OP bei altem Hund?
Hallo zusammen,
wir haben Anfang des Jahres einen etwa 10 Jahre alten Mischlingshund aus dem Tierschutz adoptiert. Er kommt ursprünglich aus Rumänien und hat wohl praktisch sein ganzes Leben (ca. 10 Jahre) in einem Shelter verbracht.
Vor kurzem haben wir bemerkt, dass sein Zahnfleisch etwas blutet. Deshalb waren wir bei einem Tierarzt für Zahnmedizin. Dort wurde uns gesagt, dass er sehr starke Zahnsteinablagerungen und größere Entzündungen im Maul hat. Der Tierarzt geht von einer fortgeschrittenen Zahnerkrankung aus und vermutet, dass eventuell mindestens zwei Zähne gezogen werden müssen.
Der Kostenvoranschlag liegt allerdings zwischen 700 € und 2300 €.
Die Erklärung war, dass etwa 700 € schon allein für Narkose, Untersuchung, Zahnreinigung usw. anfallen und die endgültigen Kosten davon abhängen, was während der Narkose und nach Dentalröntgen tatsächlich entdeckt wird.
Wir tun uns mit der Entscheidung gerade schwer, weil:
- er schon etwa 10 Jahre alt ist
- er ein sehr hartes Leben im Shelter hatte
- wir wegen seines Alters bzw. der Vorgeschichte keine Versicherung mehr abschließen können
- die Behandlung für uns sehr viel Geld ist
Natürlich wollen wir aber auch nicht, dass er Schmerzen hat oder leidet.
Deshalb wollten wir mal andere Hundebesitzer fragen:
- Hattet ihr schon ähnliche Erfahrungen mit älteren Tierschutzhunden?
- Ging es euren Hunden nach einer Zahnsanierung/Zahnextraktion deutlich besser?
- War das eher eine einmalige größere Behandlung oder kamen danach ständig weitere OPs und hohe Kosten?
- Würdet ihr die Behandlung in unserer Situation machen lassen?
Der Tierarzt hat es eher als medizinisch notwendig dargestellt und nicht als „kosmetisches Problem“, vor allem wegen des Zahnfleischblutens und der Entzündungen. Wir fragen uns einfach ehrlich, ob die Behandlung langfristig die Lebensqualität verbessert oder ob damit eventuell eine Kette weiterer Eingriffe beginnt.
Wir würden uns sehr über ehrliche Meinungen und Erfahrungen freuen.