Ich kann nix mehr machen ohne in Selbstmitleid zu verfallen
Hallo alle zusammen,
Ich 16(m) kann mittlerweile kaum noch etwas tuen ohne in Selbstmitleid zu verfallen und weiß nicht wie ich damit aufhören kann. (Der Post ist auch sehr weinerlich/" heulsuserisch“ von mir,sorry).TW für sensible Themen, SV,mobbing etc
Also, mein Problem ist das ich absolut KEINE Freunde habe. Niemanden. Ich spreche mit meiner mutter und das war’s auch wieder. Langsam habe ich auch ehrlich gesagt keine Optionen mehr jemanden neues kennenzulernen.
Ich lebe irgendwo im nirgendwo deswegen sind hier keine Hobby Vereine. Wir haben keine (u18)Clubs/diskotheken oder Ähnliches. Wir haben 1 dönerladen und einen Rewe hier, das wars. Mit meinem Bus Ticket komme ich auch nicht wirklich weit (wortwörtlich).
Ich hatte noch nie wirklich Freunde. Kindergarten war ich irgendwie schon ein disaster, Grundschule hatte ich genau 1 Freund der aber dann auch immer mehr abgeweicht ist. Auf der weiterführenden dann erneut niemanden.
Ich musste dann auf Grund von zu starkem mobbing (und meine Reaktion dadrauf, also sprich ich werde gehauen und dann haue ich zurück)die Schule wechseln. Mittlerweile werde ich zum Glück nicht mehr gemobbt nur halt einfach nicht beachtet und ich bin mehr ein Nachgedanke. Wenn ich versuche mich wo einzubringen heißt es „nein halt die Fresse, will keiner hören“ oder schiefe Blicke.
Schule wechseln kann ich nicht mehr da ich so knapp vor den Prüfungen stehe. Ich gehe zwar dann im Herbst auf eine neue Schule bis dahin ist aber auch noch ein wenig.
Eigentlich hatte ich mich mit all dem „abgefunden" (so sehr wie man sich damit abfinden kann, besonders mit 16). Also das ich einfach nicht dafür bestimmt war Freunde zu haben. Das ich einfach nicht für soziales gemacht bin und das ich nie der Typ sein werde der eine Gruppe hat und denen mal sagen kann „ey lasst mal raus“ oder so.
Aber mittlerweile ist es ehrlich so schlimm geworden. Ich kann nichts mehr machen ohne dadrüber nachzudenken was für ein Loser ich eigentlich bin. Also wortwörtlich. In der Schule? „Wow schau dir an wie alle in Gruppen sitzen“ Zuhause? „Ja schau wieder alleine“ versuchen durch videospiele abzulenken? „Ja schau du hast nichtmals jemanden der mit dir spielen wil“.
Alles dreht sich mittlerweile darum, alle Gedanken pendeln dahin zurück. Ich habe Albträume das ich für immer alleine sein werde oder das ich gedemütigt werde oder Ähnliches.
Ich war für eine lange Zeit in Therapie (von so ~4 bis 15). Mit 8 habe ich die Diagnosen schwere Depressionen und soziale angststörung bekommen.Dazu ist dann irgendwann noch eine Zwangsstörung zu gekommen.
Momentan bin ich nicht in Therapie da wir einfach keinen Platz mehr haben in der nähe. Also im ganzen Umfeld von so ~1 Stunde um uns herum war ich schon bei jedem Therapeuten. Ich selbst empfinde normale sprech Therapie (ich weiß nicht wie man das nennt sorry) sowieso nicht sinnvoll für mich.
Ich habe für eine Weile antidepressiver (mit ich glaube 11) bekommen aber diese wurden schnell wieder abgesetzt da mein Vater sich beschwert hat wie unmännlich es sei und das es unmoralisch ist da ich sowieso alles nur spiele, er drohte zu klagen und das war’s dann auch.
In eine Klinik wurde ich auch schon eingewiesen (mit so 12) nachdem ich angefangen habe mich selbst zu verletzten(tue ich nicht mehr, keine Sorge). Dies hat zu noch mehr mobbing geführt und noch mehr Problemen.Die Klink war für mich auch nur purer Stress und hat mich ehrlich gesagt nur schlimmer fühlen lassen.
Ein wenig mehr als eine Stunde entfernt von mir gibt es aber eine Klinik die verschiedenste Arten von Therapien anbietet (auch sowas wie rTMS,emdr etc, halt "exotisch"). Ich habe überlegt mich dort mal zu melden aber ich müsste dann einen ganzen Tag nehmen wie oft auch immer da es halt so weit entfernt ist. (Hat jemand Erfahrungen mit "exotischen" Therapien?)
Wie ihr merkt weiß ich langsam nicht mehr was zu tuen ist. Meine mutter weiß auch nicht mehr weiter mit mir. Ich brauche einfach einen Rat was ich tuen kann. Für mich fühlt es sich so an als hätte ich jede Option schon durch und mir macht der Gedanke Angst das ich für immer einfach so verweilen muss. Ich habe schon so viele (wichtige) Jahre meines Lebens verpasst und isoliert verbracht ich will nicht das es so für immer bleibt.
Wie gehe ich das alles an? Muss ich das alles einfach doch irgendwie akzeptieren? Das ich einfach nicht für soziales bestimmt bin? Wenn ja, wie?
Welche Möglichkeiten hätte ich noch Freunde zu machen? Oder generell welche Möglichkeiten habe ich? Hat irgendwer ähnliche Erfahrungen/Geschichten? Bleibt es für immer so? Ich weiß jeder sagt „irgendwann wirds besser“ aber ich kann den Spruch langsam nicht mehr hören.
Jeder Rat ist willkommen und gebeten.
Wenn ihr zu IRGENDWAS Fragen habt fühlt frei zu fragen, ich habe mich hier eh schon offen gelegt.Ich hoffe der Post ist erlaubt, ich weiß einfach nicht wohin sonst. Wenn nicht bitte weist mich weiter an einen passenden/Ressourcen die mir helfen könnten.
Danke fürs lesen