Wie verhandelt man sein Gehalt richtig, wenn eine Erhöhung um mehr als 25% angemessen wäre aber man trotz der Erhöhung für die Rolle noch zu wenig verdient?
Moin,
kurz zu meinem Problem:
Ich arbeite bei einem Mittelständler in Bayern mit 100-150 Mitarbeitern und mehreren Millionen Jahresumsatz. Die Firma gibt es seit mehr als 50-55 Jahren und hat einen gefestigten Kundenstamm. Wirtschaftlich geht es dem Unternehmen sehr gut.
In meinem Unternehmen bin ich für insgesamt 3 Rollen (aufgebaut als Stabstellen, direkt unter der Geschäftsleitung) zuständig. Die Rollen sind: Datenschutzkoordinator, Qualitätsmanagementbeauftragter, Information Security Officer (eine klassische Rolle in der Informationssicherheit). Sie beinhalten auch die Hauptverantwortung für all diese Bereiche, alle internen/externen Audits, etc.
Eingestellt worden bin ich damals als Information Security Officer. Das Gehalt welches vereinbart worden ist und mit dem ich zufrieden war, war damals nur für diese Rolle. Als ich den Qualitätsmanagementbeauftragten übernommen habe wurde das Gehalt angepasst. Der Datenschutzkoordinator wurde unentgeltlich als Aufgabe draufgepackt.
Der Aufstieg nach dem QMB war ~65.000 -> ~72.000 € brutto/Jahr.
Nun steht im Raum mich zum Abteilungsleiter (Personalverantwortung 1-3 Personen) zu befördern und gleichzeitig einen Aufstieg vom Information Security Officer zum Chief Information Security Officer zu machen.
Somit wäre mein Rollenbild im Unternehmen dann:
Abteilungsleiter (Chief Information Security Officer) + Datenschutzkoordinator + Qualitätsmanagementbeauftragter.
Für diese Beförderung wird mit dem Gedanken gespielt das Gehalt auf ~80.000 € brutto/Jahr, ohne Weihnachts- oder Urlaubsgeld, ohne weitere Boni zu erhöhen. Fordern würde ich für die Beförderung jedoch gerne 90.000 € brutto/Jahr, da ich das als angemessen finden würde. Wäre jedoch von 72.000 € ein relativ großer Sprung, jedoch würde sich natürlich die Verantwortung maßgeblich ändern.
Angemessen laut meinen Recherchen (unterschiedliche Portale, Entgeltatlas, etc.) wären für die Stelle sowie meine Berufserfahrung (5 Jahre einschlägige Berufserfahrung, Zertifikate, Master Informatik) eigentlich sogar 95.000 - 100.000 € brutto/Jahr, da sie der Management-Ebene zugeordnet werden kann und direkt unter der Geschäftsleitung hängt sowie einen hohen Verantwortungsgrad aufweist und in einigen Bereichen auch dafür sorgt, dass das Unternehmen keine Bußgelder/Schadenersatzforderungen erhält.
Wie würdet ihr in eine solche Gehaltsverhandlung gehen? Oder würdet ihr die ~80.000 Euro brutto/Jahr einfach dankend annehmen und nicht verhandeln?
Grüße