u/Away_Present_9529

Hallo zusammen,

ich stehe aktuell kurz vor dem Abschluss meines Bachelors in Erziehungswissenschaft (Schwerpunkt Sozialpädagogik) in Landau und bin gerade ziemlich im Zwiespalt, wie es weitergehen soll. Eigentlich liebe ich den Bereich der EZW und Sozialpädagogik, aber ich merke immer deutlicher, dass mein Herz eigentlich an der Psychologie hängengeblieben ist. Da ich das Studieren an sich (auch aus rein intrinsischen Gründen) total liebe, will ich unbedingt direkt zum WiSe 26/27 einen Master anschließen, aber die Suche nach dem „perfekten Match“ gestaltet sich schwieriger als gedacht. Mein Problem ist die klassische Sackgasse: Für einen regulären Zweitbachelor in Psychologie reicht mein Abischnitt (schlechterer 2er-Bereich) an staatlichen Unis nicht aus, außerdem ist das finanziell ohne BAföG und mit den Semesterbeiträgen für ein Zweitstudium absolut nicht machbar. Ein privates Fernstudium oder ein überweiter Umzug kommen aus finanziellen und sozialen Gründen ebenfalls nicht infrage. Da meine bisherigen Module in EZW sich nicht genug mit der „harten“ Psychologie überschneiden, ist ein direkter Quereinstieg in einen konsekutiven Psychologie-Master an öffentlichen Unis so gut wie ausgeschlossen. (Außer ihr kennt vielleciht welche in meiner nähe an denen ich Chancen hätte?)

Ich möchte betonen, dass ich gar nicht das Ziel habe, die klassische klinische Schiene mit Approbation ö.ä. einzuschlagen, mir ist bewusst, dass ich keine Psychologin im rechtlichen Sinne werde und keine Diagnosen stellen darf usw. Aber ich brenne für Themen wie Pädagogische Psychologie, psychologische Beratung, grundlegende Themen der PSychologie und Diagnostik. Früher wäre ich einer Ausbildung zur KJP (nach altem Modell) gegenüber sehr aufgeschlossen gewesen, wäre ich heute auch noch, wenn es das Modell noch geben würde. Heute suche ich einfach nach einer Möglichkeit, diese psychologischen Inhalte professionell in meine pädagogische Arbeit zu integrieren. Ich will weg von der „Personalschiene“, die oft für Pädagogen angeboten wird, und stattdessen tief in die Arbeit mit Menschen und die Erziehung eintauchen nach meiner vorliebe auch etwas Psychologischer als "Normale" Pädagogik.

Jetzt stehe ich vor der Frage: Soll ich einfach den Master in EZW in Landau weitermachen, auch wenn mir dort die psychologische Spezialisierung fehlt? Oder gibt es in der Region Landau, Karlsruhe oder Mannheim doch noch Geheimtipps für interdisziplinäre oder nicht-konsekutive Master, die für EZW-Absolventen offen sind? Vielleicht hat jemand von euch ähnliche Erfahrungen gemacht und weiß, wie man sich diese psychologische Expertise (vielleicht auch über Zertifikate) aneignen kann, ohne in die Schul- oder Wirtschaftsecke gedrängt zu werden. Ich bin für jeden Input dankbar, wie ich mein Ziel erreichen kann, ohne finanziell völlig unterzugehen.

Danke für eure Hilfe!

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u/Away_Present_9529 — 7 days ago