u/Big-Form5785

Weiter im Krankengeld bleiben oder Grundsicherung beantragen?

Hi,
Ich beziehe seit paar Monaten Krankengeld. Da ich aktuell noch nicht voll belastbar für den allgemeinen Arbeitsmarkt bin, möchte ich mich nebenberuflich selbstständig machen, um mir nach meinem eigenen Tempo etwas aufzubauen. Aber während des Krankengeldbezugs ist das ja nicht möglich und zugleich weiß ich leider auch nicht, wie es um meine Genesung steht und wie lange das noch voraussichtlich dauern könnte.

Ich habe mir über die Jahre Ersparnisse in einem guten Bereich für Notfälle angespart. Da zum 01.07.2026 die neue Reform greift und die 12-monatige Karenzzeit (40k € Schonvermögen) durch deutlich niedrigere, nach Alter gestaffelte Freibeträge ersetzt werden soll, mache ich mir Sorgen um mein Erspartes.

  1. Wenn ich mich richtig eingelesen habe und meinen Antrag noch im Juni stelle, gilt dann noch die "alte" Karenzzeit für die gesamte Dauer, oder werde ich zum 01.07. automatisch auf die neuen, niedrigeren Freibeträge herabgestuft?

  2. Zudem habe ich gelesen, dass Selbstständige oft nur Bescheide für 6 Monate bekommen. Würde mein Vermögensschutz dann bereits nach 6 Monaten enden, während "normale" Empfänger 12 Monate Schutz genießen?

  3. Ist ein Antrag im Juni überhaupt möglich, während ich Krankengeld beziehe, um mir die alten Regeln der Grundsicherung/Bürgergeld zu sichern?

Danke für eure Hilfe.

reddit.com
u/Big-Form5785 — 3 days ago

Hallo zusammen,
ich brauche mal euren Rat. Ich bin aktuell wegen einer depressiven Störung krankgeschrieben und habe diese Diagnose auch erst diese Woche bekommen. Mein Therapeut hat mir einen Bericht für den Hausarzt gegeben, den er noch ausfüllen muss und zugleich eine Kurzzeittherapie empfohlen.

Ich bin total unter Schock, ich beziehe noch nicht mal 4 Wochen Krankengeld und habe schon die Einladung zur Begutachtung beim MD im Briefkasten. Davor habe ich Arbeitslosengeld erhalten. Im Brief steht was von wegen "Zweifel an der Arbeitsunfähigkeit"

Ich musste mich schon gegen die Arbeitsagentur zur Wehr setzen, weil ich in einer Maßnahme war und währenddessen erkrankt bin und man dadurch behauptet hat, ich hätte die Maßnahme ohne besonderen Grund abgebrochen und sollte dann noch Leistungen zurückzahlen, aber das hat sich zum Glück nach 4 Wochen erledigt, nachdem ich mit der Hilfe durch eine Beratungsstelle Widerspruch dagegen eingelegt habe, aber meiner Genesung hat das überhaupt nichts Gutes getan. Und jetzt habe ich panische Angst vor dem Termin. Vor 10 Jahren war ich schon mal beim MD, weil die Situation beziehungsweise der Auslöser damals dasselbe war, und wurde dort gesundgeschrieben. Allerdings hatte ich damals keine Unterstützung durch meinen ehemaligen Hausarzt nicht, aber die Situation jetzt ist eine andere, mein neuer Hausarzt unterstützt mich, ich hab mich damals relativ schnell um einen Termin beim Therapeuten kümmern können, weil ich nicht wieder in dieses Loch wie damals fallen wollte.

Ich bereue sehr, dass ich mich nicht damals schon etwas mehr darum gekümmert habe, aber wie gesagt, mein damaliger Hausarzt hat keinen Grund gesehen und ich war damals auch zu einer Sprechstunde bei einer Klinik, aber da sagte man mir nur, die haben für die nächsten 6 Monate keine Plätze mehr. Ich war damals niedergeschlagen und fühlte mich hilflos.

Hat jemand Tipps, wie man mit dieser Einladung umgeht? Wie bereitet man sich am besten vor, wenn man psychisch gerade eh am Ende ist? Was sollte ich zum Termin mitnehmen? Dort steht nicht, dass ich Unterlagen mitbringen soll, lediglich war zur Einladung ein Formular für den Hausarzt dabei, das er ausfüllen soll. Ich habe das Gefühl, die wollen mich mit Gewalt aus dem Krankengeld kicken oder ins Bürgergeld bewegen, obwohl ich aktuell gar nicht arbeitsfähig bin oder auch überhaupt Probleme habe, mich für Dinge im Haushalt oder anderes zu motivieren.
Ich kann auch nicht nachvollziehen, wie der MD da etwas feststellen soll, wofür mein Therapeut mehrere Sprechstunden gebraucht hat.

Danke für eure Hilfe!

reddit.com
u/Big-Form5785 — 13 days ago