Zukunft und Systemzweifel
Hi Leute,
ich muss mal was loswerden, was mir schon länger im Kopf rumgeht. Ich bin jetzt seit ca. 10 Jahren an der Börse. Früher hab ich viel mit Einzelaktien gezockt, mittlerweile bin ich wie die meisten hier stumpf bei ETFs gelandet und nehme einfach die Marktrendite mit.
Aber wenn ich ehrlich bin: Je größer die Summe in der App wird, desto öfter frage ich mich, was ich hier eigentlich mache. Manchmal fühlt sich das Ganze wie ein totaler Free-Money-Glitch an. Man kauft einfach die Weltwirtschaft und solange man lange genug wartet, wird man reich. Aber wenn ich mir die Realität anschaue, explodierende Staatsverschuldung, die schwindende Vormachtstellung der USA, Geburtenraten im Keller,dann kommen mir echt Zweifel, ob das so ewig weitergehen kann.
Ich stehe dann manchmal vor meinem Depot, das mittlerweile ein ordentlicher Betrag ist und kein kleines Spielgeld mehr, und sehe da nur diese imaginären Zahlen. Klar stecken da reale Firmenwerte dahinter, aber das Vertrauen in das gesamte Geldsystem fühlt sich phasenweise echt fragil an.
Mich würde mal interessieren, wie ihr das seht, gerade von den Leuten, bei denen es um mehr Geld geht als nur das 50.000€ Depot, ohne das abwertend zu meinen. Habt ihr auch solche Phasen, in denen ihr an der ganzen Nummer zweifelt? Wie geht ihr psychologisch damit um, dass unser ganzer FIRE-Plan darauf basiert, dass die Weltwirtschaft die nächsten Jahrzehnte im Grunde genau so weiterläuft wie bisher? Ist das für euch rational untermauert oder am Ende doch eher das Prinzip Hoffnung?
Bin gespannt auf eure Meinungen.
Beste Grüße!