraschungen vermuten ist der Holzständerbau selbst. Imprägnierung des Holzes, bauartbedingte Undichtigkeiten die zu Kältebrücken und somit zu Feuchtigkeit in Wänden führen und dergleichen.
Wir würden uns freuen, wenn wir dazu ein paar hilfreiche Tipps und Hinweise bekommen könnten um abzuschätzen, ob es sich für uns überhaupt lohnt, die Runde mit dem Gutachter zu drehen.
Vielen Dank