u/BugRevolutionary587

Fühle mich wie eine Versagerin, alles fühlt sich aussichtslos an ?

Hallo alle Zusammen,
ich erhoffe mir die ein oder andere aufmunternde Antwort. Vielleicht hat ja jemand etwas ähnliches durch und kann mir eine neue Perspektive geben.
Ich bin 21 Jahre alt, werde bald 22 und ich habe das Gefühl in meinem Leben nichts geschafft zu haben. Ich habe mit 19 mein Abitur geschrieben, welches ich mit einer 3,3 bestanden habe. Teilweise mit sehr schlechten Noten in den Hauptfächern. Zum einen hatte ich Rückblicken Lernschwierigkeiten und absolut keine Lust auf Schule, keine Motivation, war immer Müde und erschöpft und konnte mich nicht konzentrieren, mir fiel vieles schwer. Zum anderen war es mir auch ein bisschen „egal“, da ich vor hatte etwas ohne NC zu studieren . Ich bin dann fürs Studium umgezogen und habe mich irgendwie durchs Studium gequält, bis ich mir 1,5 Jahre später eingestanden habe, dass es mir nicht gefällt und ich mich im Job auch nicht sehen kann. Hab das Studium abgebrochen, bin zurück zu meinen Eltern gezogen und habe mich für eine Aufnahmeprüfung für eine anderen Studiengang vorbereitet, der mir wirklich am Herzen lag. Ich habe die Hälfte meiner Vorbereitungszeit damit verbracht zu zweifeln ob es wirklich das richtige für mich ist, zu prokrastinieren weil ich mir insgeheim eingeredet habe ich könne es eh nicht schaffen und ich Angst vorm Versagen hatte, mit meiner Psyche zu kämpfen weil ich oft wegen des Umzugs traurig war. Nun ist die Prüfung morgen und ich fühle mich nicht ausreichend vorbereitet und ich bereue es so sehr. Ich bereue, dass ich so viel Zeit mit Gedanken und Zweifeln und traurig sein verbracht habe. Ich mache mir so viele Gedanken über die Zukunft und mir bereiten die meisten Dinge Sorge. Ich habe alles auf die Prüfung gesetzt,ich habe keinen Ausbildungsplatz und bekomme auch wahrscheinlich jetzt keinen mehr. Mein Problem ist, ich wäge ständig alles ab, habe Angst irgendwas anzufangen und am Ende arbeitslos oder unglücklich zu sein, wegen des aktuellen Arbeitsmarktes und der Entwicklung in Deutschland. Ich stelle mich in einem Beruf vor und dann kommen mir Gedanken wie: da verdienst du nicht gut genug, das kannst du von der KI ersetzt werden, damit kannst du nicht ins Ausland falls es in Deutschland schlimm wird, da arbeitest du dich kaputt für paar Krümel, da bekommst du nen Burnout, das ist nicht gut genug, das gefällt mir nicht . Ich stecke in einer Paralyse aus Selbstsabotage und Ohnmacht.
Mir ist bewusst, dass man nicht alles gleichzeitig haben kann. Ich werde 22, wohne noch bei meinen Eltern, habe kein Geld angespart, werde meine Prüfung (wahrscheinlich) nicht mit der nötigen Punktzahl bestehen, jeden meiner Gedanken verschwende ich am (ver)Zweifeln und am Grübeln. Ich fühle mich wie eine Last und wie jemand der in seinem Leben nichts raffen wird oder jemals gutes Geld verdienen wird. Gleichzeitig macht es mich fertig, dass ich so ein schlechtes Abitur habe aufgrund meines unmotivierten und struggelnden 19 jährigen Ichs habe und es mir die Türen zu so vielen Studiengängen verschließt. Geht es jemandem ähnlich? Hat jemand war ähnliches durch und ist da wieder raus ? Ich freue mich über Antworten

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u/BugRevolutionary587 — 6 days ago