Ich habe es akzeptiert
Hallo zusammen,
Throwaway account.
Ich will es hier mal loswerden, da ich sonst niemanden habe dem ich das unbiased erzählen kann. Vor 9 Monaten habe ich die Akzeptanz für meine Situation gefunden und gefühlt geht es mir aktuell sehr gut.
Ich M35 und meine Frau (37) sind schon seit knapp 15 Jahren ein Paar. Früher viel zu tun mit Studium, nebenbei Arbeiten, erste Karriereschritte unternehmen. Vor 7 Jahren das erste Kind, 2 Jahre später das zweite, das dritte Unterwegs.
Aber mit den Kindern änderte sich die Dynamik. Die Kinder kamen vor mir, vor der Arbeit/Hausarbeit, vor dem Einkaufen. Und ja auch vor mir. Jede Minute wurde den Kindern gewidmet, jede ohne die Kinder über sie gesprochen. Ich habe lange versucht die Lücke zu schließen. Arbeit schon um 7 Uhr anfangen, schnell um 17:30 Schluss der Paketladen macht um 6 zu. Daheim Mittagstisch wegräumen damit ich Abendessen kochen kann. Kinder im Bett? Wäsche auf 5 Uhr programmiert dann kann ich es aufhängen bevor ich auf Arbeit muss.
Ich war gereizt. Gereizt dass meine Frau es nicht honoriert, gereizt von den Kindern weil sie mich nach einem langen Tag mit spielen nervten. Gereizt weil in Gesprächen mit ihr es hieß „die Kinder sind mir wichtiger als das Bad, wenn es dich stört mach es selbst.
Dann ein Schlüsselerlebnis. 2 Tage je 12 Stunden eine Geschäftsreise vorbereitet. Abends schnell noch daheim klarschiff gemacht, 6:30 auf die Autobahn. Freitag komm ich abends ins Chaos zurück und lege mich müde ins Bett. Samstag von 9 bis 18 Uhr alles was liegen geblieben ist nachgeholt. Wäsche, einkaufen, saugen, badputzen, das Familienauto tanken usw. Meine Frau, spielte den ganzen Tag mit dem Kindern. Auf meine mehrmalige Frage ob sie mir nicht helfen würde erklärte sie dass ich ja morgen mit den Kindern weg bin und sie es dann machen will. Der Tag fiehl aufgrund Krankheit aus. Somit auch alles drum herum. Auf die Frage warum sie mir nicht einfach geholfen hat kam „Wochenende mit den Kindern ist für mich auch was besonderes“ obwohl sie seit 8 Jahren aus eigenem Wunsch daheim bleibt“
Da hat es Klick gemacht.
Ich kann sie nicht ändern.
Sie will keine Paar oder allgemein eine Therapie.
Die Zeit die ich uns rausboxe indem ich Sachen übernehme wird sie nicht in uns investieren.
Sachen die mir wichtig sind, sind ihr nicht wichtig.
Ich muss das akzeptieren damit ich selbst nicht kaputt gehe. Ich muss aufhören Sauer zu sein auf etwas was ich nicht ändern kann.
Ich fing mit Sport an, ich treffe wieder alte Freunde. Ich überlege mir ob das was ich Zuhause mache mir wichtig ist und erledige es einfach. Ich erledige meine Wäsche so wie ich es haben will, esse was wir haben und wenn wir nichts haben gibts halt kein Abendbrot.
Die letzten Jahre waren schlimm, bis zur absoluten Belastungsgrenze und Depressionen. Es geht mir nun besser. Es wird dauern aber es wird besser