u/ConferenceOk6918

Ausbildung SHK - Arbeitszeiten, Feierabend auf Baustelle, Feiertage - wie ist eure Erfahrung?

Bin im 3. Lehrjahr SHK, kleiner Betrieb (~5 Mann), ländliche Gegend Bayern. Mir geht’s nicht darum zu jammern oder den Betrieb schlecht zu reden ich will einfach wissen ob das so rechtlich in Ordnung ist, weil ich selbst keinen Plan hab.

Arbeitszeit:

Vertraglich 36h/Woche, 8-17:30 Uhr mit 30 Min Pause = 9h Arbeit. Wir starten aber schon 7:30 in der Firma (Be- und Entladen), Feierabend ist offiziell “auf der Baustelle” um 17:30 Uhr. Baustellen sind 15-20 Min vom Betrieb entfernt. Effektiv bin ich 10,5h am Tag beschäftigt.

Ruhezeiten:

Was mich noch mehr beschäftigt: Kollegen waren mal bis 23 Uhr auf der Baustelle und standen um 7:30 Uhr wieder in der Firma. Ist das überhaupt legal? Ich meine, da sind doch Mindestruhezeiten vorgeschrieben.

Tarif:

Kein IG BAU, keine Innung - angeblich Eigentarife. Ich hab nichts unterschrieben, was Feierabend auf der Baustelle regelt.

Feiertage:

Fällt ein Montag auf einen Feiertag, müssen wir Freitag nachholen. Ist das zulässig?

Sonstiges:

Monatlich 50€ Gutschein dafür, dass wir 30 Min früher da sind. Macht aufs Jahr gesehen lächerlich wenig pro Stunde. Versprochen wurde anfangs auch eine Werkzeugtasche kam nie.

Ich steig im November aus der Ausbildung raus, Betrieb wechseln ist kein Thema mehr. Mir geht’s rein ums Prinzip ich möchte einfach wissen wie die Rechtslage aussieht

Danke für euer Feedback

reddit.com
u/ConferenceOk6918 — 9 days ago

Ich weiß nicht genau wo ich anfangen soll also einfach direkt rein.

Ich bin Azubi, habe nichts mit IT oder Softwareentwicklung zu tun. Trotzdem habe ich mir in den letzten Monaten alles selbst beigebracht und eine B2B Software entwickelt die ein konkretes Problem in einer deutschen Branche löst. Von null auf hundert alleine aufgebaut.

Das System läuft live, wurde von einem ITler abgenommen und funktioniert einwandfrei. Mit einem Anwalt habe ich bestätigt bekommen dass es sowas auf dem Markt wirklich noch nicht gibt.

Derselbe Anwalt hat mir auch gesagt dass das System ein sehr großes Marktpotenzial hat. Das war für mich persönlich eine wichtige Bestätigung weil ich das bis dahin nur selbst so gesehen hatte.

(Und enge bekannte)

Natürlich fehlen hier und da noch Kleinigkeiten aber der Kern steht.

Mein Problem ist ein anderes. Die Zielgruppe sind große Unternehmen, Konzerne mit eigenen IT Abteilungen und viel Geld. Und ich bin halt eine Person ohne Team und ohne Investor. Geld spielt dabei keine Rolle, das ist nicht das Problem. Es geht mir um etwas anderes.

Jedes Mal wenn ich daran denke auf diese Leute zuzugehen wird mir komisch. Nicht weil ich nicht glaube dass mein Produkt was taugt, das wurde mir ja bestätigt. Sondern weil ich Angst habe dass die meine Idee einfach intern nachbauen sobald ich ihnen zeige was ich gemacht habe.

Ein Patent ist in meinem Fall schwierig weil es sich teilweise um Software handelt und das in Europa bekanntlich nicht einfach ist.(eventuell möglich)

Wie habt ihr das gemacht wenn ihr in einer ähnlichen Situation wart? Wie geht ihr an die ersten großen Kunden ran ohne alles auf den Tisch zu legen?

Wie schützt ihr euch in dem Moment wo ihr jemanden überzeugen müsst ohne alles zu zeigen?

Und generell wie geht ihr mit dieser Angst um? Ich will das Ding groß machen aber der erste Schritt zu den richtigen Leuten fühlt sich gerade wie der schwerste an.

Würde mich über echte Erfahrungen freuen, keine Ratschläge vom Typ “einfach machen” bitte.

Liebe Grüße

reddit.com
u/ConferenceOk6918 — 10 days ago