u/Awkward-Arugula3975

▲ 13 r/VeganDE

Also erstmal vorab: es geht mir hier um prinzipielle Gedanken, die ich zum Thema vegan sowie Angebot und Nachfrage habe. Es kann gut sein, dass es einige vor den Kopf stößt (habe ich so schon öfter erlebt). Meine Meinung dazu ist relativ gefestigt, ich bin aber immer offen für Erkenntnisgewinn!

Ich bin seit ca 3 1/2 Jahren vegan. Meine origin Story: ich saß mit Corona über Weihnachten alleine zu Hause und habe Videos von der militanten Veganerin entdeckt. Mein Prozess ging innerhalb von 3 Tagen von "die ist bescheuert" zu "die hat recht" zu "kann ich das auch?" zu "fuck it, ich probier's". Und es war echt absurd, wie leicht es mir gefallen ist.

Nun mein Punkt: wenn ich jetzt darüber nachdenke, wie viele Tiere weniger für mich gestorben sind in diesem Zeitraum, komme ich zur nüchternen Erkenntnis: wahrscheinlich kein einziges. Ich wohne in einer Großstadt und wenn ich überschlage, wie viel Umsatz mein Konsum bei einem Supermarkt, Restaurant o.ä. ausmacht ist das wohl maximal ein Rundungsfehler in ihrer Bilanz. Wenn man dann schaut, wie viele Lebensmittel weggeschmissen werden, habe singuläre Konsumentscheidungen null komm null Einfluss auf das Sortiment eines Supermarktes oder Restaurants.

Ich denke überhaupt nicht darüber nach wieder Tierprodukte zu konsumieren. Aber der Gedanke, dass es für die Tiere im Grunde keinen Unterschied macht, ist natürlich trotzdem sad. Hat jemand hierzu vielleicht eine andere Perspektive?

Eins noch zum Abschluss: ich kenne natürlich die üblichen Argumente. Wenn jeder so denken würde, du bist Teil einer Bewegung, die in Summe etwas bewirkt, ... Aber zufriedenstellend finde ich diese Argumente nicht. Denn: wenn man nicht selbst im Aktivismus tätig ist, sind und bleiben es isolierte Konsumentscheidungen, die keinen Einfluss auf die Konsumentscheidungen von anderen Personen haben.

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u/Awkward-Arugula3975 — 7 days ago