Wallbox in WEG-Tiefgarage – 6.000 € pro Stellplatz?! Rechnet sich das jemals?
Ich brauche mal eine Einschätzung aus der Praxis, weil ich gerade etwas ratlos bin.
Ich wohne zur Miete in einem Mehrparteienhaus mit Tiefgarage (ca. 50 Stellplätze, mehrere Eigentümergemeinschaften). Es gibt Überlegungen, Ladeinfrastruktur zu installieren, um die Förderung zu bekommen. Dafür müssten wohl mindestens 10 Stellplätze ausgestattet werden.
Jetzt liegt ein Kostenvoranschlag vor:
ca. 60.000 € für die Installation
plus ~20.000 € für Netzanschlusserweiterung
Nach Förderung bleiben wohl etwa 6.000 € pro Stellplatz übrig.
Und ehrlich gesagt: Ich verstehe nicht, wie sich das jemals rechnen soll.
Ich fahre bereits seit 2 Jahren ein E-Auto und lade aktuell meist vor der Arbeit für 0,25 €/kWh am Supercharger alle 2–3 Wochen, alternativ öffentlich (ca. 0,44 €/kWh) aber dafür bin ich meist zu geizig :D
Realistisch hätten aktuell vielleicht 2–3 Parteien überhaupt Interesse
Mein naiver Gedanke wäre gewesen:
Warum nicht erstmal eine einfache, kostengünstige Lösung (z. B. mehrere abgesicherte 230 V- oder CEE-Steckdosen) und später skalieren?
Das wurde aber direkt mit Verweis auf Brandschutz / Normen abgelehnt.
Zum Vergleich:
Bei meinen Eltern im Einfamilienhaus habe ich selbst eine CEE-Dose + Wallbox installiert – Gesamtkosten ca. 600 €.
Mir ist klar, dass WEG + Tiefgarage + Normen + Netzanschluss ≠ Einfamilienhaus sind.
Aber der Unterschied wirkt schon extrem.
Meine Fragen an euch:
Sind solche Kosten aktuell „normal“ für WEG-Tiefgaragen?
Gibt es realistische günstigere Alternativen oder schrittweise Lösungen?
Hat jemand Erfahrung, wie sich sowas wirtschaftlich (oder zumindest praktisch) rechtfertigen lässt?
Oder ist das am Ende wirklich nur eine Komfortentscheidung ohne echte Amortisation?
Ich habe gerade eher das Gefühl, dass mich das Ganze mehr Richtung „Eigenheim mit eigener Wallbox“ schiebt als zur Zustimmung zu so einem Projekt.